Lärm, Vandalen und Verkehr: das sind die Pumptrack-Bedenken

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Der Pumptrack könnte auf der heutigen Wiese vor dem Schulhaus Neumatt 2 erstellt werden. Bild: zvg

Die geplante Pumptrackanlage in Strengelbach ist nicht allen geheuer. Seit der Gemeinderat im Mai dem Verein Pumptrack Strengelbach die Wiese neben dem Schulhaus Neumatt als möglichen Standort vorgeschlagen hat, werden Befürchtungen von Anwohnern laut. Die Anlage liege «mitten in einem Wohnquartier, das von den damit verbundenen Lärmimmissionen und dem erhöhten Verkehrsaufkommen besonders betroffen» sei, war im Juli etwa in einem ZT-Leserbrief von Helmut Messner und Hedi Forster zu lesen. Zudem fürchten sie, ein Pumptrack würde eine anderweitige Nutzung der Wiese für Schul- und Freizeitaktivitäten einschränken.

Über die konkrete Umsetzung wird derzeit noch nicht gesprochen, da es dazu noch zu früh ist. Erst muss die Bevölkerung entscheiden, wohin ihr neuer Gemeindesaal kommt. Stimmt die Gmeind am 27. Oktober für einen Umbau der heutigen Mehrzweckhalle, würde ein Teil der Wiese, die zwischen der Breitbachstrasse und dem Schulhaus liegt, für den Bau benötigt und der Pumptrack müsste woanders hin. Stimmt sie für einen Neubau (wie es der Gemeinderat bevorzugt), bliebe die Wiese frei. Wo genau die Anlage hinkäme, wird also frühestens nächstes Jahr ein Thema. Das letzte Wort zur Umnutzung der Wiese wird die Gmeind haben.

Angst, Pumptrack könnte nächtlicher Treff werden

Unlängst hat zwischen Anwohnern, dem Verein Pumptrack Strengelbach und dem Gemeinderat eine erste Annäherung stattgefunden, um Fragen zu klären. Gewisse Bedenken von Anwohnerseite blieben danach aber bestehen. Etwa, dass der Lärmpegel steigen könnte, wie Katharina Ryser stellvertretend für die Anwohner-Gruppe sagt: «Wir Nachbarn fragen uns, wie laut das Befahren des Pumptracks sein wird. Im Zusammenhang mit Lärmtests spricht man immer von Velos. Was ist, wenn die harten Räder der Skatboards, der Inlineskates und der Kickboards dort rüber rollen?» Sie sähen es als sinnvoller, wenn zuerst auf einem bestehenden Hartplatz eine mobile Pumptrackanlage getestet würde.

Zusätzlicher Lärm, so Katharina Ryser, würde auch entstehen, falls der Pumptrack von Leuten als abendlicher oder nächtlicher Verweilplatz auserkoren würde. Das könne Nachtlärm, Littering und Vandalismus zur Folge haben. Solche unschönen Nebenerscheinungen möchte auch der Gemeinderat vermeiden. Deshalb der Vorschlag, die Anlage auf dem Schulareal zu erstellen. So gelten automatisch die Regeln der Schule betreffend Uhrzeiten, Lärm und Nutzung. Diese würden auch auf Hinweistafeln neben der Anlage stehen.

Weiter befürchten die Anwohner ein grösseres Verkehrsaufkommen, wobei nebst Lärm auch die Sicherheit ein Problem sei: «Die Verkehrssicherheit auf den angrenzenden Gemeindestrassen, ohne Trottoir (Schulweg), ist bereits jetzt nicht gewährt», sagt Katharina Ryser.

Die Anwohner befürchten nicht nur Immissionen, sie drückt noch woanders der Schuh: «Wir sehen auch ein ökologisches Problem», so Katharina Ryser. «Jetzt haben wir dort eine Wiesenfläche, danach soll die ganze Wiese für den Pumptrack-Untergrund geopfert werden. Ist es in der heutigen Zeit der Erderwärmung und Renaturierung vertretbar, wenn die letzte Spiel- und Grünfläche im Dorfzentrum mit einer Pumptrack-Anlage versiegelt wird?»

Zudem sei der heutige Mehrzweckplatz gut besucht. «Wir sehen Leute, die dort Fussball spielen oder Eltern, die mit ihren Kindern Modellflugzeuge testen oder Menschen, die einfach nur in Gruppen zusammensitzen», sagt Katharina Ryser. «Ist es sinnvoll, eine der letzten, vielseitig genutzten Flächen gegen einen Einzelsport einzutauschen?»

Wie der Gemeinderat Strengelbach auf Anfrage sagt, wurden die Sorgen und Anliegen der Anwohner aufgenommen und werden in der Entscheidungsfindung des Gemeinderates bezüglich des Projektes Pumptrack einfliessen. Die Entscheidungsfindung werde nach erfolgter Abstimmung bezüglich Gemeindesaal wieder aufgenommen.

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