Fast mehr verletzte und angeschlagene Spieler als gesunde

Vor den Spielen in dieser Woche gegen Katar und Belgien hat der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic fast mehr verletzte und angeschlagene Spieler als gesunde.

Aus diesem Grund fordert Petkovic die UEFA und die FIFA auf, sich wegen solcher Missstände grundsätzliche Gedanken zu machen.

Die Szene im Konferenzsaal im Untergeschoss des Hotels Villa Sassa in Lugano hatte etwas Skurriles. Nationalcoach Vladimir Petkovic sprach am runden Tisch zu einem Dutzend Medienvertretern und zählte eine endlos scheinende Reihe von Spielern auf, die angeschlagen oder verletzt ins SFV-Camp eingerückt sind. Timm Klose kämpft mit Knöchelproblemen und Ricardo Rodriguez zwickt es an den Adduktoren. Fabian Schär hat das Nasenbein gebrochen und Djibril Sow einen Schlag bekommen.

Petkovic erwähnte auch die Spieler, die erst gar nicht angereist sind wegen Verletzungen: Stephan Lichtsteiner, Manuel Akanji, Roman Bürki, Admir Mehmedi oder Johan Djourou. Und er sprach von der Hoffnung, dass wenigstens Breel Embolo rechtzeitig fit wird, wenigstens für das Spiel gegen Belgien am Sonntag. Es gebe gerade einen Untersuch im Spital. Da legt der Pressechef des Verbandes Petkovic einen Zettel hin. Darauf stehen ein paar Worte: Embolo, MRI, Fuss, Bruch. Petkovic schluckt einmal leer und verkündet: "Also, Embolo ist auch nicht dabei."

Experimente statt Feinschliff

Petkovic ist nicht zu beneiden. Er wollte in dieser Woche mit dem Testspiel am Mittwoch gegen Katar in Lugano und dem letzten Spiel in der Nations League am Sonntag gegen Belgien in Luzern die Phase der Neuausrichtung abschliessen. Er wollte Erkenntnisse bestätigt sehen, die er aus den ersten vier Partien des Herbstes gewonnen hatte, bevor nach dem Spiel gegen Belgien "ein Strich gezogen" würde und "die Basis für die Zukunft" gelegt sein sollte. Stattdessen ist Petkovic nun gezwungen, mehr zu experimentieren, als ihm im Sommer vorgeschwebt war, als er von einem Herbst "der neuen Ideen und der Weiterentwicklung" sprach.

Der Nationalcoach will sich nicht beklagen und sagt von sich: "Ich bin immer optimistisch." Und: "Wir dürfen uns nicht zu viele Sorgen machen." Doch zufrieden ist Petkovic an diesem Nachmittag nicht. Wegen der Flut der Absagen. Aber auch ganz allgemein wegen seiner Situation als Nationaltrainer. Er und seine Amtskollegen müssen sich vorkommen wie das fünfte Rad am Wagen der Fussball-Unterhaltungsindustrie. Wenn nämlich die Nationaltrainer mit ihren Auswahlen zur Arbeit schreiten, ist irgendwie gerade immer ein schlechter Zeitpunkt. Im September sind die Spieler noch nicht in Form, weil die Meisterschaft eben erst begonnen hat. Im November sind sie verletzt, angeschlagen oder müde, weil sie im Klub während Wochen alle drei Tage im Einsatz gestanden sind. Im März stehen die Spieler bei ihren Vereinen vor entscheidenden Wochen. Meisterrennen, Abstiegskampf, Champions-League-Endphase. Und im Juni ist das Nationalteam ohnehin oft eine lästige Pflicht. Schliesslich wurde die Saison im Klub dann nach über 50 Spielen gerade erst abgeschlossen, und die Spieler sehnen sich nach Ferien.

"Kapazität ist nicht unendlich"

Deshalb richtet Petkovic einen Appell an die Fussball-Mächte. "UEFA und FIFA sollen sich überlegen, was wichtig ist für die Klubs - aber auch, was wichtig ist für die Nationalmannschaften." Er könne die Klubtrainer verstehen, die ihre wichtigen Spieler forcieren müssten, "weil sie wie ich als Nationalcoach auch eine Struktur und eine feste Organisation im Team brauchen". Aber: "Die Kapazität der Spieler ist nicht unendlich." Breel Embolo ist nicht verletzt, weil er am Sonntag einen Schlag auf den Fuss bekommen hat. In einem Fall wie seinem sprechen die Ärzte rasch einmal von einem Ermüdungsbruch.

Am oberen Limit spielen in ihren Klubs etwa Manuel Akanji, Ricardo Rodriguez und Granit Xhaka. Akanji hat nach (scheinbar) überstandenen Hüftproblemen in der letzten Woche in der Bundesliga und in der Champions League innerhalb von sieben Tagen drei Mal 90 Minuten gespielt - und fällt nun wegen erneuter Hüftschmerzen aus. Rodriguez stand bei Milan in den drei Wochen seit dem letzten Nationalteam-Termin in sechs von sieben Spielen in der Serie A und in der Europa League während 90 Minuten auf dem Platz - und reiste nun mit Adduktorenproblemen nach Lugano. Und Granit Xhaka wurde bei Arsenal im gleichen Zeitraum in Meisterschaft und Europacup in fünf von sechs Spielen forciert. Wenigstens er ist gesund im Tessin angekommen.

Nobelpreise

Wissenschaftliche Nobelpreise in Stockholm übergeben

17:55
Telekommunikation

Grösster US-Mobilfunker Verizon streicht 10 400 Jobs

17:44
Brexit

Abstimmung zu Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus verschoben

16:39
Brexit

May verschiebt Brexit-Abstimmung im Unterhaus

16:39
Italien

Stolpersteine zum Gedenken an Nazi-Opfer in Rom gestohlen

16:24
CH-Kinocharts Wochenende

"The Grinch" hält die Spitze vor "Fantastic Beasts"

15:50
Klima

An Kälte gewöhnte Bäume vertragen Trockenheit schlecht

15:21
Prozess

Flüchtlingshelferin Lanz wegen Schleppertätigkeit verurteilt

15:11
Nobelpreise

Murad und Mukwege nehmen Friedensnobelpreis in Oslo entgegen

14:14
Russland

Russlands schlimmster Serienmörder tötete fast 80 Frauen

13:57
Wintereinbruch

Zweithöchste Lawinengefahr - Samnaun nicht erreichbar

13:15
Bundesrat

Schweiz erhält erstmals eine Verteidigungsministerin

12:16
Bundesrat

Im Bundesrat kommt es zur Departementsrochade

12:16
Uno-Klimakonferenz

Schweiz landet im Klimarating auf Rang 9

12:13
Bergwandern

Zwei Wanderer am Brienzer Rothorn aus dem Schnee gerettet

11:45
Weinbau

Keine neuen Fälle von Goldgelber Vergilbung im Wallis

11:29
Börsen

Investoren-Umfrage weckt Erinnerungen an Vorkrisenjahr 2007

11:11
Kunst und Politik

"Wie in 30ern": Stimmung in Europa ängstigt Ai Weiwei

11:08
Künstliche Intelligenz

Doktorand aus Singapur gewinnt ETH-Wettbewerb mit Enten-Taxis

10:52
Tourismus

Berggasthaus Äscher bleibt in Appenzeller Hand

10:45
Migration

Staatengemeinschaft billigt in Marokko Uno-Migrationspakt

10:31
Fahrzeugindustrie

Im November wurden weniger neue Autos zugelassen als im Vorjahr

10:24
Verkehr

Schweizer Personenverkehr steigt seit 2000 um einen Drittel

10:22
Vierfachmord Rupperswil

Aargauer Obergericht entscheidet über Verwahrung von Vierfachmörder

10:19
Digitalisierung

Weltwirtschaftsforum sieht digitale Welt vor Krise

10:17
National League

Jason Fuchs fehlt Biel rund sechs Wochen lang

09:58
Konjunktur

Proteste dämpfen französische Konjunktur

09:48
Fernsehen

Luzerner Tatort: Geiselnahme zwischen zwei Welten

09:36
Brexit

EuGH: Grossbritannien könnte Brexit noch stoppen

09:30
Fahrzeugindustrie

Ex-Nissan-Chef Ghosn und Konzern in Japan angeklagt

08:22
Fahrzeugindustrie

Anklage gegen Automanager Ghosn und gegen Nissan erhoben

08:22
Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote steigt im November leicht an

07:51
Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote steigt im November leicht auf 2,5 Prozent

07:51
Pharma

Roche bekommt neuen Pharmachef

07:37
NHL

Nico Hischier bucht einen Skorerpunkt und verliert

06:58
Tierwelt

Australien trauert um berühmtestes Känguru Roger

06:34
Deutschland

Deutsche Bahn stellt wegen Streiks landesweit den Fernverkehr ein

05:15
Deutschland

Landesweiter Bahn-Warnstreik in Deutschland angelaufen

05:15
Klima

Nationalrat sagt Nein zu CO2-Abgabe auf Flugtickets

05:00
Klima

Nationalrat entscheidet über Benzinpreis und Flugticketabgabe

05:00
Fall Khashoggi

"Ich bekomme keine Luft": TV veröffentlicht Khashoggis letzte Worte

04:27
Australien

Strengere Aufsicht für Google und Facebook in Australien gefordert

04:16
Migration

Bericht: Social Bots machten im Netz Stimmung gegen Migrationspakt

02:57
Deutschland

Polizei-Grosseinsatz bei Hochzeit von Familienclans im Ruhrgebiet

01:50
Industrie

Huawei-Finanzchefin fürchtet um ihre Gesundheit in U-Haft

01:08
Allgemeines

Schurter der Perfektionist, Ryf die Ungeschlagene

00:35
Peru

Wegen Korruptionssumpf: Peruaner stimmen für Verfassungsreform

00:17
Syrien

Uno bringt Hilfslieferungen von Jordanien nach Syrien

00:05
USA

Trumps Wunschkandidat für Stabsführung sagt ab

23:58
Südamerika

Vierter Triumph von River Plate in der Copa Libertadores

23:17
Armenien

Partei von Armeniens Regierungschef liegt bei Parlamentswahl vorn

23:04
Fall Khashoggi

Saudi-Arabien will Verdächtige nicht ausliefern

21:53
Sports Awards

Nino Schurter und Daniela Ryf Sportler des Jahres

20:35
Sports Awards

Daniela Ryf zum zweiten Mal Sportlerin des Jahres

20:35
Sports Awards

Eishockey-Nati Mannschaft des Jahres

20:35