Kader-Umbruch bei Ajax Amsterdam und OSC Lille

Erstmals treffen am Dienstag in der Champions League Ajax Amsterdam und OSC Lille aufeinander. Wirtschaftlich drängen beide Teams an die europäische Spitze, spielerisch droht ein anderes Schicksal.

Das Fussballmagazin Kicker schrieb vom "Fluch der guten Taten", den Ajax Amsterdam nach seiner herausragenden Europacup-Kampagne 2018/19 heimsuchen sollte. Der niederländische Topklub spielte sich letzte Saison mit starken Leistungen in der Champions League in die Herzen vieler Zuschauer, weckte mit seinem Offensivfussball Erinnerungen an das grosse Ajax der Siebzigerjahre, und blieb erst mit einigem Pech im Halbfinal an Tottenham Hotspur hängen. Aber der Erfolg weckte eben auch Begehrlichkeiten bei den europäischen Topklubs mit enormer finanzieller Schlagkraft, womit die starken Leistungen für Ajax ihre Kehrseite haben sollten.

Die Führungsspieler und Erfolgsgaranten rückten in den Fokus anderer Teams. So zog es Mittelfeldspieler und Spielgestalter Frenkie de Jong zum FC Barcelona, Abwehrchef und Captain Matthijs de Ligt unterschrieb wenig später bei Juventus Turin. Obschon der komplette Exodus ausblieb, einen Subtanzverlust konnte der niederländische Rekordmeister nicht verhindern - auch wenn dieser mit Transfereinnahmen von über 200 Millionen Euro vergütet wurde.

"Der Fluch der guten Taten" erzählt nicht nur die Geschichte von Ajax, er ist auch das Schicksal des Lille Olympique Sporting Club, dem ersten Gruppengegner der Niederländer in der Champions League. Dem Meisterschaftszweiten der französischen Ligue 1 kam mit Nicolas Pépé (zu Arsenal), Rafael Leão (Milan) und Captain Thiago Mendes (Lyon) ein wichtiges Trio abhanden, im Tausch dafür fanden rund 150 Millionen Euro den Weg in die Vereinsbücher der Nordfranzosen.

Ajax Amsterdam gegen OSC Lille wird also zum Duell zweier Teams, die wirtschaftlich und sportlich ein extrem erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht haben, und nun vor oder mitten in einem Umbruch stehen. Gerade deshalb dürfte in den Reihen der Franzosen etwas die Angst umgehen. Die Angst davor, einen Umbruch wie nach dem letzten grossen Erfolg 2011 zu erleben, als Lille Meisterschaft und Cup gewann. Es folgten die Abgänge von Teamstützen wie Eden Hazard (Chelsea) oder Gervinho (Arsenal) und damit verbunden der baldige Absturz in der Tabelle.

Grosser Umbau steht noch bevor

Um einen Rückfall heuer zu verhindern, reinvestierte Lille rund 85 der 150 Millionen Euro umgehend in neue Talente. Renato Sanches, der sich bei Bayern München nicht durchzusetzen vermochte, stiess als Ersatz von Mendes zum Team von Christophe Galtier, im Angriff sollen der 19-Jährige Timothy Weah (von PSG) und der ein Jahr ältere Victor Osimhen (Charleroi/BEL) die Abgänge von Pépé und Leão abfedern. Vieles wird für Lille davon abhängen, wie sich das akquirierte Personal im neuen Team und in der neuen Liga zurecht finden wird.

Unter dem Strich blieb Lille ein Transfergewinn von rund 60 Millionen Euro, was im internationalen Vergleich immerhin zum 6. Platz reicht. Bei Ajax resultierte gar ein Plus von rund 150 Millionen Euro, einzig Benfica Lissabon konnte diesbezüglich mit den Niederländern Schritt halten. Dabei dürfte der richtige Umbau bei Ajax erst noch bevor stehen. Mit Hakim Ziyech, Dusan Tadic, Nicolas Tagliafico, Goalie André Onana und Donny van de Beek konnten Spieler gehalten werden, die nicht minder begehrt waren als De Jong oder De Ligt.

Ziyech hätte ohne übereifrigen Berater - der das Interesse von Bayern München nach informellen Gesprächen an die Öffentlichkeit trug - wohl ebenso bereits einen neuen Klub gefunden wie Van de Beek, der von Real Madrid hingehalten und dann doch nicht verpflichtet wurde. Dass sie über diese Saison hinaus gehalten werden können ist nicht zu erwarten. "Der Fluch der guten Taten" ist in Amsterdam noch nicht überstanden.

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