Martin Inäbnit: "Lugano hätte uns einen Schritt weiter gebracht"

Der Chef der in Konkurs gegangene Berner Airline Skywork hat sich am Freitag erstmals öffentlich zum Aus des Unternehmens geäussert. Dabei bedauerte Martin Inäbnit sehr, dass Skywork den Betrieb in Lugano nicht aufnehmen konnte.

Lugano hätte Skywork nicht gerettet, aber einen grossen Schritt vorwärts gebracht, betonte Inäbnit am Freitag vor den Medien in Belp. Im Tessin habe man erkannt, dass nur ein Modell mit auf mehrere Partner verteilte Risiken funktionieren könne. Im Kanton Bern sei diese Einsicht noch weit weg.

Er wolle niemandem einen Vorwurf machen, betonte Inäbnit, aber Bern-Belp sei ein schwieriges Pflaster. Der Skywork-Chef rechnete vor, dass die Geldgeber von Skywork seit 2014 jedes einzelne ab Bern verkauft Ticket "massiv sponserten".

Ob eine Airline überhaupt wirtschaftlich in Bern-Belp betrieben werden kann, wird seit Jahren diskutiert. Bereits vor Skywork mussten andere Anbieter aufgeben.

Zeitfracht sprang ab

Inäbnit umriss auch die zahlreichen Verhandlungen, die eine Lösung hätten herbeiführen sollen. Im Gespräch war Inäbnit unter anderem mit der Deutschen Firma Zeitfracht. Im Falle einer Übernahme durch Zeitfracht hätte laut Inäbnit eine Zusage für eine Zwischenfinanzierung von dritter Seite bestanden.

Doch letztlich sah auch Zeitfracht am 27. August von einer Übernahme ab. In einem letzten Gespräch am 29. August wird die Idee, die Gelder der Zwischenfinanzierung als Zeitgewinn einzubringen als "Tod in Raten" nicht mehr in Betracht gezogen, wie Inäbnit sagte.

Der Konkurs

Von da an ging alles schnell: Inäbnit informierte das Bundesamt für Zivilluftfahrt und nahm Vorbereitungen zur Einstellung des Betriebs in Angriff. Bei den Behörden wurde eine Überschuldungsanzeige eingereicht und nach Eintreffen der letzten Maschine in Belp Personal und Öffentlichkeit informiert.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zahlreiche Skywork-Kunden noch irgendwo im Ausland. Andere Schweizer Airlines sprangen schliesslich ein und boten vergünstigte Rückflüge an.

Bis zur Bekanntgabe der Betriebseinstellung war auch die Buchungsplattform von Skywork noch in Betrieb. So gab es Kunden, die nur Stunden vor dem Aus noch Tickets buchten.

Inäbnit verteidigte am Freitag das Vorgehen. Wäre das Buchungstool vorher abgeschaltet worden, hätte dies für grosse Unruhe gesorgt. Skywork hätte für Treibstoff und andere Dienstleistungen überall bar zahlen müssen. Dies hätte einen massiven Geldabfluss verursacht.

Ebenfalls zu reden gab, dass Inäbnit die geleasten Flugzeuge sofort zurückgab und ausflog. Damit habe er Auslagen für Wartungen und Nebenkosten von rund 300'000 Franken eingespart. Geld, das schliesslich aus der Konkursmasse abgeflossen wäre, führte Inäbnit aus.

Mit dem Verkauf einer Dornier-Maschine, für die bereits ein Kaufvertrag bestand, habe man verhindert, dass das Flugzeug in der Konkursmasse "verrottet" - will heissen, lange nicht geflogen wird und dadurch Schaden nimmt.

Schliesslich wehrte sich Inäbnit auch gegen den Vorwurf, er habe aus egoistischen Gründen einen Verkauf verhindert. "Es ist mir nicht daran gelegen, den Tod einer Airline herbeizuführen wegen meines Egos" . Der Skyworkgründer verwies auf die Mitarbeitenden, von denen viele aktuell ohne Arbeit dastünden. Doch es bestehe die gute Hoffnung, dass sie bald wieder etwas fänden.

Schon einmal in Schieflage

Skywork war vor knapp einem Jahr in finanzielle Schieflage geraten. Im Oktober 2017 mussten die Flugzeuge drei Tage lang am Boden bleiben. Dann gelang es Skywork, beim Bund den verlangten Finanzierungsnachweis für den künftigen Betrieb zu erbringen. Wie dieser zustande kam, blieb unbekannt.

Skywork hatte nach dem Konkurs der Tessiner Darwin Airline für die Strecke Genf-Lugano beim Bund ein entsprechendes Konzessionsgesuch eingereicht. Erst noch am 23. August hatte Skywork mitgeteilt, sie nehme mit Beginn des Winterflugplans am 28. Oktober neu die Strecke Genf-Lugano in ihr Angebot auf.

Skywork war 1983 gegründet worden. Es bot zunächst Lufttaxi- und Charterflüge an. Die Airline bot zuletzt aus der Schweiz Linienflüge in Nachbarländer und Feriendestinationen an. Sie war wichtig für den Flughafen Bern-Belp. Die Airline erbrachte fast 60 Prozent aller Flüge am Hauptstadtflughafen.

ATP Swiss Indoors

Ab Weltranglistenplatz 51 droht die Qualifikation

10:16
Schweden

Schwedens Regierungschef verliert Vertrauensvotum im Parlament

10:09
Konjunktur

KOF-Konsensus erhöht BIP-Prognose 2018 deutlich auf 2,7 Prozent

09:50
Naturfotografie

Bild einer einsamen Uferschnepfe gewinnt Fotowettbewerb

09:46
Rücktritt

Bundesrat Schneider-Ammann tritt per Ende Jahr zurück

09:25
Verkehrsunfall

Neben A1 in Suhr AG mit Baum kollidiert: Autolenker tot geborgen

09:22
Milchmarkt

Nationalrat will dem Milchmarkt mit Mengensteuerung helfen

09:08
Landwirtschaft

Agroscope soll öffentlich-rechtliche Anstalt werden

09:07
Pharma

Novartis streicht in der Schweiz über 2'000 Stellen

08:03
Pharma

Novartis streicht mehr als 2000 Stellen in der Schweiz

08:03
Software

Ex-Mitarbeiterin verklagt Facebook - Trauma durch Schock-Inhalte

07:04
Uno

Trump schwärmt bei Berset von "grossartiger Zeit in der Schweiz"

06:35
Super League

GC schielt nach oben, Thun ist schon dort

05:00
Recycling

Österreichischer Energiekonzern macht aus Plastikabfall wieder Öl

04:46
Uno

USA und Europa bei der Uno im Clinch über Iranpolitik

03:56
Atomabkommen - Iran

EU will Institution zur Umgehung von Iran-Sanktionen schaffen

03:56
Sexueller Missbrauch

Strafe für Bill Cosby: Staatsanwalt fordert bis zu zehn Jahre Haft

03:48
USA

US-Polizistin nach Schüssen auf scheinbaren Eindringling gefeuert

02:45
USA

Trumps Richterkandidat wehrt sich gegen Missbrauchsvorwürfe

02:12
Uno

Ein Baby als Star beim Treffen der Staats- und Regierungschefs

01:06
Internet

Ex-Mitarbeiterin verklagt Facebook nach Trauma durch Schock-Inhalte

00:01
Myanmar

Gewalt gegen Rohingyas in Myanmar laut USA vom Militär geplant

23:12
Handel

USA und Südkorea unterzeichnen neues Freihandelsabkommen

23:02
Super League

Ein 7:1, das nachdenklich macht

22:00
Handball

Lenny Rubin: "Solid, aber nicht überragend"

22:00
NHL

Sbisa für ein Jahr bei den New York Islanders

21:58
Nationalteam

Oberlin erhält Aufgebot von Kamerun

21:54
FIFA-Awards

Modric löst Cristiano Ronaldo und Messi ab

21:28
FIFA-Awards

Frankreichs Deschamps als Trainer des Jahres ausgezeichnet

21:28
Flüchtlinge

Rettungsschiff "Aquarius" will mit 58 Flüchtlingen nach Marseille

20:40
Kanada USA Leute Musik

The Show will not go on: Céline Dion hört in Las Vegas auf

19:43
Super League

St. Gallen mindestens ein halbes Jahr ohne Itten

19:28
Geldpolitik

EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

18:26
Iran

Zehntausende Iraner bei Trauerfeier für Anschlagsopfer in Ahwas

18:21
Asylwesen

Weniger Asylsuchende: Graubünden streicht 170 Unterkunftsplätze

17:46
CH-Kinocharts Wochenende

"Book Club" verdrängt "The Nun" von der Deutschschweizer Spitze

17:07
Todesfall

Theatermann Dominque Catton in Genf gestorben

16:50
USA - Nordkorea

Trump stellt baldigen zweiten Gipfel mit Nordkorea in Aussicht

16:39
Bauindustrie

Schweizer Haushaltsgerätemarkt stagniert im Halbjahr

16:24
Sexueller Missbrauch

US-Entertainer Bill Cosby erstmals seit Schuldspruch vor Gericht

16:21
Energie

Fassade soll mehr Energie liefern als im Innenraum verbraucht wird

16:14
Künstliche Intelligenz

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor

15:47
Uno

Trump fordert vor Uno Engagement gegen Drogenmissbrauch

15:38
Schifffahrt

Jugendlicher nach wochenlanger Odyssee aus dem Meer gerettet

15:30
Banken

Frankfurt ist laut Studie grösster Brexit-Gewinner

15:03
Italien

Italien greift bei Einwanderungspolitik massiv durch

14:49
Rohstoffe

Grossfusion unter Goldminen-Betreibern zu Branchenprimus

14:30
EU

EU-Kommission verklagt Polen wegen Zwangspensionierung von Richtern

12:27
Bildungsinstitutionen

Deutschschweizer bevorzugen die traditionelle "Stifti"

12:24
Waffenexporte

Lockerung könnte Waffenexporte nach Pakistan erleichtern

12:23
Bundesstrafgericht

Dschihad-Rückkehrer muss sich an diverse Auflagen halten

12:00
Tourismus

Heisser Sommer brockt Thomas Cook Gewinnrückgang ein

11:38
Nahost

Mitarbeiter des Uno-Palästinenserhilfswerks in Gaza streiken

11:27
Bergunfall

Alpinist am Nadelhorn tödlich verunfallt

11:18