Weltelite gastiert an der Badminton-WM in Basel

Wenn am Montag in Basel die Badminton-WM beginnt, sind viele Augen aus Asien auf die Stadt am Rheinknie gerichtet. Die schnellste Rückschlagsportart der Welt geniesst in Fernost grosses Ansehen.

Die Faszination für die Sportart, die seit Barcelona 1992 im olympischen Programm steht, ist in den asiatischen Ländern ungleich grösser als in der Schweiz. Spieler wie der Chinese Lin Dan oder der in diesem Frühsommer zurückgetretene Lee Chong Wei aus Malaysia sind in ihrer Heimat längst zu Volkshelden aufgestiegen und verdienen mit Werbung für Luxusmarken gutes Geld. Da müssen Badminton-Spieler hierzulande kleinere Brötchen backen - das grosse Geld ruft in anderen Sportarten.

Gleichwohl ist es Swiss Badminton, der nationale Verband zählt 285 Vereine und rund 13'000 Aktive, vor etwas mehr als zwei Jahren gelungen, die internationalen Titelkämpfe in den Einzel- und Doppel-Wettbewerben zum zweiten Mal nach 1995 (in Lausanne) in die Schweiz zu holen. Übertragen wurde die Organisation den erfahrenen Machern der Swiss Open, eines der bedeutendsten Turniere weltweit, das im vergangenen März zum 29. Mal stattfand.

Schauplatz der Titelkämpfe ist wie an den Swiss Open die Basler St. Jakobshalle. Die Veranstalter, die über die ganze Turnierwoche verteilt mit 30'000 Zuschauern rechnen, scheuten dabei keinen Aufwand. Dies verwundert nicht, wenn man bedankt, dass die Fernsehbilder in rund eine Milliarde Haushalte weltweit ausgestrahlt werden.

Auch sonst liefert der Grossanlass mit rund 500 Athleten aus über 50 Ländern beeindruckende Zahlen. So wurden in der St. Jakobshalle 250 Tonnen Material verbaut. In der Arena wurde ein spezieller Sportboden verlegt, in der Halle, in der gleichzeitig die Spiele der Para-Badminton-WM stattfinden, ein extra Holzboden für die Rollstuhlfahrer. Hinzu kommen die Metallkonstruktion mit Beleuchtung, Technik und Musikanlage, eine Zusatztribüne und tausende Meter Kabel. Sportartikelhersteller Yonex stellt für die Turnierwoche ausserdem 12'000 Shuttles zur Verfügung.

Asien stellt Übermacht dar

Die Favoritenrollen bei der 25. Ausgabe der WM sind klar verteilt. In sämtlichen fünf Disziplinen belegen asiatische Athleten die vorderen Plätze der Setzliste. Im Einzel der Männer ist der japanische Titelverteidiger Kento Momota ebenso topgesetzt wie seine Landsfrau Akane Yamaguchi bei den Frauen. Dazu zählen vor allem die Athleten aus Indonesien und China zu den heissesten Medaillenkandidaten. China ist mit 179 gewonnen Medaillen die erfolgreichste WM-Nation. Alleine 65 der bislang vergebenen 120 WM-Titel gehen auf das Konto der Chinesen.

Zu den grossen Abwesenden in Basel gehören mit der spanischen Ausnahmekönnerin Carolina Marin und Viktor Axelsen aus der europäischen Badminton-Hochburg Dänemark ausgerechnet zwei Europäer, denen es zuletzt gelungen ist, die starke asiatische Konkurrenz herauszufordern. Für Titelverteidigerin Marin, die Olympiasiegerin von Rio 2016 und dreifache Weltmeisterin im Einzel, kommt die WM nach ihrem zum Jahresanfang erlittenen Kreuzbandriss noch zu früh. Axelsen, der vor zwei Jahren als erster Nicht-Asiate seit 1997 den WM-Titel im Männer-Einzel gewonnen hatte, musste wegen anhaltenden Rückenschmerzen ebenso Forfait geben.

Sechs Schweizer in 4 Disziplinen

Nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen werden die sechs gemeldeten Schweizer. Für sie wäre bereits der Vorstoss unter die besten 32 des Turniers ein schöner Erfolg. Die grössten Chancen, eine Runde zu überstehen, besitzt zweifellos die Neuenburgerin Sabrina Jaquet, die vor zwei Jahren mit dem Gewinn von EM-Bronze für den grössten Schweizer Erfolg an einem Grossanlass seit dem EM-Titel von Liselotte Blumer 1980 gesorgt hat.

Die 32-jährige Jaquet belegt momentan den 48. Platz in der Weltrangliste. In der 1. Runde trifft die zweifache Olympia-Teilnehmerin aus La Chaux-de-Fonds am Dienstag auf die Niederländerin Soraya De Visch Eijbergen, die seit letztem Herbst in der Schweiz trainiert. Das letzte Duell zwischen den beiden Spielerinnen endete vor Monatsfrist in den Achtelfinals der Europa-Spiele in Minsk mit einem Dreisatzsieg der Schweizerin.

In Hauptfeld der Männer ist die Schweiz dank einer Wildcard durch Lokalmatador Christian Kirchmayr vertreten. Im Mixed-Doppel tritt Oliver Schaller zusammen mit Céline Burkart an. Dank einer Wildcard startet Schaller an der Seite von Tobias Künzi auch im Männer-Doppel. Im Frauen-Doppel ist zudem Nadia Fankhauser mit der Niederländerin Iris Tabeling gemeldet. Sie alle nehmen in ihren Erstrundenspielen eine Aussenseiterrolle ein.

Weltpremiere mit Para-Badminton-WM

Erstmals finden in Basel parallel zur Badminton-WM und im gleichen Hallen-Komplex die internationalen Titelkämpfe im Para-Badminton statt. Die Regeln und die Netzhöhe entsprechen dabei weitgehend den Badminton-Regeln für nichtbehinderte Sportler. Der einzige Unterschied besteht in der Feldgrösse, die je nach Art der Behinderung und Kategorie entsprechend angepasst wird.

Angeführt wird das fünfköpfige Schweizer Aufgebot von der mehrfachen Welt- und Europameisterin Karin Suter-Erath, die seit nunmehr zehn Jahren zur Weltspitze gehört. Die 48-jährige Aargauerin strebt an der Heim-WM eine Medaille an. Ihr grosses Ziel sind die Paralympics im nächsten Sommer in Tokio. Dort werden im Para-Badminton erstmals Medaillen vergeben.

Super League

Marco Wölfli tritt Ende Saison zurück

16:02
Bahn-WM

Schweizer Bahnvierer erfüllt Olympia-Kriterien

15:58
Kultur

Bundesrat beantragt 935 Millionen Franken für Kulturförderung

15:45
Konkurs

Fensterbauer Swisswindows AG ist in Konkurs

15:38
WTA Tour

Maria Scharapowa tritt zurück

14:54
Bildung

Bund will für Bildung 28 Milliarden Franken in vier Jahren sprechen

14:45
Coronavirus

Coronavirus: Schweizer Firmen setzen auf Hygiene und Reisesperren

14:06
Coronavirus

Schweizer Börse im Rausch der Tiefe

14:04
Ägypten

Ägyptens Präsident Al-Sisi nimmt an Mubaraks Beerdigung teil

13:47
Ägypten

Trauerfeier für Ägyptens Ex-Staatschef Mubarak hat begonnen

13:47
Munitionslager Mitholz

Bevölkerung von Mitholz steht vor einem schwierigen Entscheid

13:03
Ski alpin

FIS gibt trotz Coronavirus Grünes Licht für Rennen in La Thuile

12:22
Mobilität

Selbstfahrende Autos: Ohne staatliche Lenkung droht mehr Verkehr

12:00
13. Swiss Music Awards

Stephan Eicher ist der Award für sein Lebenswerk etwas peinlich

11:00
Deutschland

Deutsche Richter kippen Verbot der geschäftsmässigen Sterbehilfe

10:36
Musik

Lady Gaga kündigt neue Single "Stupid Love" an

10:20
Auszeichnung

Big Zis und Jordy Makala für beste Schweizer Video Clips geehrt

10:00
Wald

Borkenkäferbefall erreicht zweithöchsten je registrierten Wert

10:00
Indien

Zahl der Toten bei Zusammenstössen in Neu Delhi steigt auf 20

09:41
NHL

Kevin Fiala mit Tor und Assist, Josi mit wichtigem Sieg

07:07
Coronavirus

BAG unterschätzt laut Epidemienforscher Coronavirus

06:13
Schaltjahr

Der Februar hat dieses Jahr 29 Tage

05:45
Coronavirus

Coronavirus rund um den Erdball verbreitet

04:52
Bahn-WM

Schweizer Bahnvierer greift nach dem Olympia-Ticket

04:00
Champions League

Citys erster Schritt auf dem Weg der letzten Chance

04:00
USA

Disney-Chef Bob Iger tritt zurück

23:27
Arktis

60'000 weitere Samen in Saatgutbank im arktischen Eis eingelagert

23:12
Champions League

Bayern auf dem Platz London erneut überlegen

22:59
National League

Bern bangt wieder um Playoffs - Lausanne und Fribourg fast durch

22:29
Fasnacht

80 Guggenmusigen paradieren durch die Stadt

21:44
Brasilien

Brasiliens Präsident Bolsonaro kritisiert Sambaschule für Umzug

20:30
Munitionslager

Munitionslager-Räumung macht Mitholz für zehn Jahre zum Geisterdorf

19:30
Coronavirus

Grenzen zwischen Italien und den Nachbarländern bleiben offen

19:07
WTA Doha

Belinda Bencic findet gegen Kudermetowa auf Umwegen zum Sieg

18:54