Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen Regierung in Kolumbien

Am Rande von grösstenteils friedlichen Demonstrationen gegen die Regierung in Kolumbien ist es zu heftigen Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Bogotá schleuderten Vermummte zahlreiche Steine auf die Polizei. Die Beamten feuerten Tränengas in die Menge.

Zudem setzten die Sicherheitskräfte etwa Wasserwerfer ein, wie am Donnerstag (Ortszeit) im kolumbianischen Fernsehen zu sehen war. Demonstranten steckten Barrikaden in Brand, zerstörten Bushaltestellen und griffen Geschäfte an.

Nach Angaben der örtlichen Polizei wurden im ganzen Land 28 Beamte verletzt, die meisten in der Grossstadt Cali im Südwesten des Landes. Dort verhängte der Bürgermeister eine Ausgangssperre, 25 Menschen wurden festgenommen. Insgesamt nahmen nach offiziellen Angaben rund 200'000 Menschen an den Protesten in Bogotá und Medellín, Cali und Barranquilla teil.

Zunehmende Gewalt

Zuvor waren Tausende Kolumbianer im ganzen Land gegen die Regierung des konservativen Präsidenten Iván Duque auf die Strasse gegangen. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen geplante Arbeits- und Rentenreformen sowie die zunehmende Gewalt gegen soziale Aktivisten.

"Ich bin nicht einverstanden mit unserem Wirtschaftssystem, in dem die Regierung nur die grossen Firmen unterstützt", sagte etwa der Demonstrant Miguel Guerra in Bogotá. Clara Ines Guerrero sagte: "Das Land zerfällt. Das neoliberale System zeigt bereits erste Risse."

Zahlreiche Sicherheitskräfte waren im Einsatz, die Grenzen zu den Nachbarländern wurden geschlossen, Bürgermeister und Gouverneure erhielten das Recht, Ausgangssperren zu verhängen. "Wir können unterschiedlicher Meinung sein und unsere Überzeugungen zum Ausdruck bringen, aber das Wichtigste ist, friedlich zusammenzuleben", sagte Staatschef Duque.

Welle von Widerstand

Zuletzt waren zahlreiche Länder in Südamerika von heftigen Protesten erschüttert worden. In Bolivien trat Präsident Evo Morales nach Wahlfälschungsvorwürfen zurück und floh ins Exil nach Mexiko. In Chile einigten sich die Regierung und die Opposition nach wochenlangen Demonstrationen darauf, eine neue Verfassung auszuarbeiten. In Ecuador musste die Regierung wegen heftiger Proteste die Streichung von Benzin-Subventionen wieder zurücknehmen.

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