Ein Pflichttermin für die Schweiz mit der Weltnummer 96

Die Schweiz spielt am Abend in Lugano gegen den nächsten WM-Gastgeber Katar. Es geht um eine UEFA-Doktrin, eine Anfrage aus dem Morgenland und ein organisatorisch-logistisch lukratives Gegengeschäft.

Am Dienstag wurden die Menschen im Tessin überrascht. In der Schweizer Sonnenstube schien... die Sonne. Erstmals seit dem 26. Oktober und nach fast drei Wochen Dauerregen. Beim Schweizer Verband haben sie deshalb die Hoffnung, dass das Testspiel gegen Katar im Stadio Cornaredo von Lugano doch auf einem bespielbaren Rasen über die Bühne gehen kann.

Der Platz hatte gerade nach dem letzten Meisterschaftsspiel des FC Lugano am vergangenen Samstag gar nicht mehr gut ausgesehen. Die Nationalteams der Schweiz und aus Katar haben deshalb in den letzten Tagen nur auf Nebenplätzen trainiert. "Eine vertiefte Arbeit mit dem Team ist so nicht möglich", sagte der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic.

Das Spiel gegen den WM-Gastgeber von 2022 scheint nicht nur wegen dieser meteorologischen Rahmenbedingungen etwas sonderbar. Man kann sich fragen, weshalb die Schweiz vier Tage vor dem Gruppen-Final in der Nations League gegen den WM-Dritten Belgien überhaupt ein Testspiel ins Programm aufgenommen hat. Zumal gegen einen wenig zugkräftigen Widersacher wie die Nummer 96 im FIFA-Ranking.

Die UEFA bestimmt

Antwort 1: Die UEFA verpflichtete alle Verbände, sämtlich sechs Länderspieltermine in diesem Herbst wahrzunehmen. Vier Mal spielt(e) die Schweiz in der Nations League, zweimal musste sie Testspiele vereinbaren. Antwort 2: Wegen der Nations League ist die Auswahl an Gegner aus Europa stark eingeschränkt. "Wir waren froh über die Anfrage von Katar, das gegen uns ein Spiel austragen wollten", erklärte SFV-Medienchef Marco von Ah.

Die Anordnung der UEFA sorgte nicht nur in der Schweiz für eine sonderbare Testspiel-Konstellation. Deutschland zum Beispiel trat im September zu einem Länderspiel gegen Peru an, und Italien testet am kommenden Dienstag im belgischen Genk gegen die USA. Es sind Spiele, die eigentlich keiner braucht.

Die Schweiz hat mit dem katarischen Verband immerhin ein Gegengeschäft ausgehandelt, das ihr in ein paar Jahren einen Vorteil bringen könnte. Vor der WM 2022 kann sie in Katar ein Testspiel bestreiten. Das ist dann ideal, wenn sich die Schweiz für diese Endrunde qualifizieren sollte; sie könnte dann die durchaus speziellen klimatischen und organisatorischen Bedingungen am Golf im Rahmen einer Trainingswoche inklusive Testspiel kennenlernen.

Katar ohne Legionäre

Vorerst schliesst die Schweizer Mannschaft Bekanntschaft mit dem Nationalteam des nächsten WM-Gastgebers. Petkovic spricht von einem "Team mit Zukunft, das schon lange zusammenspielt und sich stetig verbessert hat". Die Auswahl des spanischen Trainers Felix Sanchez spielt sich allerdings mit wenig Konstanz durch die Zeit. 2018 gab es Siege gegen Irak, Ecuador und China. In den Jahren zuvor errang Katar sogar Erfolge gegen Südkorea und Russland. Dazwischen setzte es aber auch Niederlagen ab gegen Liechtenstein oder Curaçao.

Katar ist bemüht, im Hinblick auf 2022 eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Der Prozess kommt anderweitigen Beteuerungen zum Trotz aber bestenfalls schleppend voran. Nach der WM-Vergabe vor acht Jahren hiess es aus dem Bewerbungskomitee, bis zur Endrunde 2022 würden Katarer in der Premier League und in der spanischen Liga spielen. Umgekehrt würden europäische Talente zu katarischen Profiklubs wechseln.

Zumindest im Herbst 2018 sieht die Realität anders aus. Zum Team, das in die Schweiz reiste, gehört kein einziger Legionär. Im erweiterten Kader Katars findet sich ein Spieler von einem ausländischen Verein. Dieser ist bei Vissel Kobe in Japan engagiert. Und die jungen europäischen Talente in der katarischen Meisterschaft? Aktuell heissen die Spieler aus dem Abendland in der Qatar Stars League Wesley Sneijder, Nigel de Jong, Gabi oder Xavi. Sie sind zwischen 33 und 38 Jahre alt.

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