Caritas fordert Mittel vom Bund für Bau-Ausbildungen für Syrien

Die Schweiz soll den Aufbau im Bürgerkriegsland Syrien mit mindestens 20 Millionen Franken im Jahr für Bau-Ausbildungen unterstützen, und dies mindestens zehn Jahre lang. Das fordert Caritas Schweiz.

Das nötige Geld sei vorhanden beim Bund, schreibt Caritas in einer Mitteilung vom Donnerstag. Denn die Ausgaben der Schweiz für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit seien in den vergangenen Jahren laufend zurückgegangen, im Bereich Flüchtlinge um fast 400 Franken.

"Geld vorhanden"

Dieses Geld müsse Aussenminister Ignazio Cassis nun vor Ort in Syrien einsetzen, aber auch in den Nachbarländern Libanon und Jordanien. Volkswirtschaftlich werde der Bau in den nächsten Jahren der allerwichtigste Sektor sein.

Millionen von Gebäuden seien nach acht Jahren Bürgerkrieg zerstört, schreibt Caritas. Wo nicht mehr täglich ums Überleben gekämpft werden müsse, würden Fragen nach Wohnen und Arbeit wichtiger. Vom EDA fordert das Hilfswerk ein Engagement für Ausbildungen auf dem Bau.

Beispielsweise könnte das EDA in Jordanien und in Libanon zusammen mit dem lokalen Gewerbe und in Absprache mit den Regierungen Kurs- und Trainingszentren aufbauen, etwa für Maurer, Zimmerleute, Sanitärinstallateure, Maler oder Elektriker. Eine Zusammenarbeit mit Schweizer Baufirmen oder dem Baumeisterverband dränge sich auf.

"Die Instandsetzung von Gebäuden ist ein grosses Bedürfnis", sagte Martin Flügel, Leiter Politik und Public Affairs bei Caritas, laut Redetext an einer Medienkonferenz in Bern. Viele junge Leute in Syrien und auch in Jordanien und Libanon hätten wegen des Syrienkrieges keine Ausbildung und zum Teil nicht einmal die Schule abgeschlossen.

Viele ohne Ausbildung

Viele Berufsleute, die vor dem Krieg Gewerbebetriebe führten und auch Lehrlinge ausbildeten, fehlten, sagte Flügel. Sie seien getötet worden oder geflüchtet. Die industrielle Produktion sei zusammengebrochen. "Der Arbeitsmarkt strukturiert sich neu."

Ausbildungen auf dem Bau könnten den Menschen in Syrien nicht nur helfen, ihre Häuser wieder instand zu setzen, sondern gebe ihnen auch Perspektiven und für Jahrzehnte Arbeit und Einkommen.

Caritas plant zur Erweiterung der bisherigen humanitären Hilfe praxisnahe Trainings, mit der Möglichkeit, sofort Geld zu verdienen. Vor Ort vorhandenes Know-how soll einbezogen werden. Ebenso will Caritas Hand bieten für den Aufbau von Betrieben, etwa mit Beiträgen oder Krediten für die Anschaffung von Werkzeug und Maschinen.

Als Flüchtlinge anerkennen

Caritas stellt zu Syrien noch weitere Forderungen. Zunächst solle die Schweiz rund 8000 vorläufig aufgenommene Syrerinnen und Syrer als Flüchtlinge anerkennen und damit deren Zukunft sichern. Mit Bargeld solle der Bund zudem die Sozialhilfesysteme in den Aufnahmeländern Jordanien und Libanon unterstützen.

Investitionsbedarf sieht Caritas auch in der schulischen Grundbildung. In Syrien sind viele Schulen nach acht Kriegsjahren zerstört. In Jordanien und Libanon, wo laut Caritas über fünf Millionen registrierte Geflüchtete leben, seien die Schulsysteme überlastet.

Caritas Schweiz arbeitet seit Beginn des Bürgerkrieges 2011 in Syrien, wie Direktor Hugo Fasel laut Redetext ausführte, mit bisher mehr als 40 Millionen Franken. Das Hilfswerk leistete vor allem Nothilfe und engagierte sich für Bildungsprojekte. 11,7 Millionen in Syrien seien noch immer auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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