Ein Dauerbrenner "alter Schule" denkt nicht ans Aufhören

Zum 47. Mal geht in diesen Tagen in Alaska mit dem Iditarod das bekannteste Schlittenhunderennen der Welt zu Ende.

Mittendrin befindet sich der Schweizer Auswanderer Martin Buser, der an dieser "Ironman-WM" des Schlittenhundesports längst zum Inventar zählt.

Der gebürtige Winterthurer mit US-Pass beendet am Freitag Schweizer Zeit das längste und prestigeträchtigste Schlittenhunderennen der Welt zum 34. Mal in Folge und zum 36. Mal insgesamt. Beides sind Rekordmarken für das Iditarod. Der knapp 61-jährige Schweizer Auswanderer erreicht in diesem Jahr den Zielort im Bereich der Top 25 im Feld von 52 gestarteten Teams.

Sieger Peter Kaiser war bei anspruchsvollen Verhältnissen mit viel Weich-Schnee rund zwei Tage vorher im Ziel. Neun Tage, zwölf Stunden und 39 Minuten nach dem Start in Anchorage erreichte Kaiser das rund 1850 Kilometer entfernte Nome, eine ehemalige Goldgräber-Hochburg am Beringmeer.

Siegender Eskimo - Frau im 3. Rang

Der 31-jährige Kaiser sorgte für den fünften Triumph eines Ureinwohners. Als erster Yupik, einer Gruppe der Eskimo, realisierte der zweifache Familienvater den Triumph im prestigeträchtigsten Schlittenhunderennen der Welt. Dafür kassierte er unter anderem eine Siegprämie von 50'000 Dollar.

Mit Jessie Royer folgte die erste Frau bereits im 3. Rang. Sie erreichte das Ziel mit elf Huskys und damit deren drei mehr als die beiden erstklassierten Männer. Die 2006 verstorbene Susan Butcher war als Frau mit vier Iditarod-Triumphen gar eine Ikone dieses Sports.

Ein anderer "Hall of Famer" ist Martin Buser, der ebenfalls vier Mal triumphierte. Er gewann das Iditarod 1992, 1994, 1997 und 2002 (in damaliger Rekordzeit, die neun Jahre hielt) und war unter anderem dreimal Zweiter. 2002 war er der erste Musher, der das Iditarod in weniger als elf Tagen zurücklegte. Auch wenn er nicht mehr mit der Spitze mithalten kann, denkt Buser nicht ans Aufhören.

"Mit 75 zum 50. Mal am Iditarod"

"Mit 75 zum 50. Mal das Iditarod zu bestreiten", gab er unlängst via Facebook als seine langfristige Zielsetzung an. Buser machte auch im diesjährigen Iditarod ausgiebigere Pausen als seine Konkurrenten, um seine Hunde zwischen den Checkpoint dafür schneller laufen zu lassen. Doch auch für ihn selbst sind die Pausen wichtig, "denn ich bin das klar schwächste Teil des Teams", sagt Buser.

Ein bisschen "Old School" hat sich Buser auch dahingehend erhalten, dass er nicht ständig mit einem Handy auf dem Trail erreichbar ist. Ein solches leiht sich der Iditarod-Dauerbrenner eher kurz mal aus. Längst kann das Vorankommen der Musher mit GPS-Tracking verfolgt werden. Ansonsten müssen die Iditarod-Schlittenhundeführer für Notrufe noch ein Satelliten-Telefon mitführen.

Buser lebt seit 1979 in Alaska. Seit 2002 ist der in Big Lake beheimatete Buser amerikanisch-schweizerischer Doppelbürger. Einer seiner beiden Söhne (Rohn) absolvierte das Iditarod bereits mehrfach. Ausserhalb der Saison verdient Buser sein Geld unter anderem als Motivations-Speaker. Aus der Schweiz vermisst Buser nur noch den Gruyère-Käse, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA festhielt.

Auch Huskys können streiken

Umstritten ist das Iditarod wegen Todesfällen von Vierbeinern. Und deshalb schon lange ein Dorn im Auge der Tierschützer. "Weltweit sterben zigmal mehr Hunde wegen Vernachlässigung und Mangel an Bewegung. Und niemand beschwert sich", sagt dazu Iditarod-Rekordsieger Rick Swenson (5 Triumphe).

In diesem Jahr musste der zwischenzeitliche Leader Nicolas Petit knapp 300 Kilometer vor dem Ziel aufgeben, weil seine Huskys sich plötzlich geschlossen weigerten, das Rennen fortzusetzen. Nach einer fünfstündigen Zusatzrast musste der gebürtige Franzose einsehen, dass keine Renn-Fortsetzung möglich ist.

Petit blieb nichts anderes übrig, als seine sowohl physisch als auch mental ausgepowerten Hunde mit einem Schneemobil in die nächstmögliche Unterkunft zu lotsen. Bilder vom erschöpften Team lösten entsprechende Debatten aus. Beobachter vor Ort mutmassten, dass Petit seinen Vierbeinern auf dem Weg nach Nome zu wenig Erholung gewährte. Libby Riddles, die 1985 als erste Frau das Iditarod gewann, betonte: "Der Fall zeigt, dass dieser Sport ein enormes Mass an Feingefühl und Balance erfordert, die Hunde happy zu halten und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu sein."

Enormer Energieverschleiss

Das Iditarod ist denn auch ein enorm substanzzehrender Wettkampf durch raue Natur: Die Teams werden bei klirrender Kälte beispielsweise mit Schneewirbelstürmen oder brüchigem Eis bei Gewässer-Überquerungen konfrontiert. Von besonderem Wert sind Leithunde, die keine Angst vor endlos scheinenden Flächen haben.

Ein Iditarod-Vierbeiner verbrennt an Renntagen bis zu 15'000 Kalorien; das ist ein bedeutend höherer Energieverschleiss, als ein Radprofi in einer Pyrenäen-Etappe der Tour de France verzeichnet. Mit fettreicher Fischsuppe (Lachs) und anderen Köstlichkeiten werden die Energiespeicher der Vierbeiner unterwegs wieder gefüllt.

Die besten Iditarod-Musher haben mindestens 60 Huskies in ihren Kennels, maximal 16 dürfen am Start in Anchorage eingespannt werden; die teilnehmenden Vierbeiner werden Gesundheitstests und Dopinguntersuchungen unterzogen. Unterwegs reduziert sich ein Team laufend, aus taktischen oder gesundheitlichen Gründen werden an den Checkpoints Teammitglieder den Veterinären überlassen oder von diesen aus dem Rennen genommen.

Das Iditarod findet in Erinnerung an eine Schlittenhunde-Expedition 1925 statt, bei der Impfstoffe nach Nome gebracht wurden, um einen Diphtherie-Ausbruch zu stoppen.

Armee

Amherd offen für eine Frau an der Spitze der Armee

06:55
Ausschreitungen

Unbekannte setzen Barrikaden rund um Berner Reithalle in Brand

06:05
Presseschau

Unschuldig Weggesperrte und falsche Instagram-Follower den Sonntagszeitungen

05:29
Kantonale Wahlen LU

Neueinzug oder Abwahl - Luzern wählt zwei Regierungsräte

05:00
Vor Schweiz - Russland

Fischer: "Russland hat mehr Waffen als Schweden"

05:00
Eidg. Abstimmung

Stimmvolk entscheidet über Unternehmenssteuern und Waffen

04:45
Unternehmenssteuern

SP will Wettbewerb bei Firmensteuern mit Initiative einschränken

02:46
Flugzeugabstürze

Boeing räumt Fehler in Flugsimulationssoftware für 737 MAX ein

02:33
Golf

Brooks Koepka vor seinem vierten grossen Triumph

01:44
Brexit

Britische Regierungschefin verspricht "kühnes" neues Brexit-Paket

01:40
ESC 2019

Platz 4: Luca Hänni holt die Schweiz aus dem ESC-Sumpf

01:05
ESC 2019

Niederlande gewinnen ESC, Schweiz schafft es auf Platz 4

01:05
ESC 2019

ESC 2019: Niederlande gewinnt, Schweiz auf dem 4. Platz

01:05
Todesfall

Rugby-Spieler stirbt während des Spiels in Yverdon-les-Bains VD

23:52
Nationalteam

Übermut und ungenügendes Powerplay

23:43
Auszeichnung

"Der nackte König" gewinnt Hauptpreis am Münchner Dokfilm-Festival

23:00
Schweden - Schweiz 4:3

Schweden bleibt für Eisgenossen das Rote Tuch

22:34
USA

Biden wirbt in Rede für Einheit und attackiert Trump

22:23
Europawahl

Merkel und Weber stellen sich in Zagreb gegen Nationalismus

22:10
Reiten

Martin Fuchs gewinnt den Grand Prix in Madrid

22:04
ESC 2019

Da Finale des 64. Eurovision Song Contest hat begonnen

21:21
Österreich

Kanzler Kurz kündigt vorgezogene Neuwahl in Österreich an

19:59
England

Gala von Manchester City im Cupfinal

19:56
ATP/WTA Rom

Rafael Nadal greift nach dem 9. Titel in Rom

17:46
Argentinien

Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner will Vizepräsidentin werden

17:45
Deutschland

Bayern München feiert siebten Meistertitel in Folge

17:29
Giro d''Italia

Ewan holt sich seinen zweiten Etappensieg im Giro

17:16
Giro d''Italia

Ewan holt sich seinen zweite Etappensieg im Giro

17:16
Wahlen 2019 ZH

Zürcher SP will ihren Ständeratssitz mit Daniel Jositsch halten

16:36
Motorrad

Lüthi trotz Sturz als Zweiter in der ersten Reihe

15:57
Grossbritannien

Royale Hochzeitsglocken in Windsor: Lady Gabriella vor dem Altar

15:28
WM 2019

Russland schlägt Lettland - Erste Niederlage für Deutschland

14:54
Österreich

In Österreich stehen die Zeichen auf Neuwahlen

14:43
Österreich

Mehrere Tausend Demonstranten fordern Neuwahlen in Österreich

14:43
Frankreich

Penélope Cruz hat zwei grosse Leidenschaften

14:19
China

China will Pandas mit App an ihren Gesichtern erkennen

14:01
Grossbritannien

Prinzessin Meghan brachte Archie in Spital zur Welt

13:53
Unfall

Fallschirmspringer bei Absturz in Baden-Württemberg getötet

13:45
Australien

Mitte-Rechts-Koalition gewinnt Parlamentswahl in Australien

13:36
Australien

Regierungslager liegt bei Parlamentswahl in Australien vorne

13:36
Landwirtschaft

Fenaco investiert 200'000 Franken gegen Landwirtschafts-Initiativen

13:07
Österreich

Strache tritt als Vizekanzler und Parteichef zurück

13:07
Australien

Enges Rennen bei Parlamentswahl in Australien

12:52
Österreich

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache tritt zurück

12:34
Eurovision Song Contest

Laut Wettbüros gewinnen die Niederlande den ESC

12:29
Grossbritannien

Umfrage: Ex-Aussenminister Johnson Favorit für Nachfolge von May

12:07
Syrien

Uno: Zehntausende fliehen vor Kämpfen in syrischer Rebellenhochburg

11:57
Australien

Hochrechnung: Labor-Opposition bei Parlamentswahl vorne

11:32
Verkehrsunfall

Töfffahrer in Vorderthal SZ tot auf der Strasse gefunden

11:20
SFV

Dominique Blanc wird Peter Gilliérons Nachfolger

11:19
SFV

Zweiter Durchgang nötig bei SFV-Präsidentenwahl

11:19
Europawahl

Europaweites Rechtsbündnis feiert "neue Ära" in Mailand

11:16
Soziale Werte

Le Pen will "Super-Fraktion" im nächsten Europaparlament bilden

11:16
Österreich

Österreichs Vizekanzler Strache gibt um 12 Uhr Erklärung ab

11:04