Dreiste Masche: Jugendliche knöpfen mithilfe einer Lüge Geld ab

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Mit dieser Nachricht macht der FC Aarburg auf das dreiste Vorgehen aufmerksam. Bild: Screenshot Facebook

Es ist eine dreiste Masche: Aktuell machen in Aarburg Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren die Runde und sammeln angeblich Geld für ein Trainingslager des FC Aarburg in Malaga. Nur: Der FC Aarburg weiss von nichts, auch ein Trainingslager ist nicht geplant. Es ist eine Betrugsmasche, mit der schon einigen Aarburger Familien Geld abgeknöpft wurde.

Ehemalige Junioren stehen unter Verdacht

Ein Geschädigter (Name der Redaktion bekannt) schildert, wie er die Situation erlebt hat: «Zwei Jugendliche haben bei uns an der Türe geklingelt und gesagt, dass sie Geld sammeln für den FC Aarburg. Ich habe ihnen dann 20 Franken gegeben.» Es sei schliesslich schon mehrmals vorgekommen, dass FC-Junioren in der Nachbarschaft Spendengelder für einen Sponsorenlauf gesammelt hätten. «Etwas seltsam war schon, dass es sich dieses Mal um ältere Jungs handelte», sagt der Geschädigte.

Die Jugendlichen gehen clever vor. Sie sind ausgerüstet mit einer Liste, auf der auch das Logo des FC Aarburg prangt. Wer Geld gibt, kann sich auf der Liste eintragen und unterschreiben. Gerade weil die Unterlagen sehr echt aussehen, geht Jérôme Wehrli, Vizepräsident des FC Aarburg, davon aus, dass es sich um ehemalige Junioren des Clubs handelt. Gemäss seinen Informationen waren die Jugendlichen bereits vorletztes Wochenende unterwegs, dann wieder am Mittwoch sowie vergangenes Wochenende. «Wir wissen nicht, wie viele betroffen sind. Die Deliktsumme beträgt bis jetzt einige hundert Franken, wenn nicht sogar bis zu tausend Franken», so der Vizepräsident.

«Kein Lausbubenstreich, sondern Betrug»

Für den FC Aarburg, aber auch für andere Vereine, die auf Spenden angewiesen sind, sind diese Vorkommnisse sehr ärgerlich. «Wir sind angewiesen auf Spendengelder, so werden die Leute natürlich sehr misstrauisch», gibt Wehrli zu bedenken. Auf den Sozialen Medien warnt der FC Aarburg mit Beiträgen vor den Betrügern. «Wir bitten alle, die geschädigt wurden, sich bei der Repol Zofingen zu melden und eine Anzeige zu machen. Es können sich auch Personen melden, die nicht geschädigt wurden, aber Hinweise zu den Personen machen können! Es liegt im Interesse von allen, diese zur Rechenschaft zu ziehen. Aus unserer Sicht ist es nicht ein Lausbubenstreich, sondern Betrug!», schreibt der Vorstand des FC Aarburg. Auch an die Betrüger wendet er sich: «An diese Betrüger: Meldet euch beim Vorstand oder direkt bei der Repol in Zofingen. Früher oder später werdet ihr gefasst, durch Videokameras bei Hauseingängen, oder durch Identifizierungen der Geschädigten. Seid schlau und meldet euch!»

Die Regionalpolizei Zofingen wurde am Montagmorgen über die Vorfälle informiert. Inzwischen hat die Kantonspolizei (Kapo) Aargau die Ermittlungen in Angriff genommen. «Aktuell wissen wir von drei Fällen mit diesem Vorgehen», sagt Mediensprecher Bernhard Graser. «Während zwei Betroffene die Betrüger abwiesen, zahlte ein dritter 20 Franken.» Bei der Täterschaft handle es sich um zwei Jugendliche, deren Identität bis dahin unbekannt ist. «Stand heute nehmen wir nicht an, dass hinter dieser falschen Spendensammlung professionelle Betrüger stecken. Es dürfte vielmehr das Werk Jugendlicher sein, die sich mit dieser Masche etwas Geld erhoffen», so Graser. Die Polizei warnt und bittet, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden (Notruf 117).

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