Wochenarbeitszeit wird kürzer und Ferien werden länger

Rund 7,9 Milliarden Stunden haben die Menschen in der Schweiz im vergangenen Jahr gearbeitet. Seit 2013 ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit kürzer geworden und die Zahl der Ferienwochen ist gestiegen.

Die wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeit-Erwerbstätigen ging von 2013 bis 2018 um fünf Minuten zurück auf 41 Stunden und 8 Minuten, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag schrieb. Nicht mitgezählt wurden Menschen, die in der eigenen Firma arbeiteten. Die jährlichen Ferien verlängerten sich im Mittel von 5,1 auf 5,2 Wochen.

Hohe Teilzeit-Quote

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz und in Island sind im Durchschnitt länger am Arbeitsplatz als ihre Kolleginnen und Kollegen in den EU- und Efta-Staaten. Der Ländervergleich gibt für die Schweiz und Island für 2018 mit 42,5 Stunden - aufgrund einer anderen Erhebungsmethode - die höchste Vollzeit-Wochenarbeitszeit an.

Dahinter folgt Deutschland mit 39 Stunden und 54 Minuten. Frankreich befand sich mit 37 Stunden und 36 Minuten am Schluss der Rangliste. In den 28 EU-Ländern lag der Durchschnitt bei 39 Stunden und 18 Minuten.

Alle Erwerbstätigen eingerechnet, zählt die Schweiz mit 35 Stunden und 48 Minuten im Jahr 2018 zu den Ländern mit der niedrigsten tatsächlichen Arbeitszeit pro Woche. In Frankreich wurde nach dieser Erhebungsmethode 35 Stunden und 54 Minuten gearbeitet und in Deutschland 34 Stunden und 48 Minuten. Grund hierfür ist der hohe Anteil Teilzeit-Erwerbstätige.

In Griechenland war die wöchentliche Arbeitszeit mit 40 Stunden und 36 Minuten am höchsten und in den Niederlanden mit 31 Stunden und 36 Minuten am tiefsten. Der Durchschnitt in den 28 EU-Ländern belief sich auf 36 Stunden und 24 Minuten.

Hohe Erwerbstätigenquote

Setzt man hingegen das Gesamtvolumen der geleisteten Arbeitsstunden ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung - mitgezählt werden alle ab 15-Jährigen - gehören Island mit 30 Stunden und 36 Minuten und die Schweiz mit 23 Stunden und 24 Minuten zur Spitzengruppe in der EU und der Efta.

Die Position der Schweiz sei auf die hohe Erwerbstätigenquote zurückzuführen, schreibt das BFS. Am unteren Ende der Liste stehen Italien mit 16 Stunden und 24 Minuten und Griechenland mit 17 Stunden. Der EU-Durchschnitt lag bei 19 Stunden und 42 Minuten.

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