Experten empfehlen: Kanton Bern soll Zweisprachigkeit besser nutzen

Der Kanton Bern soll seine Zweisprachigkeit besser nutzen. Das fordert eine von der Berner Kantonsregierung eingesetzte Expertenkommission. Für sie sollte der Umgang des Kantons Bern mit der Zweisprachigkeit künftig national als vorbildlich gelten.

Die Kommission schreibt in einem am Montag veröffentlichten Bericht, Berns Zweisprachigkeit dürfe nicht weiter als Bürde wahrgenommen werden. Sie müsse vielmehr als Bereicherung und einmalige Chance gelten, sich gegenüber anderen Kantonen zu profilieren.

Für Berns Bevölkerung sei die Zweisprachigkeit die Chance, eine zweite Amtssprache zu lernen und zu sprechen.

46 Empfehlungen

46 Empfehlungen hat die Expertenkommission mit dem Ziel formuliert, dass sich der Kanton Bern in Sachen Zweisprachigkeit profiliert und sich Deutsch- und Französischsprachige in diesem Kanton wohl fühlen. Diese Empfehlungen gehen an die Berner Kantonsregierung.

Zu ihnen gehört, dass eine Zweisprachigkeitsstrategie entwickelt und ein kantonales Zweisprachigkeitsgesetz erlassen wird. Auch an einen kantonalen Zweisprachigkeits-Förderfonds denken die Fachleute und dass Sprachkompetenzen in der Kantonsverwaltung lohnrelevant werden. Auf allen Schulstufen möchte die Kommission einen obligatorischen Klassenaustausch einführen.

Für Listenspitäler empfiehlt sie gewisse Mindestanforderungen, etwa zweisprachige Beschilderungen und Internetauftritte. Die Kommission wollte auch empfehlen, die Strassen und Plätze Berns zweisprachig zu beschriften, liess diese Empfehlung aber nach Widerstand aus der Stadt Bern fallen.

Ihre Empfehlungen stützt die Kommission unter anderem auf eine Befragung von 500 Personen aus allen Teilen des Kantons Bern. Dieses "Zweisprachigkeitsbarometer" ergab nach Angaben der Kommission, dass 69 Prozent der Befragten denken, die Zweisprachigkeit trage zur Attraktivität des Kantons Bern bei.

Der Kanton Bern zählte 2016 bei etwas mehr als einer Million Einwohner rund 110'536 Französischsprachige. Das sind elf Prozent der Bevölkerung. Die Französischsprachigen leben im Berner Jura, in der zweisprachigen Stadt Biel und im übrigen Kanton Bern, dort vorab in der Umgebung Biels, in der Stadt Bern und in den Agglomerationen.

Direkte Folge des Jurakonflikts

Die Einsetzung der Expertenkommission ist eine direkte Folge des Jurakonflikts. Als die Interjurassische Versammlung zur Lösung der Jurafrage 2009 ihre Vorstellungen zur Zukunft der Region vorstellte, sprach sie sich ausser für Volksabstimmungen auch für die Weiterentwicklung des Sonderstatus für den Berner Jura aus. Von diesem Sonderstatut profitiert diese Region seit 2004.

Die Berner Regierung versprach in der Folge noch vor den zwei Abstimmungen von Juni 2013 über die Bildung eines neuen, grösseren Kantons Jura, dieses Sonderstatut weiterzuentwickeln. Im Rahmen dieser Arbeiten sollte auch der Stellenwert der Zweisprachigkeit unter die Lupe genommen werden.

Bekanntlich sprach sich der Berner Jura mit Ausnahme Moutiers 2013 für den Verbleib dieser Region beim Kanton Bern aus.

Präsident der Expertenkommission ist der frühere Stadtpräsident von Biel, der heutige SP-Ständerat Hans Stöckli. Dreizehn weitere Personen gehören ihr an, darunter die frühere Bundeskanzlerin Corina Casanova und die Leiterin des Forums für die Zweisprachigkeit in Biel, Virginie Borel.

Die Expertenkommission hatte den Auftrag, den Stand der Zweisprachigkeit im Kanton Bern darzustellen und konkrete Vorschläge für deren Entwicklung auszuarbeiten.

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