Die Schweiz will einen chinesischen Forscher in die USA ausliefern

Ein chinesischer Wissenschaftler soll an die USA ausgeliefert werden. Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat einen entsprechenden Antrag gutgeheissen. Dem Mann wird Verletzung des Geschäftsgeheimnisses vorgeworfen.

Der Auslieferungsentscheid gegen den Mann sei am 12. Juli gefallen, sagte BJ-Sprecherin Ingrid Ryser am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Beschuldigte könne ab dem Zeitpunkt der Notifikation innerhalb von dreissig Tagen vor dem Bundesstrafgericht Rekurs gegen den Entscheid einlegen.

Der Beschuldigte lebt mit seiner Familie seit zwanzig Jahren in der Schweiz. Nach Angaben einer Sprecherin war er von 2008 bis 2015 beim Basler Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) angestellt.

Freilassung abgelehnt

Vor einer Woche hatte er bereits eine Niederlage vor dem Bundesstrafgericht erlitten. Dieses lehnte eine Beschwerde gegen einen Auslieferungshaftbefehl ab. Der Chinese hatte seine Freilassung beantragt, weil aufgrund seiner engen Verbindung zur Schweiz keinerlei Fluchtgefahr bestehe.

Das Bundesstrafgericht hatte das Begehren abgewiesen. Es verwies auf die bis zu zwanzig Jahre lange Freiheitsstrafe, die dem Mann in den USA drohe. Aus diesem Grund schloss das Gericht nicht aus, dass der Betroffene versuchen könnte, sich der Auslieferung an die USA zu entziehen. Ein Rekurs gegen diesen Entscheid ging gemäss BJ nicht ein.

Wirtschaftsspionage

In den USA wird bereits seit 2016 eine Strafuntersuchung gegen fünf Sino-Amerikaner geführt, denen Wirtschaftsspionage vorgeworfen wird. Zwei davon sollen als Mitarbeitende des Forschungszentrums von GlaxoSmithKline Forschungsresultate an die Firma Renopharm Inc. weitergegeben haben.

Renopharm hat einen Sitz in Delaware/USA sowie Nankin und Shanghai/China. Gegründet hatten diese Firma die beiden GSK-Mitarbeitenden und zwei weitere Beschuldigte. Ihr Ziel war die Entwicklung eines eigenen Krebsmittels.

Schwester gab Daten weiter

Bei einer der in den USA beschuldigten Personen handelt es sich um die Schwester des in der Schweiz wohnhaften Chinesen. Wie aus im Internet zugänglichen amerikanischen Gerichtsunterlagen hervorgeht, haben die Geschwister per Mail Geschäftsinformationen ausgetauscht.

Die Schwester hat sich demnach bereits vergangenes Jahr schuldig bekannt. In der Folge stellten die USA im Juli 2018 ein Gesuch zur Auslieferung ihres Bruders an die Schweiz.

Gemäss des Bundesstrafgerichts gründete der in der Schweiz wohnhafte Chinese mit zwei früheren FMI-Mitarbeitern eine eigene Firma. Die Gesellschaft ist unter anderem im Bereich der Erforschung von Wirkstoffen gegen Krebs tätig. Die US-Justiz wirft ihm vor, dank der durch seine Schwester gestohlenen Daten in der Schweiz Tests durchgeführt zu haben.

Schwimmen

Öffentliche Anhörung von Sun Yang verschoben

18:53
Filmfestival

Animationsfilm-Festival "Fantoche" blickt auf italienische Schweiz

18:08
Unwetter

Kein drittes Fahrzeug bei Unwetter von Chamoson mitgerissen

17:53
Datenschutz

Facebook-Nutzer können externe Daten von ihrem Profil entkoppeln

17:27
Türkei

Regierung verhindert Proteste gegen Bürgermeister-Entlassung

16:52
Italien

Italienischer Regierungschef Conte kündigt seinen Rücktritt an

16:11
Italien

Italienischer Regierungschef Conte kündigte seinen Rücktritt an

16:11
Verkehrsunfall

86-Jähriger stirbt nach Zusammenstoss mit Vorortszug

15:16
Berufsweltmeisterschaften

41 junge Schweizer Berufsleute kämpfen in Kasan um Goldmedaillen

14:21
Festival

Festival ZeitRäume Basel an den Schnittstellen von Raum und Klang

14:15
Waldbrand

Verheerender Waldbrand auf Gran Canaria lässt nach

14:04
Verkehr

Bund gibt 347 Millionen Franken für Unterhalt der Autobahnen aus

13:45
Klima

Klimastreik-Bewegung will politische Antworten auf Klimakrise

11:55
Raumfahrt

ExoMars: Technische Probleme könnten Mars-Rover-Mission verzögern

11:53
Wahlen 2019

SP verzichtet bei Wahlkampf-Plakaten auf Provokation

11:44
USA

Bericht: Epstein unterschrieb zwei Tage vor Tod ein Testament

11:32
Altlastensanierung

Naturschutzgebiet auf unterirdischem Tanklager am Rhein bei Eglisau

10:59
Hongkong

Hongkongs Regierungschefin signalisiert Gesprächsbereitschaft

10:35
Luftverkehr

Lufthansa will im Preiskampf um die Kurzstrecke nicht weichen

10:19
Arbeit

Stress am Arbeitsplatz hat zugenommen

09:52
Arbeitsmarkt

Schweizer Jobmotor brummt weiter

09:41
Cyberkriminalität

Cyberattacke kostet Meier Tobler ein bis zwei Millionen Franken

09:17
Uhren

Uhrenexporte legen im Juli trotz Unruhen in Hongkong zu

08:44
Bauindustrie

Implenia mit Gewinneinbruch im ersten Halbjahr

08:30
Aussenhandel

Schweizer Exporte sinken im Juli

08:21
Luftwaffe

Pilotenfehler führte 2017 zu PC-7-Absturz am Schreckhorn

08:21
Milchverarbeitung

Hochdorf schreibt Riesenverlust im ersten Halbjahr

08:09
Brand

Werftgebäude mit Booten und Fahrzeugen in Lachen bei Brand zerstört

07:24
Brand

Lachener Schulkinder wegen Bootswerftbrand teilweise schulfrei

07:24
Brand

Polizei gibt beim Brand in Lachen SZ Entwarnung

07:24
Spanien

Spanische Regierung kritisiert Salvini in Streit um "Open Arms"

07:01
Turniere im Ausland

Gehörloser Lee bezwingt Laaksonen - auch Golubic verliert

06:13
Turniere im Ausland

Laaksonen und Golubic gescheitert

06:13
Schwingen

Die zweifache einmalige Chance der Innerschweizer

04:00
El Salvador

Frau nach Totgeburt von Mordvorwurf freigesprochen

02:52
USA

Nach Aus von INF-Vertrag: US-Militär testet Marschflugkörper

02:34
Brexit

Johnson wirbt in Brief an Tusk für Brexit-Nachverhandlungen

01:25
Flüchtlinge

Italien will Migranten von "Open Arms" nach Spanien bringen

23:41
Slowakei

Ermittlungen gegen Staatsbeamte nach Journalisten-Mord

21:52
Deutschland

Lichtsteiner unterschreibt in Augsburg

20:39
Deutschland

Lichtsteiner zu Augsburg

20:39