Eine komplizierte HCD-Zäsur steht an

Der HC Davos reagiert auf die letzte Playoff-Ernüchterung mit einer radikalen Erneuerung. Auf verschiedenen Ebenen steht die wohl erheblichste Challenge seit Jahren an.

In der Schweizer Hockey-Landschaft drängen neben den etablierten Grössen Zürich, Bern und Lugano Konkurrenten ins Rampenlicht, die während Jahren wegen wirtschaftlicher und struktureller Defizite weitgehend als Nebendarsteller funktionierten. Der EV Zug beispielsweise erhält von einem früheren Apotheker kräftige finanzielle Infusionen verabreicht, in Lausanne treiben die US-Besitzer um Ken Stickney die Löhne und Erwartungen in die Höhe. In Biel lässt sich dank der modernen Tissot-Arena offenbar mehr Geld generieren als je zuvor.

Ein Klub bekommt den Druck der potenten Konkurrenz zu spüren, die ausserhalb von Bern zu einem guten Teil von sehr vermögenden Individual-Sponsoren lebt: der HC Davos, mit sechs Titelgewinnen in den letzten zwei Dekaden eine Institution. In den Transferverhandlungen stösst der Rekordmeister an die Grenzen, im finanziellen Powerplay beanspruchen die Herausforderer aus dem Unterland immer häufiger deutliche Vorteile.

"Wir müssen kleinere Brötchen backen, das ist so", sagt Arno Del Curto zur aktuellen Lage. Der sechsfache Meistercoach stimmt kein Lamento an. Er rechnet nach einer umfassenden Kaderbereinigung - zwölf vereinzelt namhafte Akteure mussten oder wollten den Klub verlassen - mit einer gefährlichen Gratwanderung. Die Prioritäten haben sich verschoben, der HCD-Status wird sich verändern. Nach 25 Top-8-Klassierungen in Serie droht erstmals seit der NLA-Rückkehr ein Frühling ohne Playoff.

Auf diversen Ebenen unbefriedigend

Die radikale Umbesetzung ist unberechenbar, aber keinesfalls konzeptlos. Nach der missratenen Viertelfinal-Serie gegen Biel gelangten die Bündner Entscheidungsträger in ihrer fundierten Analyse zum Schluss, dass eine Neuausrichtung Not tue. "Die letzte Saison war auf diversen Ebenen unbefriedigend", konstatiert Gaudenz Domenig im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Wir stehen nun vor einer grossen Herausforderung. Klar, es ist Risiko drin."

Im pekuniären Bereich buchstabiert der Traditionsklub indes nicht zurück. Das Budget bleibt unangetastet, der Spielraum ist nach wie vor beträchtlich. Unter diesem Aspekt ist auch das kurzfristige Engagement des früheren NHL-Keepers Anders Lindbäck zu sehen. Beim 31-fachen Meister ist die Lohnsumme noch nicht ausgereizt - er leistet sich momentan fünf bisweilen hoch dotierte ausländische Professionals.

Obschon VR-Präsident Domenig keine Redimensionierung veranlasst hat, ist das HCD-Volumen zu relativieren. Im Vergleich zur nationalen Mittelklasse haben die Davoser ihre Ausgaben in den vergangenen Saisons nicht mehr angehoben. "Wir leben von dem, was wir einnehmen." Der Tritt auf die Ausgabenbremse kommt nicht von ungefähr. Neben dem Eis stehen kostenintensive Eingriffe an, die veralteten Anlagen verschlingen mehrere Millionen.

Nicht nur innerhalb des Rinks haben die Verantwortlichen eine Zäsur eingeleitet - das Eishallen-Areal war und bleibt eine Baustelle. Die architektonisch einzigartige, aber kommerziell in ihrer jetzigen Form unrentable Hockey-Kathedrale wird bis 2021 in drei Etappen saniert, erweitert und teilweise komplett erneuert. Vorübergehende Einschränkungen im Heimspielplan inklusive.

Ein Projekt wird bereits bis Ende Monat umgesetzt: die dringend benötigte Trainingshalle, ein Holzschmuckstück mit modernsten Einrichtungen. Zur Hälfte finanzieren HCD-Aktionäre das acht Millionen Franken teure Gebäude, weitere drei Millionen stammen aus den klubeigenen Betriebsmitteln. Von dieser Investition in die unmittelbare Zukunft machte Domenig das Fortbestehen des Profi-Vereins Davos abhängig: "Ohne diese Halle wäre unsere Existenz gefährdet gewesen."

Angesichts des jüngsten Efforts des Aktionariats sind Abweichungen vom übrigen (Sport-)Haushalt nicht mehr vorgesehen. Die Exponenten im wichtigsten Gönnerbund werden ihr Portemonnaie kaum schon zur Weihnachtszeit erneut öffnen; zumal die Kristall-Club-Angehörigen pro Spielzeit gelegentliche Lücken von gegen zwei Millionen zu schliessen pflegen.

"Wenn wir nichts bauen, sind wir im Budget flexibler. Dann lässt sich das Geld leichter auftreiben", bestätigt Klub-Präsident Domenig. Darum platziert der Zürcher Wirtschaftsanwalt eine unmissverständliche Message: "Keine Überschreitungen, keine Nachträge mehr - das weiss Arno."

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