Zehntausende Menschen demonstrieren in Madrid für mehr Klimaschutz

Gemeinsam mit der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg und dem spanischen Filmstar Javier Bardem haben Zehntausende Menschen aus aller Welt in Madrid gegen den Klimawandel und die Untätigkeit der verantwortlichen Politiker protestiert.

Am frühen Abend startete der bunte Klimamarsch nahe dem Hauptbahnhof Atocha und zog dann über die Flaniermeile Paseo del Prado im Zentrum der spanischen Hauptstadt. Die Kundgebung fand im Rahmen des 25. Uno-Klimagipfels statt, der am Montag gestartet war. Die Demonstranten wünschen sich dort deutlich mehr Engagement im Kampf gegen die globale Erderwärmung.

Die 16-jährige Thunberg, die am Morgen unter riesigem Medienrummel mit einem Nachtzug aus Lissabon in Madrid eingetroffen war, hielt wie immer ihr Protestschild mit der schwedischen Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) im Arm. Sie musste auch bei dem Marsch von Sicherheitsbeamten vor zahlreichen Schaulustigen abgeschirmt werden.

Bunter Demonstrationszug

Über Madrid kreisten Helikopter, ein grosses Polizeiaufgebot war im Einsatz. Jedoch verlief der bunte Demonstrationszug friedlich. Menschen aller Altersklassen und aus allen Kontinenten forderten auf Plakaten, Schildern sowie mit Sprechchören, Trommeln und Tänzen, den Planeten vor der Zerstörung zu retten.

"Wenn die Welt eine Bank wäre, dann hätten wir sie schon gerettet", stand auf Plakaten, andere mahnten mit Blick auf das Pariser Klimaabkommens, mit dem Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden soll "Planet über Profit", "Unser Klima macht uns krank" oder "Morgen wird es zu spät sein!"

Ein Demonstrant hielt einen grossen Globus mit einem Skelett, andere trugen in einem Sarg symbolisch die Erde zu Grabe, manche waren als Insekten verkleidet. Jedoch war die Atmosphäre entspannt, auch teilweise fröhlich. Ein Golden Retriever hatte ein Pappschild umhängen auf dem zu lesen war: "Ich möchte mehr Bäume!" Gleichzeitig war deutlich zu spüren, wie ernst es die Bürger mit ihren Forderungen meinen.

"Jede Chance nutzen"

Thunberg hatte am Nachmittag bei einer Pressekonferenz mit anderen Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung an die Gipfelteilnehmer appelliert, endlich handfeste Ergebnisse vorzulegen. "Ich hoffe sehr, dass die COP25 (Uno-Klimakonferenz) etwas Konkretes hervorbringt", sagte sie und betonte, die Mächtigen der Welt müssten endlich begreifen, wie ernst die Situation sei.

Zwar werde die COP26 im nächsten Jahr als weitaus wichtigerer Klimagipfel angesehen, weil dann gemäss Pariser Klimaabkommen ambitioniertere Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung vorgelegt werden sollen. "Aber halbe Gipfeltreffen können wir uns gar nicht leisten, wir müssen jede Chance nutzen", sagte die Schwedin, die die internationalen Proteste im August 2018 durch ihren Schulstreik angestossen hatte.

Die am Montag war die Uno-Klimakonferenz mit Appellen zum raschen und harten Umsteuern in der Klimapolitik eröffnet worden. Die Menschheit müsse wählen zwischen dem Weg der "Hoffnung" und dem der "Kapitulation" beim Klimaschutz, sagte Uno-Generalsekretär António Guterres vor Vertretern aus fast 200 Ländern.

Die Konferenz sollte ursprünglich in Chile stattfinden, wurde wegen der dortigen Unruhen aber kurzfristig nach Madrid verlegt. Ab nächster Woche wird auf Ministerebene verhandelt. Mit Spannung wird erwartet, ob die einzelnen Staaten dabei ehrgeizigere Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung formulieren.

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