Luis Suarez: Mittlerweile mehr Genie als Wahnsinn

Luis Suarez bestreitet heute gegen Ägypten sein 100. Länderspiel für Uruguay. Nach zwei skandalösen Auftritten an den letzten beiden Weltmeisterschaften scheint der Stürmer des FC Barcelona geläutert.

Zwei Szenen wird Suarez um die Ohren geschlagen bekommen, wenn dereinst beim Rücktritt seine Karriere nochmals durchleuchtet wird. Die eine betrifft den 2. Juli 2010, WM-Viertelfinal gegen Ghana in Johannesburg, der damalige Ajax-Spieler tritt zum 35. Mal für Uruguay an. Es läuft beim Stand von 1:1 die Nachspielzeit der Verlängerung, als Luis Suarez einen Kopfball von Dominic Adiyiah mit ausgestrecktem Arm abwehrt, die Rote Karte sieht und Ghanas Asamoah Gyan den folgenden Penalty gegen die Latte schiesst. Im Penaltyschiessen gewinnt Uruguay, Suarez darf im Spiel um Rang 3 gegen Deutschland wieder mitspielen.

Später erzählt Suarez - aus Sicht des Fussballers halbwegs nachvollziehbar - er habe instinktiv gehandelt und keine andere Alternative gehabt. Eine andere Aussage bestärkt indes die weitläufige Meinung der Öffentlichkeit, er sei ein "Betrüger": "Ich zeigte die beste Parade der WM. Manchmal spiele ich im Training als Goalie, es war es wert."

Die zweite Szene, mit der Suarez seinen Ruf schädigte, spielte sich am 24. Juni 2014 in Natal im 79. Länderspiel für Uruguay ab. "Ich will dieses Image als Bad Boy, das an mir haftet, nun ablegen", hatte der mittlerweile für Liverpool stürmende Südamerikaner vor der WM in Brasilien noch gesagt. "Ich bin nämlich überhaupt nicht so, wie ich porträtiert worden bin." Der widerliche Biss von hinten in die Schulter von Giorgio Chiellini im letzten Gruppenspiel gegen Italien zeigte: vielleicht eben doch. Suarez bezahlte für die dritte Attacke mit Zähnen gegen Gegenspieler - er hatte bereits in den Niederlanden und in der englischen Premier League zugebissen - mit neun Länderspielsperren, einer viermonatigen Suspendierung von sämtlichen Wettbewerbsspielen und einem neuerlichen Imageverlust. "Der Stachel sitzt noch tief", gab er neulich zu. "Ich habe mir vorgenommen, ihn zu ziehen."

Fantastische Torquote

Den 31-jährigen Suarez allein an diesen Tätlichkeiten oder anderen Fakten wie Gelb-Rot beim Länderspiel-Debüt im Februar 2007 festzumachen, wäre natürlich falsch. Wenn die Nummer 6 in Sachen Länderspiele einmal abtritt, werden auch Erinnerungen an schöne und vor allem wichtige Tore bleiben. Etwa jene vier auf dem Weg zum erstmaligen Triumph Uruguays seit 16 Jahren an der Copa America 2011. Oder jene elf, die ihn zum Topskorer der vorletzten südamerikanischen WM-Qualifikation machten. Dazu traf Suarez in bislang neun WM-Endrunden-Einsätzen fünf Mal.

Mit dieser Quote liefert der wie sein drei Wochen jüngerer Freund Edinson Cavani aus Salto stammende Suarez einen weiteren statistischen Beweis, dass er eine "Tormaschine" ist. Mit Ausnahme von Groningen, seiner ersten Station in Europa, gelangen dem Goleador für alle Klubs im Schnitt mindestens 0,62 Tore pro Spiel. Bei seinem aktuellen Arbeitgeber Barcelona beträgt diese Marke 0,77, nie war Suarez besser.

Hat das mit dem Lebenswandel des "Pistolero" zu tun? Uruguays Nationaltrainer Oscar Tabarez, der Suarez seit dessen Zeiten in den Nachwuchsauswahlen des Landes kennt und der sich stets schützend vor seinen Stürmer gestellt hat, bejaht dies. "Ohne Zweifel ist er reifer geworden. Die Reife kommt in allerlei Aspekten des Lebens: im Fussball, in der Familie, in der Persönlichkeit. Er hat viel nachgedacht."

Tabarez hält nicht nur deshalb uneingeschränkt am drittbesten Torschützen der letzten Liga-Saison Spaniens (25 Treffer) fest. Auch der verschwenderische Umgang mit den Chancen im Auftaktspiel Uruguays gegen Ägypten beunruhigt den "Maestro" nicht. "Ich habe Messi, Pelé, Maradona und andere grosse Spieler gesehen, die in einzelnen Partien nicht ihr volles Potenzial abrufen konnten. Das ist keine Sünde", so Tabarez. "Solange er spielt und es versucht, wissen wir, dass er grossartige Anlagen hat."

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