Mehrheitlich Covid-Patienten: Im Kanton Solothurn ist kein einziges Intensivpflegebett mehr frei

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13 Covid-Patienten benötigten am Mittwoch einen Intensivpflegeplatz. Bild: Alex Spichale

Am Mittwoch war im Kanton Solothurn kein einziges Intensivpflege-Bett mehr frei. 13 Corona- und 4 Nicht-Coronapatienten belegten die insgesamt 17 Betten. Immerhin: Die Hospitalisationen sind, wenn auch auf hohem Niveau, stabil.

Bereits vergangene Woche hatte die Solothurner Regierung angekündigt, dass die Spitäler die Intensivpflegebetten bei Bedarf aufstocken werden. Allerdings: Die Betten an sich sind nicht das Problem. Sondern das Personal, um die schwerkranken Patientinnen und Patienten zu behandeln. Darum werden auch nicht einfach Intensivbetten aufgestockt, sondern die Betten werden «dynamisch den Gegebenheiten angepasst», wie es auf Anfrage bei der Solothurner Spitäler AG heisst.

Dringliche Eingriffe könnten noch immer uneingeschränkt durchgeführt werden, teilen die Solothurner Spitäler AG weiter mit. Allerdings: Zurzeit werden nicht sämtliche Operations-Säle betrieben. Der Grund: Ein Teil des Personals wird beansprucht, um bei der Behandlung der Covid-Patienten zu helfen.

Auch die epidemiologische Lage ist weiterhin angespannt, teilt der kantonale Fachstab Pandemie mit. Immerhin: Nicht nur die Hospitalisationen, sondern auch die Fallzahlen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. 72 neue Fälle vermeldete der Kanton am Mittwoch. Damit liegen seit Beginn der Pandemie 22'311 laborbestätigte Infektionen im Kanton Solothurn vor. Ein neuer Todesfall musste nicht vermeldet werden. Der Krankheit erlegen sind seit Beginn der Pandemie 277 Menschen.

Eine Prognose über den weiteren Verlauf sei allerdings nicht möglich, so der Kanton. Die weitere Entwicklung sei von zu vielen Faktoren abhängig: Wie sich die Durchimpfungsrate entwickelt, wie sich die Ausweitung der Zertifikatspflicht auswirkt und inwieweit sich die Verlagerung des Lebens in die Innenräume im Herbst auf die Neuansteckungen auswirken wird.

Impfungen in den Gemeinden sind sehr beliebt

Vergangene Woche schickte der Kanton Solothurn seine mobilen Impfteams in insgesamt neun Gemeinden. Die Leute sollten sich direkt vor Ort impfen lassen können. 2400 Personen machten von diesem Angebot Gebrauch. Damit seien alle Erwartungen übertroffen worden, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. So gross sei der Ansturm gewesen, dass in vielen Gemeinden die Öffnungszeiten erweitert werden mussten. Bis um 22 Uhr abends sei zum Teil geimpft worden. Entsprechend zufrieden ist Peter Eberhard, der Leiter des kantonalen Gesundheitsamts: «Ich bin sehr erfreut, dass so viele Menschen das Angebot in den Gemeinden genutzt haben. Das hilft uns, die Spitäler etwas zu entlasten und möglichst gut durch den Winter zu kommen.»

Aufgrund des Erfolgs der Aktion haben sich weitere Gemeinden gemeldet, um bei der Aktion mitzumachen. Am 29. September wird ab 15 Uhr in der Mehrzweckhalle in Aetigkofen, am 30. September ab 15 Uhr in der Mehrzweckhalle in Nuglar-St. Pantaleon geimpft werden. Gleichzeitig wird auch in den Impfzentren in Selzach und Trimbach weiter geimpft. Auch dort kann man ohne Voranmeldung vorbeigehen. Diese «Walk-in-Angebote» seien ebenfalls sehr beliebt, schreibt der Kanton.

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Hinweis: Die Impfzahlen von Freitag bis Sonntag werden jeweils gesammelt veröffentlicht. Um sie besser vergleichen zu können, wurde diese Zahl jeweils durch drei geteilt und auf die einzelnen Tage aufgeteilt.

 

Ansturm auf Impfungen auch dank Zertifikatspflicht

Der Ansturm auf die Impfungen habe sicherlich auch mit der erweiterten Zertifikatspflicht zu tun, glaubt man auch beim Kanton. Allerdings: Wie nachhaltig diese Entwicklung ist, ist unklar. Eine Prognose wagt der Kanton nicht. Klar sei nur: «Die Impfquote muss weiter ansteigen, sonst besteht die Gefahr, dass die Ansteckungen im Winter nochmals zunehmen und wieder Einschränkungen oder gar Schliessungen notwendig werden.» Insgesamt sind mittlerweile 60,6 Prozent der Solothurnerinnen und Solothurner mindestens einmal geimpft, das sind 168'244 Menschen. Damit liegt der Kanton sogar leicht über dem schweizerischen Durchschnitt. Und 149'084 Personen sind vollständig geschützt.

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Schämen

Suter
schrieb am 16.09.2021 14:58
Langsam bin auch ich müde... es sind schlimme Zustände und keiner tut etwas, das wirklich gegen die hohen Zahlen an schwer Erkrankten nützlich ist. Sogar die Kinder werden nun verheizt. Manchmal denke ich, das ist so gewollt, zumindest toleriert... was für ein Land, das seine Bevölkerung nicht besser schützt! Ich schäme mich als Schweizerin für den sorglosen Umgang dieser Politik mit diesem Virus.
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