Die Phase des Experimentierens

Nach England im September folgt für die Schweizer Nationalmannschaft heute in Brüssel der nächste Härtetest. Die Partie der Nations League gegen den WM-Dritten soll wichtige Erkenntnisse liefern.

Das herrliche Herbstwetter in den letzten Tagen passte zur Stimmungslage im Schweizer Nationalteam. Die Turbulenzen des russischen WM-Sommers haben sich gelegt, das ernüchternde Achtelfinal-Aus gegen Schweden ist weit weg, die Diskussionen um Doppeladler und Doppelbürger im Nachgang der WM sind abgehakt. Die Kritik ist verstummt.

Die Aussenwahrnehmung ist wieder positiv, denn auch auf dem Feld ist der Neustart geglückt. Zum Auftakt der Nations League feierte die SFV-Auswahl im September in St. Gallen ein rauschendes 6:0 gegen Island, und auch beim Testspiel drei Tage später in Leicester gegen den WM-Vierten England gefiel die Mannschaft trotz der 0:1-Niederlage. "Wir müssen nun zeigen, dass diese Leistungen kein Zufall waren", sagte Vladimir Petkovic.

Als "eine Mischung aus Sicherheit und Experimentieren" beschrieb der Nationaltrainer die Phase, in der sich die Nationalmannschaft in diesem Herbst befindet. In den vier Partien bis zum Jahresende - drei davon im Rahmen der Nations League - will Petkovic einerseits "testen und ausprobieren", andererseits aber auch "auf die Resultate schauen". Im neuen Jahr will er sich dann festlegen, auf wen er in der im März beginnenden EM-Qualifikation zählt.

Petkovic treibt derzeit den sanften Umbau seines Teams voran. Mit der abgesprochenen Nichtnominierung seines Captains Stephan Lichtsteiner und von Innenverteidiger Johan Djourou verzichtete er erstmals komplett auf seine ältere Garde. Keiner der für die Partien in Belgien und in Island nominierten Spieler ist älter als 30 Jahre. Christian Fassnacht und Torhüter David von Ballmoos sind erstmals dabei, Renato Steffen und Florent Hadergjonaj kehrten nach längerer Abwesenheit in die Mannschaft zurück.

Konkurrenzkampf auf den Aussenpositionen

Die Achse mit Goalie Yann Sommer, Manuel Akanji, Granit Xhaka, Lichtsteiners Stellvertreter als Captain, und Xherdan Shaqiri steht, sie verleiht der Mannschaft die von Petkovic gewünschte Sicherheit. Ricardo Rodriguez ist auf der linken Abwehrseite weiterhin eine Bank, Haris Seferovic hat dank seinem aktuellen Formhoch bei Benfica Lissabon den Status als Stürmer Nummer 1 wieder gefestigt.

Auf den Aussenpositionen bietet sich die Möglichkeit zum experimentieren. "Wir müssen noch besser und schneller nach vorne spielen", sagte Petkovic als Erkenntnis aus der WM. "Wir müssen in der Offensive noch konkreter werden." Fassnacht und Steffen erhalten in Abwesenheit der verletzten Admir Mehmedi und Breel Embolo die Chance, sich aufzudrängen. Und in der rechten Defensive hat der Nationaltrainer mit Lichtsteiner, Michael Lang, Kevin Mbabu und Hadergjonaj genügend Alternativen.

Während Denis Zakaria sich im defensiven Mittelfeld in der Pole-Position als Nachfolger des zurückgetreten Valon Behrami befindet, ist die Frage nach dem zweiten Innenverteidiger offen. Fabian Schär, der in der Nationalmannschaft oft überzeugte, kommt bei Newcastle nicht zum Einsatz. Nico Elvedi ist mehr als eine Alternative. Der 22-Jährige absolvierte zuletzt sein 100. Pflichtspiel für Borussia Mönchengladbach, inzwischen spielt er auch beim Bundesliga-Dritten in der Innenabwehr. Setzt Petkovic in Zukunft vermehrt auf eine Dreierkette wie gegen England, könnten neben Akanji sowohl Schär und Elvedi spielen.

Härtetest Belgien

Am Freitag folgt für die Schweizer Defensive die grösstmögliche Herausforderung. In der Offensive verfügt Belgien über eine enorme Feuerkraft. An der WM in Russland schossen die "Roten Teufel" am meisten Tore aller 32 Teams, was mit Rang 3 und dem besten Ergebnis der Geschichte belohnt wurde. "Über Belgien muss man nicht viel reden", sagte Petkovic. "Sie haben eine goldene Generation."

Das Duell mit der Nummer 1 des FIFA-Rankings ist im Kampf um den Gruppensieg in der Nations League wegweisend. Dass die Schweiz mit Kontrahenten dieses Kalibers mithalten kann, bewies sie beim 1:1 vor der WM gegen Spanien und beim 1:1 an der Endrunde in Rostow gegen Brasilien. "Wir wollen auch in Belgien mit Selbstvertrauen antreten und punkten", sagte Petkovic.

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