Moritz Weber: «Wähler werden die Frage stellen, ob Zofingen nun genug grün ist»

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Moritz Weber (zvg)

Die SVP Zofingen musste bereits im April eine Niederlage einstecken. Ihr Kandidat Hansruedi Hauri schaffte den Sprung in den Stadtrat nicht. Hauri wurde jetzt zwar mit dem besten Resultat in den Einwohnerrat gewählt. Allerdings verliert die Partei zwei Sitze und ist mit sieben Sitzen nicht mehr die stärkste Fraktion. Fraktionschef Moritz Weber wurde abgewählt.

Herr Weber, das war kein guter Sonntag für die SVP und für Sie persönlich. Im Einwohnerrat verliert die SVP zwei Sitze. Was ist Ihre Analyse dazu am Tag danach?

Moritz Weber: Die eidgenössischen Abstimmungsthemen, besonders das Thema Ehe für alle, haben offensichtlich bei den Einwohnerratswahlen in Zofingen die Wählermobilisierung nicht zu unseren Gunsten gefördert. Der aktuelle Trend der Grünen und die Bildung von Kleinparteien haben meistens Auswirkungen auf Wählerstimmen der stärksten Parteien. Mit diesen temporären Umschichtungen müssen wir umgehen und unsere Arbeit als SVP Zofingen motiviert weiterverfolgen.

Sie wurden als Fraktionschef abgewählt. Wo orten Sie die Gründe dafür?

Wir haben mit einem ausgezeichneten Kandidatenfeld von profilierten, bekannten und langjährig ansässigen Zofinger Persönlichkeiten unsere Sitze geholt. Ich bin stolz auf die erreichten Wahlresultate, besonders auf das Spitzenresultat von Hansruedi Hauri.

Wer wird ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin als Fraktionschef(in)?

Das wird der Entscheid der neuen Fraktion sein. Nämlich aus mehreren guten Kandidaten den Fraktionspräsidenten zu bestimmen.

Im ersten Wahlgang für das Amt des Stadtammanns hat die SVP niemanden aus dem Kandidatenfeld offiziell unterstützt. Bleibt es dabei?

Die Wählerin und der Wähler werden sich jetzt die Frage stellen, ob mit dem Sitzgewinn der Grünen im Einwohnerrat nun Zofingen genug grün ist – oder ob es jetzt auch noch einen grünen Stadtammann braucht. Dieser Überlegung müssen sich jetzt auch die bürgerlichen Parteien stellen. Wir von der SVP werden nun aktiv auf die übrigen bürgerlich orientierten Parteien zugehen und gemeinsam besprechen, ob sich eine Gesamthaltung zum zweiten Wahlgang formulieren lässt. (pp)

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