Saudi-Arabien bombardiert Huthi-Stellungen im Jemen bei Hodeida

Erstmals seit den Drohnenangriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien hat die von Riad angeführte Militärkoalition Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen.

Wie die Militärkoalition mitteilte, bombardierte sie am Donnerstag vier Anlagen zur Produktion von Seeminen und ferngesteuerten Booten nahe der Hafenstadt Hodeida. Die vom Iran unterstützte Rebellenbewegung warf der Militärkoalition daraufhin eine "schwerwiegende Eskalation" vor.

Bei den Angriffen nördlich der jemenitischen Hafenstadt Hodeida seien vier Anlagen zum Bau von Seeminen und ferngelenkten Booten zerstört worden, hiess es in einer von der Nachrichtenagentur SPA verbreiteten Erklärung der Militärkoalition. Diese hätten die Sicherheit der Schifffahrt bedroht. Zuvor hatte die Militärkoalition mitgeteilt, einen Angriff der Huthis mit einem ferngelenkten Sprengstoff-Boot vereitelt zu haben.

Das Boot wurde demnach im Süden des Roten Meers entdeckt und zerstört. Es sei von der Region Hodeida aus gelenkt worden, doch sei das Ziel des geplanten Angriffs unklar, teilte die Militärkoalition mit, die seit März 2015 im Jemen gegen die Huthi-Rebellen vorgeht, um Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi an die Macht zurückzubringen. Im Jemen hat ihre Intervention eine schwere humanitäre Katastrophe ausgelöst.

Der Angriff in Hodeida war der erste Angriff der Koalition auf die vom Iran unterstützte Rebellenbewegung seit einem Drohnenangriff auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien, zu dem sich die Huthis bekannt hatten. Die USA und Saudi-Arabien machten dagegen den Iran für die Angriffe verantwortlich, die einen Einbruch der Ölproduktion und einen Anstieg des globalen Ölpreises zur Folge hatten. Teheran wies jede Verantwortung dafür zurück.

US-Sanktionen gegen Irans Zentralbank

US-Präsident Donald Trump kündigte seither bereits eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran an. Am Freitag belegte die US-Regierung die iranische Zentralbank mit Sanktionen. Es seien die schärfsten jemals gegen ein Land verhängten Sanktionen, erklärte US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus.

"Wir haben jetzt alle Einkommensquellen des Irans abgeschnitten", sagte Finanzminister Steven Mnuchin. Auch Irans Staatsfonds sei nun mit Sanktionen belegt. Die US-Regierung hatte die Zentralbank bereits zuvor zum Ziel gemacht. Einzelheiten zu den neuen Sanktionen waren zunächst nicht bekannt, sie dürften allerdings Irans Zugang zum internationalen Finanzsystem weiter einschränken.

"Verstoss gegen Feuerpause"

Im Jemen warf ein Sprecher der Huthi-Rebellen Saudi-Arabien vor, mit den jüngsten Angriffen gegen eine vereinbarte Feuerpause zu verstossen. Die Vereinten Nationen hatten im vergangenen Dezember in Stockholm eine Feuerpause für die wichtige Hafenstadt Hodeida und einen schrittweisen Rückzug der Kriegsparteien aus der Stadt ausgehandelt.

Die Häfen der Region sind für die Versorgung des bitterarmen Jemens mit Hilfsgütern von grosser Bedeutung. Der Krieg hat die derzeit schlimmste humanitäre Krise weltweit ausgelöst.

Der Rebellenführer Mohammed Abdessalem sagte laut dem Fernsehsender Al-Massirah, die Huthis würden die Koalition für die Folgen der Attacken verantwortlich machen und die Position der Vereinten Nationen aufmerksam beobachten. Die Huthis kontrollieren seit 2015 die jemenitische Hauptstadt Sanaa und grosse Gebiete im Norden des Jemen. In der Vereinbarung von Dezember sagten sie zu, ihre Truppen aus Hodeida abzuziehen, doch sind sie weiter in der Hafenstadt präsent.

Abdessalem warf der Militärkoalition am Freitag vor, mehrere Schiffe am Einlaufen in den Hafen zu hindern. Dies komme einem "Kriegsakt" und einer "Aggression" gleich, sagte er.

Journalisten besuchten attackierte Ölanlage

Unterdessen konnten erstmals ausländische Journalisten die attackierte saudische Ölanlage von Churais besuchen. Ein Vertreter des Ölkonzerns Aramco sagte, in der Anlage habe es vier Explosionen gegeben und das Feuer habe fünf Stunden lang gewütet, bevor es gelöscht werden konnte. Inmitten der verkohlten Trümmer waren am Freitag Kräne zu sehen, während Experten den Schaden an einer technischen Einrichtung prüften.

Nach Angaben der Regierung in Riad wurden bei den Angriffen auf die Anlagen Churais und Abkaik 18 Drohnen und sieben Raketen eingesetzt. Zur Zeit des Angriffs seien 200 bis 300 Menschen in Churais gewesen, doch sei niemand verletzt worden, sagte der Aramco-Vertreter Fahad Abdelkarim. Die Sachschäden seien zwar erheblich, doch werde Ende September die Produktion wieder auf dem alten Niveau sein, versicherte er.

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