Locarno unter Lili Hinstin: Neuentdeckungen und ein Tarantino

Mit Lili Hinstin steht zum zweiten Mal eine Frau an der Spitze des traditionsreichen Filmfestivals in Locarno. Am Mittwoch präsentierte die Französin in Bern das Programm ihrer ersten Ausgabe (7.-17.8.). Mit dabei: neue Schweizer Filme und der jüngste Tarantino-Wurf.

Letzterer sei einer der besten des Kultregisseurs, befand die neue Direktorin an der Medienkonferenz im Erlacherhof. "Once Upon a Time ... in Hollywood" mit Brad Pitt und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen dürfte derjenige Film sein, der die meisten Zuschauer auf die Piazza Grande lockt. Gezeigt wird das Werk von Quentin Tarantino, das im Mai in Cannes Premiere hatte, am Samstag, 10. August.

Eine wichtige Neuerung unter der Ägide von Lili Hinstin und damit der 72. Festivalausgabe betrifft denn auch die beliebte Piazza-Sektion. Neu laufen die jeweils zweiten Filme des Abends unter dem Titel "Crazy Midnight" und starten um Mitternacht. Die Werke sollen vor allem ein junges Publikum anlocken, wie Hinstin erklärte.

Aus Schweizer Sicht ist das Piazza-Programm eher dürftig. Natascha Beller zeigt mit "Die furchtbaren Jahre sind vorbei" ihren Debütfilm im Mitternachtsprogramm (11.8.). Die absurde Komödie ist damit der einzige Schweizer Langfilm im Programm. An der Medienkonferenz erklärte Hinstin, sie habe sich entschieden, keinen Film einzig aufgrund seiner Schweizer Herkunft auszuwählen. "Es sollen qualitative Kriterien zählen, keine diplomatischen."

Mit "O Fim do Mundo" von Basil da Cunha hat es ein Westschweizer in den internationalen Wettbewerb geschafft. Der 34-Jährige aus Morges feierte mit "Até ver a luz" 2013 erste Erfolge in Cannes. Neben da Cunhas Werk über einen jungen Kriminellen, der nach einem Knastaufenthalt in seine Heimat in Lissabon zurückkehrt, sind im Wettbewerb 16 weitere Filme etwa aus Frankreich, Südkorea oder Indonesien zu sehen. Der beste Film wird mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet.

Filmprojekt eines Schweizer Künstlerpaars

Ausserhalb des Wettbewerbs dürfte das Schweizer Publikum gespannt auf das Werk "Wir Eltern" des Regisseurs und Schauspielers Eric Bergkraut ("Citizen Chodorkowski") und seiner Lebenspartnerin, der Autorin Ruth Schweikert. Das Paar zeigt eine überaus persönliche Doku-Fiktion, in der Bergkraut sowie die drei Söhne des Paares selber mitspielen. Das Drehbuch stammt von Schweikert.

Bereits früher verkündet hatte Hinstin die Vergabe des Pardo alla carriera an den Schweizer Filmemacher Fredi M. Murer ("Höhenfeuer", "Liebe und Zufall"). Ein weiterer Ehrenleopard geht an die US-Schauspielerin Hilary Swank ("Million Dollar Baby"). Sie wird die Auszeichnung persönlich in Locarno entgegen nehmen.

Die 42-jährige Hinstin hatte die Direktion Ende des vergangenen Jahres von Carlo Chatrian übernommen, der an die Berlinale wechselte. Die gebürtige Pariserin leitete zuvor das Filmfestival in Belfort FR.

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