Die negativen Seiten des Internets bekommen schon die jüngsten Nutzer mit

Unerwünschte Pornowerbungen, brutale Gewaltvideos, anonymes Cybermobbing: Die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz fühlt sich gemäss einer neuen Studie im Internet nicht sicher. Aufhorchen lassen vor allem die Ergebnisse zu den jüngsten Internetnutzern.

Demnach wurde bereits jeder zehnte Zehnjährige Opfer von Diskriminierung im Internet, jeder zwanzigste wurde gemobbt - Buben vor allem, während sie im Netz spielten. Mit 14 Jahren hat schon jede und jeder zweite Jugendliche sexuelle Darstellungen gesehen.

Zahlreiche Kinder und Jugendliche berichten weiter, dass "fremde Personen einen anschreiben". Mit zunehmenden Alter steigen die Werte weiter an: Mit 15 bis 16 Jahren waren Jugendliche in der Schweiz schon mindestens einmal einem Risiko im Internet ausgesetzt.

Süchtig nach dem Smartphone

Die Hälfte von ihnen wurde in ihrer Privatsphäre verletzt, weil beispielsweise Informationen online gestellt wurden, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Zwei von fünf Jugendlichen wurden bereits nach sexuellen Informationen gefragt, sind also sogenannte Grooming-Opfer.

Auch das Thema Internetsucht fällt bei der Befragung negativ auf. Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen stellt eine exzessive Internetnutzung im Alltag fest. Knapp ein Viertel hat bereits erfolglos versucht, weniger Zeit im Internet zu verbringen.

Handlungsbedarf angezeigt

Die Studie "EU Kids Online Schweiz 2019" ist am Donnerstag im Rahmen des vierten Fachforums Jugendmedienschutz präsentiert worden, einer vom Bund eingerichteten nationalen Plattform zur Förderung von Medienkompetenzen. Ihr Ziel ist es, Kinder und Jugendliche sicher und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen zu lehren.

Die Resultate zeigten, "dass Kinder und Jugendliche im Umgang mit digitalen Risiken unterstützt werden müssen", heisst es in einer Mitteilung zur Studie. Im Fokus stünden von Nutzern verbreitete gewalthaltige Bilder, Hassnachrichten oder Erfahrungen in Zusammenhang mit Drogen oder anderem risikoreichen Verhalten wie Selbstverletzung, Verwendung von Waffen oder Magersucht. Der Umgang damit müsse geschult werden.

Zu wenig Zeit für Medientraining

Trotz der Herausforderungen bezüglich Datenschutz, Fake News und Radikalisierung im Netz müsse aber auch auf die Chancen, die das Internet biete, hingewiesen werden, schreibt das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Einerseits sei das World Wide Web eine Informations- und Lernquelle, anderseits eine Hilfs- und eine Unterhaltungsplattform. Das sehen gemäss der Umfrage auch die jüngsten Nutzer so.

Die Erfahrungen mit Risikosituationen und auch die positiven Aspekte der Internetnutzung könnten noch vermehrt in den Schulalltag integriert werden, folgern die Studienautoren. Die befragten Lehrpersonen unterrichteten gerne Medienthemen, sie verfügten dazu aber nicht immer über die geeigneten Lehrmittel, die erforderlichen Kenntnisse oder die nötige Zeit. Viele wünschten sich etwa sinnvolle Apps für den Unterricht.

"Sicherer Ort" als Ziel

Laut dem Fazit der Studie liefern die Ergebnisse den Fachleuten nützliche Erkenntnisse darüber, welcher Unterstützungsbedarf für junge Internetnutzerinnen und -nutzer besteht und wo die Prävention bei Familien und an Schulen ansetzen soll. Ziel sei es, "die digitale Welt zu einem sicheren und gewinnbringenden Ort für Kinder und Jugendliche zu machen".

Für die Untersuchung wurden 67 Schulklassen in der Deutsch- und Westschweiz mit total 1026 Schülerinnen und Schülern im Alter von neun bis 16 Jahren sowie deren Lehrpersonen befragt. Durch den Wechsel der Erhebungsmethode sind die Ergebnisse nicht direkt mit jenen aus dem Jahr 2013 vergleichbar.

Gesamte Studie abrufbar unter www.eukidsonline.ch

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