Merkel-Vertraute mit viel Polit-Erfahrung erklimmt CDU-Thron

Annegret Kramp-Karrenbauer hat die besten Chancen, nächste Kanzlerkandidatin der Union zu werden. Die neue CDU-Chefin hat wie ihre zwei Konkurrenten ein Mammutprogramm absolviert, um für sich zu werben.

Dabei kämpfte die frühere saarländische Ministerpräsidenten vor allem gegen den von Gegnern genährten Eindruck, sie sei eine "Mini-Merkel" und stehe für ein "Weiter So". Dabei gilt Kramp-Karrenbauer als Merkel-Vertraute.

Sie hält dagegen, dass sie ihr eigenes Profil habe. Sie setzte andere Akzente und demonstrierte etwa in der Flüchtlingspolitik Härte, indem sie die Abschiebung von Straftätern nach Syrien in Erwägung zog. Aber sie setzte sich bewusst nicht von Merkel ab, die beim Parteitag zum Abschied als CDU-Chefin minutelange Standing Ovations erhielt.

Kramp-Karrenbauer kann reichlich persönliche Erfolge vorweisen. 18 Jahre gehörte sie der Regierung im Saarland an. Im Jahr 2000 wurde sie dort die erste Innenministerin der Bundesrepublik. Sie führte das Ressort bis 2007. Anschliessend leitete sie das Bildungsministerium, das Arbeits- und Familienressort sowie das Justizministerium. 2011 wurde sie Ministerpräsidentin des an Frankreich grenzenden Bundeslandes.

Keine fünf Monate später sorgte Kramp-Karrenbauer für einen Paukenschlag und beendete am 6. Januar 2012 die Jamaika-Koalition an der Saar wegen interner Personalquerelen bei den Liberalen. Sie verkündete den Rauswurf ausgerechnet am Tag des Dreikönigstreffen der FDP - und formte danach eine grosse Koalition mit der SPD.

Nimbus einer Siegerin

Vor allem aber seit ihrer Wiederwahl im März 2017 trägt sie den Nimbus einer Siegerin. Denn Kramp-Karrenbauer war die erste, die dem scheinbar unaufhaltsamen Siegeszug des damals umjubelten SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz einen Dämpfer versetzte. Sie holte bei der Landtagswahl überraschend 40,7 Prozent für die CDU und konnte ihre grosse Koalition an der Saar fortsetzen. Die AfD schaffte es anders als in anderen Bundesländern nur auf 6,2 Prozent.

Nach den langwierigen Koalitionsverhandlungen im Bund entschied sich Kramp-Karrenbauer Anfang diesen Jahres, als CDU-Generalsekretärin nach Berlin zu wechseln. Bei einem Parteitag im Februar wurde sie mit überragenden 98,9 Prozent der Stimmen in dieses Amt gewählt. Spätestens seitdem galt sie als mögliche Nachfolgerin von Merkel.

Wie viele saarländische CDU-Politiker wird Kramp-Karrenbauer eher dem linken Flügel der Partei zugerechnet. Die Mutter von drei Kindern zeichnet ein unprätentiöser Pragmatismus aus. Ihren Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern beschrieb sie selbst mit den Worten: "Profunde Kenntnis der Partei, 18 Jahre Regierungserfahrung, Erfahrung in schwierigen Wahlkämpfen und wie es sich anfühlt, mit 40 Prozent zu gewinnen."

Keine Scheu vor Auseinandersetzungen

Auseinandersetzung mit ihren Konkurrenten scheute sie nicht. Die Äusserung von Friedrich Merz, die CDU habe den Aufstieg der Rechtspopulisten achselzuckend hingenommen, kritisierte sie scharf. Unter anderem sprach sie sich für einen Diesel-Bussgeld-Fonds aus. Zudem entfachte sie eine Debatte mit der Forderung, in der Ukraine-Krise europäische und amerikanische Häfen für russische Schiffe aus der Krim-Region zu schliessen.

In der Flüchtlingspolitik gehört Kramp-Karrenbauer mit ihrer Erfahrung im Grenzland zu Frankreich zu den Befürwortern der Politik Merkels und warnte vor Grenzschliessungen innerhalb des Schengenraums.

Die klar proeuropäisch ausgerichtete Saarländerin ist zudem gegen eine völlige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. Immer wieder zitiert wurden in jüngster Zeit ihre Äusserungen aus dem Jahr 2015.

Spahn fühlte sich persönlich verunglimpft

Damals hatte sie zur Begründung gegen die Gleichstellung gesagt, dass dann auch Forderungen nach einer "Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen" nicht ausgeschlossen werden könnten. Vor allem Mitbewerber Jens Spahn, der mit einem Mann verheiratet ist, zeigte sich von den Bemerkungen persönlich verunglimpft.

Dass Kramp-Karrenbauer gut mit einer Kanzlerin Merkel zusammenarbeiten wird, ist zu erwarten. Gleichwohl hat sie angekündigt, dass sie an der Spitze der Partei ein neues Kapitel aufschlagen will. So hat sie den Mitgliedern der CDU etwa grösseren Einfluss auf die Regierungsarbeit versprochen. Zu oft seien in den vergangenen Monaten politische Entscheidungen gefallen, die anschliessend von der Partei mit mehr oder weniger Widerstand akzeptiert worden seien.

Astronomie

Stern lässt nahen Planeten verdampfen

16:00
Auszeichnungen

Rock and Roll Hall of Fame: The Cure und Def Leppard unter Neuen

15:31
Verkehr

Erstmals seit langem sinkt die Nutzung des Strassen-öVs

15:23
Umweltschutz

165'512 Unterschriften gegen Insektensterben gesammelt

14:36
Sportunfall

Neunjähriger stirbt beim Klettern in Berner Sporthalle

14:12
National League

Earl wechselt Ende Saison von Biel zu den SCL Tigers

13:58
Banken

EZB steckt nur noch bis Ende 2018 frische Milliarden in Anleihen

13:50
Jemen

Uno: Konfliktparteien im Jemen vereinbaren Waffenruhe für Hodeida

13:50
Kunstausstellung

Brillante Kokoschka-Retrospektive im Kunsthaus Zürich

13:44
Frankreich - Terrorismus

Weiteres Todesopfer nach Anschlag am Strassburger Weihnachtmarkt

12:59
Uno-Klimakonferenz

Arme Staaten mit bitterer Bilanz der Klimapolitik: Nichts erreicht

12:39
EU Gipfel - Brexit

EU-Erklärung enthält bisher kaum Zugeständnisse an May

12:25
Lebensmittel

In Appenzell Innerrhoden leben sechs mal mehr Hühner als Menschen

12:08
Risikosport

Französischer Basejumper im Lauterbrunnental abgestürzt

12:08
Solothurner Filmtage

Sinnsuche in Solothurn: Die Filmtage werden spirituell

12:04
Solothurner Filmtage

Filmtage: Ganz grosse Namen fehlen im "Prix de Soleure"-Wettbewerb

12:04
Vierfachmord Rupperswil

Aargauer Obergericht bestätigt ordentliche Verwahrung

11:55
Vierfachmord Rupperswil

Ordentliche Verwahrung von Vierfachmörder von Obergericht bestätigt

11:55
Vierfachmord Rupperswil

Obergericht AG bestätigt Urteil von Lenzburg

11:49
Vierfachmord Rupperswil

Beide Gutachter verneinen dauerhafte Untherapierbarkeit

11:42
Arbeit

Treue der Schweizer zu ihrem Unternehmen zahlt sich nicht aus

11:20
Verkehr

Erstmals seit langem sinkt die Nutzung des öffentlichen Verkehrs

10:57
Schneesport

Technische Beschneiung von Skigebieten läuft derzeit auf Hochtouren

10:41
Tourismus

Airbnb muss Stadt München Daten illegaler Ferienwohnungen nennen

10:13
Strassenverkehr

Idee gegen Stau: Fahrtzeiten auf Spezialspur reservieren

09:52
Konjunktur

KOF passt BIP-Prognose für 2018 und 2019 etwas nach unten an

09:47
Transport

Fahrdienst Uber Black bleibt in Deutschland verboten

09:43
Fahrzeugindustrie

Neue SUVs und Plug-in-Hybride steigern BMW-Absatz

09:27
Konjunktur

Produzentenpreise fallen im November leicht tiefer aus

09:23
Bundeshaushalt

Parlament korrigiert Überschuss im Budget 2019 leicht nach unten

09:02
Bundeshaushalt

Nationalrat verweigert Mittel für zehn zusätzliche Stellen bei EFK

09:02
Banken

Credit-Suisse-Manager kaufen eigene Aktien

08:57
Tourismus

Tui steckt heissen Sommer weg - Kreuzfahrten treiben Gewinn

08:16
Basketball

Deutlicher Sieg von Utah Jazz gegen Miami

07:56
Sparprogramm

GAM will 2019 konzernweit rund 10 Prozent der Stellen streichen

07:15
Europa League

Ludogorez lässt FCZ hoffen

06:30
Türkei

Mindestens neun Tote bei Zugunglück in türkischer Hauptstadt Ankara

06:03
Türkei

Tote und Verletzte bei Zugunglück in Ankara

06:03
Türkei

Tote und Verletzte bei Zugsunglück in Ankara

06:03
Türkei

Viele Verletzte bei Unglück mit Hochgeschwindigkeitszug in Ankara

06:03
Türkei

Mehrere Verletzte bei Unglück mit Hochgeschwindigkeitszug in Ankara

06:03
Gesundheit

Report: Leben von 1,7 Millionen Neugeborenen können gerettet werden

06:00
Urheberrecht

Nationalrat will alle Fotografien urheberrechtlich schützen

05:00
Urheberrecht

Nationalrat nimmt Modernisierung des Urheberrechts in Angriff

05:00
Snowboard

Nevin Galmarini der Favorit in der WM-Saison

05:00
Telekomausrüster

China bestätigt Festnahme eines zweiten Kanadiers

03:57
Telekomausrüster

Möglicherweise zweiter Kanadier in China festgenommen

03:57
Champions League

Marco Wölfli, der Mann für die grossen Abende

02:29
Syrien

USA kritisieren geplante türkische Militäroffensive gegen Kurden

01:47
Armee

Armeechef erwartet mit neuer VBS-Chefin mehr Sachlichkeit

01:04
Champions League

Hoarau schiesst YB zum ersten Sieg in der Champions League

22:55
Brexit

Theresa May gewinnt die Misstrauensabstimmung

22:03
Italien

Italien macht beim Budget Zugeständnisse

21:23
Champions League

Lyon holt sich das letzte Achtelfinal-Ticket

20:58
Champions League

Real Madrid daheim deutlich geschlagen

20:58
Attentat

Chérif Chekatt hat ein langes Vorstrafenregister

20:54
Uno-Klimakonferenz

Leuthard kämpft an Uno-Klimakonferenz für verbindliche Regeln

19:19
USA

Trumps Ex-Anwalt Cohen zu drei Jahren Haft verurteilt

18:16
Ski alpin

Zwei Schweizer Europacup-Siege in St. Moritz

18:03
Flüchtlinge

National- und Ständerat einigen sich beim Heimatreiseverbot

16:37
Internationaler Handel

EU-Parlament ebnet Weg für bislang grösstes Freihandelsabkommen

16:27
Haustiere

Schäferhund beisst in Malters einen Knaben und dessen Chihuahua

16:22