Über 400'000 Schwingerfans feiern Eidgenössisches der Superlative

Über 400'000 Schwingerfans haben von Freitag bis Sonntag in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) miterlebt. Es war ein Fest der Superlative mit der Krönung des Schwingerkönigs als Höhepunkt. Auch wenn kein Innerschweizer als Sieger vom Platz ging.

Gefachsimpelt wurde bis zur letzten Minute. In der Arena. In der Public-Viewing-Zone, in der Schlange vor den WCs, am Raclettestand. Überall. Und gewerweisst sowieso. Die Frage "Wer wird neuer Schwingerkönig?" wurde wohl ähnlich oft gestellt, wie Edelweisshemden in allen möglichen Variationen an diesem Wochenende in Zug gezählt werden konnten.

Am Schluss siegte dann aber doch kein Innerschweizer - auch wenn die Mehrheit der über 56'000 Schwingerfans, die an diesem späten Sonntagnachmittag in der ausverkauften Arena sassen, dies noch so gerne erlebt hätte. Der Jubel der Berner Fans war dennoch freudig, irgendwie fast erlöst. Und die Stimmung in der Arena erreichte ihren Höhepunkt dennoch zeitgleich mit dem sportlichen Höhepunkt.

Kaltstart am Samstag

Anschwingen war am frühen Samstagmorgen. Es war kühl und herbstlich: Hochnebel hing über der Arena, als es kurz nach 8 Uhr hiess: "Manne, ad Arbet!". Nicht nur Spannung und Stimmung stiegen von Stunde zu Stunde. Auch die Temperaturen: Ab Sonntagmittag brannte die Sonne auf das Festgelände. Wer einen Schattenplatz hatte, konnte sich glücklich schätzen.

Die Festlichkeiten hatten aber bereits am Freitagmittag begonnen, mit dem Empfang der Delegation des Organisationskomitees des Schwingfests 2016 in Estavayer-le-Lac FR auf dem Zuger Landsgemeindeplatz mitsamt der Fahne des Eidgenössischen Schwingverbandes und dem Festumzug durch die Stadt zum Festgelände. Definitiv übernehmen durften die Zuger die Fahne aber erst am Sonntagmorgen beim offiziellen Festakt in der Schwingarena.

Dann formierten sich über 1000 Trychler, Jodler, Fahnenschwinger, Geiselchlöpfer, Frauen und Männer in Trachten und Musikanten um die sieben Sägemehlringe, während die Kutsche mit Albert Bachmann, OK-Präsident des Eidgenössischen Schwingfestes 2016 in Estavayer, mit dem aktuellen OK-Präsidenten Heinz Tännler, mit Paul Vogel vom Eidgenössischen Schwingerverband sowie Bundespräsident Ueli Maurer von vier Pferden durch die Arena gezogen wurde.

Maurer freute sich in seiner Grussbotschaft über den grössten Sportanlass der Schweiz, über die "Riesen-Chischte" wie er sie nannte, die nahe bei den Schweizer Wurzeln liege. "Das Schwingen hat mit unseren Werten zu tun", sagte Maurer. "Besser sein, gewinnen wollen." Trauffer und Gölä animierten die Zuschauer bei ihrem finalen Auftritt zum Mitschaukeln - bis die Tribüne wankte.

Rind büxte aus

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag wurden zwischen den einzelnen Gängen immer mal wieder die Lebendpreise durch die Arena geführt. Unter anderem Siegermuni Kolin, der dem Schwingerkönig gehört. Während dieser den Auftritt gelassen anging, war er am Samstagmorgen für Rind Greth offenbar eher stressig: Es büxte für einige Minuten aus.

Immer wieder machten La-Ola-Wellen Runden in der Arena. Genauso wie das Gerücht, der König von Tonga befinde sich unter den Zuschauern. OK-Präsident Heinz Tännler bestätigte die königliche Anwesenheit schliesslich am Samstagabend und fügte an, dass auch Fürst Albert von Monaco in Zug eingetroffen sei.

Von einem freudigen Ereignis sprach OK-Präsident Heinz Tännler schliesslich am Sonntagabend, am Ende der Veranstaltung, vor den Medien. Das ganze Fest sei ruhig verlaufen, die Stimmung war friedlich und es gab, wie Tännler hervorstrich, "einen verdienten Sieger". "Der stärkste Sieger", sagte er. Auch wenn er natürlich lieber einen anderen als König gesehen hätte.

Laut den Organisatoren pilgerten am Freitag 110'000 Personen nach Zug, am Samstag gar 170'000. Das OK schätzt, dass insgesamt gegen 420'000 Personen das Schwing- und Älplerfest in Zug besuchten. Im Vorfeld hatten sie mit rund 350'000 Schwingerfans gerechnet.

Kleine nächtlichen Zwischenfälle

Aus Sicht der Behörden verliefen die Partynächte mehrheitlich ruhig. Vereinzelt kam es laut Polizei in den Festzelten zu Streit und Prügeleien. 17 Menschen mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag ins Spital, vor allem wegen Blessuren. Drei Personen erlitten bei Stürzen schwerere Verletzungen.

Zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen seien an den Sanitätsposten des Grossanlasses rund 170 Personen behandelt worden, teilten die Zuger Behörden mit.

Überdurchschnittlich gut lief laut den Organisatoren auch der gesamte Gastronomiebereich. In Bezug auf das Bier war die Branche gerüstet, anders war es beim Festwein: Bis Sonntagmittag war dieser ausverkauft, wurde aber durch einen anderen Weisswein ergänzt. Auch der wurde getrunken.

Einer dürfte übrigens neben dem Schwingerkönig und dessen Fans am späten Sonntagnachmittag ebenso besondere Freude verspürt haben: Mändel Nussbaumer. Er, der sich in den vergangenen Monate liebevoll um den Siegermuni Kolin gekümmert, ihn allerbestens auf dieses Fest vorbereitet hatte. Schwingerkönig Christian Stucki sagte nämlich beim Siegerinterview in der Arena, da er kein Bauer sei, dürfe Kolin zurück nach Unterägeri ZG: "Kolin würde mir höchstens den Rasen zertrampeln."

EU - Facebook

Kommissar Breton: EU bestimmt Internetregeln - nicht Facebook

22:28
Coronavirus

WHO warnt vor flächendeckenden Schutzmassnahmen gegen Coronavirus

21:16
Allgemeines

Messi und Hamilton bei Laureus als Sportler des Jahres geehrt

20:02
Albanien

Geberkonferenz sammelt 1,15 Milliarden Euro für Albanien

19:26
WTA Dubai

Clijsters verliert bei Comeback

18:39
Bahn

Alstom will Bombardier-Zugsparte kaufen

18:28
Bahn

Alstom will Zuggeschäft von Bombardier übernehmen

18:28
Allgemeines

"Vereint durch Gefühl" als Motto von Tokio 2020

17:04
Frankreich

Frankreichs Parlament berät erstmals über umstrittene Rentenreform

16:57
Maschinenindustrie

Thyssenkrupp verhandelt mit Finanzinvestoren über Aufzugssparte

15:59
Verkehrssünder

Im Rückwärtsgang auf A2: Autotransporter wollen Kontrolle entkommen

15:51
Coronavirus

Schweizer Hochschulen beschränken Zugang für China-Reisende

15:47
Informationstechnologie

Alstom bestätigt Gespräche über Kauf von Bombardiers Zuggeschäft

13:27
EU - Libyen

Neue EU-Marinemission soll Waffenembargo gegen Libyen überwachen

13:10
EU - Libyen

EU-Aussenminister ringen um Fortschritte für Libyen

13:10
Autoindustrie

GM zieht sich aus Thailand, Australien und Neuseeland zurück

13:04
Klima

Klimaaktivisten besetzten Büros von Rohstofffirmen im Genferseeraum

13:01
Technik

Forscher stellen Arterien und Miniaturen mit 3D-Druck her

12:45
Bundesverwaltungsgericht

Wenn Hirsch und Kreuz den Gaumen und nicht den Glauben ansprechen

12:00
National League

Fribourg-Gottéron einen Monat ohne Killian Mottet

11:28
Super League

Luca Zuffi erleidet Kreuzbandriss

11:26
Schneesportunfälle

Rega im Dauereinsatz wegen schönem Wintersport-Wetter

11:12
Energie

Drei Viertel des Schweizer Stroms stammen aus erneuerbaren Energien

10:58
Sparen

Jüngere Sparer setzen vermehrt auf Kryptowährungen

10:00
NHL

New Jersey gewinnt bei Rückkehr von Nico Hischier

06:26
Ski alpin

Die Schweiz erstmals seit 1989 wieder Skination Nummer 1?

04:00
Syrien

Trump fordert Russland zu Zurückhaltung in Syrien auf

03:20
Coronavirus

Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70'000 - Jetzt 1770 Tote

02:22