Ausschreitungen und Festnahmen an Demonstrationen in Paris

Zerschlagene Fensterscheiben, brennende E-Scooter, geplünderte Geschäfte: Während einer Demonstration für mehr Klimaschutz ist es am Samstag in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Mehr als 120 Menschen wurden laut Polizei festgenommen.

In der französischen Hauptstadt fanden gleich drei Demonstrationen statt: An der Kundgebung "Für das Klima und die soziale Gerechtigkeit" nahmen mehrere tausend Menschen teil. Zuvor gab es bereits eine Demonstration der sozialen Protestbewegung "Gelbwesten", am Nachmittag eine Gewerkschaftskundgebung gegen die Rentenreform der Regierung.

Die gewaltbereiten Demonstranten gingen zunächst zusammen mit den "Gelbwesten" auf die Strasse und schlossen sich dann der Klimakundgebung an. Der Schwarze Block habe sich dann sehr schnell in die Klima-Demo eingereiht, die sich gegen 14.30 Uhr auf dem Boulevard Saint-Michel im Quartier Latin in Bewegung gesetzt habe, teilten die Behörden mit.

Nach dem Beginn der Ausschreitungen seien die Sicherheitskräfte eingeschritten, um die etwa 150 militanten, teilweise maskierten Demonstranten auseinanderzutreiben, verlautete aus informierten Kreisen. Dabei wurde Tränengas eingesetzt.

"Geht nach Hause!"

Insgesamt nahmen laut Polizeipräfektur tausend "radikale" Demonstranten aus dem ultralinken Lager und von den Gelbwesten an der Kundgebung teil.

Zwei der Veranstalter, Greenpeace und Youth for Climate, riefen die Demonstranten angesichts der Ausschreitungen auf, nach Hause zu gehen. Zu der Klima-Kundgebung hatten mehrere Nichtregierungsorganisationen aufgerufen. Die Organisatoren hatten auf eine starke Beteiligung gehofft. Am Weltklimastreik am Freitag hatten sich nur knapp 10'000 Menschen in Paris beteiligt.

Bereits am Vormittag versammelten sich mehrere hundert "Gelbwesten" in Paris. Nach Angaben der Polizeipräfektur wurden Dutzende festgenommen, von denen einige Hämmer und Benzinkanister mitgeführt hätten. Sicherheitskräfte setzten demnach Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, die in Richtung der Champs-Elysées unterwegs waren.

Demoverbot für Champs-Elysées

Für den Prachtboulevard war ein Demonstrationsverbot verhängt worden, da die Behörden Ausschreitungen befürchteten. Auch Touristen und Pariser, die Sehenswürdigkeiten besichtigen wollten, wurden von der Polizei zurückgedrängt. Einige Gebäude waren am Tag des Denkmals allerdings geschlossen, unter anderem der Arc de Triomphe, der im Dezember von Demonstranten schwer beschädigt worden war.

Nach Angaben der Polizeipräfektur waren rund 7500 Sicherheitskräfte im Einsatz - so viele wie zuletzt am 1. Mai, als es in Paris schwere Krawalle gab. Auch Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge standen bereit. Polizisten in Uniform und in Zivil kontrollierten zahlreiche Menschen.

In Sicherheitskreisen war befürchtet worden, dass sich Mitglieder der "Gelbwesten" und Mitglieder des "Schwarzen Blocks, die alles zerstören wollen", zusammentun könnten. Auf Seiten der "Gelbwesten" äusserten einige Aktivisten die Hoffnung, dass es zu einem Zusammenschluss mit den Umweltaktivisten kommen könne. "Dieser Tag ist symbolisch für uns, für den Zusammenschluss der Kämpfe für das Klima, die Renten", sagte Eric, nach eigenen Angaben Mitglied der "Gelbwesten" aus dem südwestfranzösischen Toulouse.

Zu Klimaprotesten war auch in anderen französischen Städten wie Strassburg, Lyon und Bordeaux aufgerufen. In Lyon versammelten sich laut Präfektur rund 5000 Menschen. Umweltschützer gehen derzeit weltweit auf die Strasse. Anlass ist der bevorstehende Uno-Klimagipfel am Montag in New York.

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