Iran heizt Spannungen in Golfregion mit Beschlagnahme von Tanker an

Trotz der Sorge vor einer Eskalation hat sich der Streit um die Festsetzung eines britischen Tankers durch den Iran festgefahren. Teheran verteidigte die Massnahme und heizte die Spannungen damit weiter an.

Grossbritannien kündigte nach einem Treffen des Krisenstabs zwar an, die Regierung wolle die Spannungen entschärfen. Gleichwohl prüfte London nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine "Reihe von Optionen". Der deutsche Aussenminister Heiko Maas mahnte, es gehe darum, "Krieg zu verhindern."

Auch Oman drängte Grossbritannien und den Iran zu einer diplomatischen Lösung. Man stehe mit mehreren Seiten in Kontakt, um die sichere Fahrt des Schiffs durch die Strasse von Hormus zu garantieren, twitterte das omanische Aussenministerium am Sonntag. Die beteiligten Parteien müssten jetzt Zurückhaltung üben.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten den britischen Tanker "Stena Impero" am Freitag aufgebracht, weil er gegen "internationale Schifffahrtsregeln" verstossen haben soll.

Sarif verteidigt Massnahme

Ungeachtet heftiger internationaler Kritik an der Festsetzung der "Stena Impero" in der Meerenge von Hormus blieb der Iran auf Konfrontationskurs. Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif verteidigte die Massnahme als rechtmässige Anwendung internationalen Seerechts. "Es ist der Iran, der die Sicherheit im Persischen Golf und in der Strasse von Hormus garantiert", schrieb er am Samstag auf Twitter.

Die iranischen Behörden machten die Freigabe am Sonntag von der "Kooperation" der 23-köpfigen Besatzung abhängig. Wichtig sei dabei der Zugang zu den zur Klärung "notwendigen Beweisen", erklärte der Chef der Hafen- und Schifffahrtsbehörde der iranischen Provinz Hormosgan, Allah-Morad Afifipoor.

Der Iran wirft dem britischen Tanker vor, in der Strasse von Hormus mit einem iranischen Fischkutter zusammengestossen zu sein und gegen "internationale Schifffahrtsregeln" verstossen zu haben.

Tanker mit Öl aus Iran in Gibraltar

Ausgangspunkt der jüngsten Eskalation des Konflikts ist der 4. Juli, als in den Gewässern der britischen Exklave Gibraltar der unter der Flagge Panamas fahrende Supertanker "Grace 1" mit Öl aus dem Iran an die Kette gelegt wurde. Der Vorwurf: von der EU untersagte Lieferungen an Syrien. Das Fahrverbot gilt derzeit bis zum 20. August.

"Anders als die Piraterie in der Strasse von Gibraltar dient unsere Massnahme im Persischen Golf dazu, die maritimen Regeln zu bewahren", erklärte Irans Aussenminister Sarif. Grossbritannien müsse aufhören, "ein Zubehör des Wirtschaftsterrorismus der USA" zu sein.

Sofortige Freigabe gefordert

Der Westen forderte eindringlich die sofortige Freigabe des Schiffes. Deutschland rief Teheran "nachdrücklich" auf, die "Stena Impero" und ihre Besatzung "unverzüglich freizugeben". Ähnlich äusserte sich Frankreich. Das EU-Büro für Auswärtige Angelegenheiten äusserte "tiefe Besorgnis" über die Vorgänge. Die Nato kritisierte die "destabilisierenden Aktivitäten des Iran".

Grossbritanniens Aussenminister Jeremy Hunt warnte Teheran davor, einen "gefährlichen Pfad von illegalem und destabilisierendem Verhalten" einzuschlagen. Er kündigte eine "wohlbedachte, aber robuste" Reaktion an. Ein militärisches Eingreifen schloss er zunächst aus.

Grossbritannien riet britischen Handelsschiffen vorerst davon ab, die besonders für den weltweiten Ölhandel wichtige Seestrasse zu passieren. Zudem bestellte die britische Regierung Irans Geschäftsträger in London ein.

Wunsch nach Deeskalation

Der Krisenstab der Regierung in London kam zu Beratungen zusammen. Diese hätten "den britischen Wunsch nach Deeskalation" bestätigt, erklärte Hunt auf Twitter. Er kündigte an, das Parlament am Montag über "zusätzliche Massnahmen" zu informieren, die das Land ergreife.

Die USA verurteilten das iranische Vorgehen scharf. Der Iran mache nur Scherereien, beklagte US-Präsident Donald Trump. Seine Regierung kündigte an, die US-Militärpräsenz in der Golfregion weiter zu verstärken. Erstmals seit 2003 sollen wieder US-Truppen in Saudi-Arabien stationiert werden.

Die Spannungen in der Golfregion haben sich seit dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit Teheran im Mai 2018 und der Verhängung neuer Sanktionen verschärft. Sie nahmen noch einmal zu, seit Washington vor wenigen Wochen seine Militärpräsenz in der Region unter Verweis auf eine "Bedrohung" durch den Iran verstärkte.

Die Strasse von Hormus ist ein wichtiges Nadelöhr für den weltweiten Erdöl-Handel. Durch die wird rund ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Öls befördert.

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