Bundespräsidentin Leuthard weiht Standseilbahn am Stoos ein

Steil, steiler, Stoos: Keine Standseilbahn der Welt weist eine grössere Neigung auf, als jene, die am Freitagabend von Doris Leuthard persönlich eingeweiht worden ist. Es war der Schlusspunkt einer langen Baugeschichte am Stoos - auch ein Kostenstreit ist beigelegt.

Diese Einweihungsfeier kam über zwei Jahre zu spät. Nach dem Spatenstich für die neue Stoosbahn im Jahr 2012 war der Zeitplan eins ums andere Mal in Verzug geraten, sodass die Standseilbahn nun mit über zwei Jahren Verspätung ihren Dienst zwischen Schlattli im Muotathal und dem Stoos aufnimmt.

Die Probleme beim Arbeiten im Steilhang mit drei Tunnels, der Un- und Ausfall einer Materialseilbahn, der Streit mit dem Bauunternehmen um Geld: All das schien vergessen, als das symbolische Band bei der Talstation durchschnitten war und die geladenen Gäste in den glänzenden Wagen auf der Brücke über den Fluss Muota steil bergwärts fuhren.

Von 562 Metern über Meer geht es hoch auf 1306 Meter. 136 Personen passen in einen Wagen, die Scheiben beschlagen. Die klassische Standseilbahn mit zwei Wagen, die sich in der Mitte kreuzen, weist eine Neigung von bis zu 110 Prozent auf. Trotzdem stehen die Passagiere durch den automatischen Niveauausgleich immer waagrecht.

"Mutige Erbauer"

Rund vier Minuten dauert die Fahrt. Oben auf dem Stoos, wo 150 Menschen dauerhaft wohnen, brennen Fackeln im Schnee und weisen den Weg in die Turnhalle. In der Wärme steigt Bundespräsidentin Leuthard auf die Bühne und bescheinigt den Planern Mut. Es gäbe viele Seilbahnen, die nicht rentieren. "Doch der Verwaltungsrat, der Kanton und die Region glauben an die Zukunft. Ich bin überzeugt, dass sich das auszahlen wird."

Die Bahn sei nicht nur von touristischem Nutzen, sie sei auch als Verbindung für die Bewohner des Bergs mit dem Tal ein ganz wichtiger Service. "Es zeichnet die Schweiz aus, dass man für alle eine Leistung anbietet", sagte Leuthard. Ihr Departement habe zum Projektstart 54 Bundesordner erhalten - und fristgerecht die Bewilligung erteilt.

Ursprünglich auf 43 Millionen Franken beziffert, lagen die Kosten für die Bahn zuletzt bei 52 Millionen Franken. Davon stammen 28 Millionen von Bund, Kanton, Bezirk und Gemeinde. 3 Millionen Franken sind Aktienkapital, der Rest Fremdmittel. Doch auch dieser Betrag werde nicht reichen, sagte Thomas Meyer, Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen AG. Die Endkosten konnte er nicht beziffern.

Wohl aber, was den Preis in die Höhe getrieben hat. Das sei einerseits der Fukushima-Effekt, der die Sicherheitsbestimmungen verschärft habe. Zudem sei etwa mit Shops oder Feuerwehreinrichtungen mehr in das Projekt hereingepackt worden, was allerdings auch Ertrag abwerfen werde.

Zusatzforderung in zweistelliger Millionenhöhe

Die längere Bauzeit schliesslich schlägt sich ebenfalls in den Kosten nieder. Das Bauunternehmen machte wegen Planung und Geologie Mehrkosten geltend, die die Bauherrin nicht bezahlen wollte. Sie wiederum beklagte einen Ertragsausfall. Man habe sich vor einer Woche in einem Schlichtungsverfahren mit dem Bauunternehmen einigen können. "Zusatzforderungen in zweistelligem Millionenbetrag konnten wir verhindern", sagte Meyer.

Die Ära der neuen Stoosbahn bringt immerhin in einem Fall Ruhe: Die bisherige, alte Stoosbahn, die 1933 in Betrieb genommen wurde, fährt am Sonntag um 19.33 Uhr ein letztes Mal und geht dann in den Ruhestand.

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