Einzelne EU-Staaten denken über Exportverbot von Medikamenten nach

Die EU-Gesundheitsminister haben sich am Montag besorgt gezeigt über Lieferengpässe bei Medikamenten. Auch die Schweiz kennt dieses Problem. Nun prüfen einzelne EU-Staaten die Einführung eines punktuellen, zeitlich beschränkten Exportverbots von Arzneimitteln.

Sie hoffe sehr, "wir finden gemeinsame Massnahmen, um einen besseren Zugang zu Medikamenten zu garantieren". Dies sei eine grosse Herausforderung, sagte die finnische Gesundheitsministerin Krista Kiuru, deren Land zurzeit den EU-Ratsvorsitz inne hat, vor Beginn des Ministertreffens in Brüssel.

Früher hatten in Europa in erster Linie ärmere Länder wie Bulgarien und Rumänien an Arzneimittelmangel gelitten. Doch mittlerweile seien alle EU-Staaten von diesem Problem betroffen, sagte ein EU-Diplomat gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

In der Schweiz kennt man diese Problematik ebenfalls. Erst vergangene Woche beispielsweise war Moviprep Plv von Norgine GmbH nicht lieferbar - ein Medikament, das vor einer Darmspiegelung zur Darmentleerung eingenommen werden muss.

Verbot von Export

Seit 2016 steht das Thema Arzneimittelengpässe nun schon auf der Agenda der EU-Gesundheitsminister. Um einen verbesserten Zugang zu Medikamenten zu erreichen, brauche es Massnahmen auf EU-Ebene aber auch auf Ebene der einzelnen EU-Staaten, sagte Kiuru am Montagnachmittag bei der Eröffnung der Diskussion.

Die EU-Mitgliedstaaten haben bis jetzt unterschiedlich auf das Problem reagiert. Einige Länder schlossen sich in den vergangenen Jahren zu "Einkaufsgemeinschaften" zusammen, um gegenüber den mächtigen Pharmaunternehmen stärker auftreten zu können.

Gemäss des EU-Diplomaten besteht eine solche "Einkaufgemeinschaft" beispielsweise zwischen den Benelux-Staaten, Österreich und Irland. Bis jetzt habe man aber erst ein einziges Medikament zusammen, sagte er.

Gemäss Finnland setzen die EU-Staaten aber auch auf "die Erhöhung der Lagerbestände" oder den "Bau von staatseigenen Produktionsanlagen für Arzneimittel".

Doch einige Länder wie etwa Österreich denken über drastischere Massnahmen nach. "Wie andere Mitgliedstaaten prüfen wir derzeit, die Möglichkeit, dass Parallelexporte dann unterbunden werden," wenn es nachweislich Lieferengpässe im Lande gebe, sagte Gesundheitsministerin Brigitte Zarfl.

Folgen spüren Patienten

Die Gründe für Versorgungsengpässe sind vielfältig. Die finnische EU-Ratspräsidentschaft schreibt in ihrem Arbeitspapier, dass heutzutage "die Unternehmen einen grossen Teil der Arzneimittelproduktion in Länder ausserhalb der EU verlagert haben" - etwa nach China oder Indien. Dadurch werde die Lieferkette aber "länger, komplexer und fragmentierter".

Aber auch die Marktmacht grosser Pharmaunternehmen und die damit verbundene Preisgestaltung sind laut dem EU-Diplomaten weitere Gründe für Arzneimittelmangel.

Die Folgen von Medikamentenengpässen spüren die Patienten in ihrem Portemonnaie. Wie es im finnischen Arbeitspapier heisst, kann dies nämlich in verschiedenen Absatzgebieten zu "Abweichungen bei den Preisen" führen.

Bürger eines EU-Staates könnten also von "möglicherweise teureren Arzneimitteln" betroffen ein. Oder schlimmer: Sie müssen sich sogar mit "weniger wirksamen Alternativen" zufrieden geben.

Daher forderte der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge eine klare EU-Agenda mit drei Zielen: gleicher Zugang zu Arzneimittel, bezahlbare Preise und die Vermeidung von Medikamentenengpässen.

Leichtathletik

Sieg für Del Ponte, Enttäuschung für Joseph

21:11
Deutschland

Dortmund bereitet sich in Bad Ragaz auf die neue Saison vor

20:14
WTA Lexington

Exploit von Jil Teichmann

18:44
Rad

Formolo beeindruckt mit Soloflucht über 60 km

18:41
USA

Österreich und USA bekräftigen "strategische Partnerschaft"

18:01
Israel

Palästinenser demonstrieren gegen Annäherung von Emiraten und Israel

17:55
Europa

Erdgas-Konflikt mit der Türkei sorgt für Unruhe in der EU

17:52
Italien

Gedenken an Brückenunglück in Genua: Tränen und Warten auf Prozess

17:38
Super League

Start in der Super League erst am 19. September

16:41
Super League

Start im Schweizer Fussball erst am 19. September

16:41
USA

Wegen Briefwahl: Trump droht mit Veto bei möglichem Corona-Hilfspaket

15:51
Computerspiele

"Fortnite"-Entwickler Epic wagt Kraftprobe mit Apple und Google

14:53
Schweiz - Türkei

Besuch des türkischen Aussenministers dient Beziehungspflege

14:42
Afghanistan

Kabul lässt hochgefährliche Taliban-Kämpfern frei

14:28
Schweiz - Belarus

Inhaftierter Schweizer aus dem Wallis wieder auf freiem Fuss

14:08
National League

Eishockey-Saisonstart am 1. Oktober

14:01
WTA Prag

Leonie Küng nach Matchbällen ausgeschieden

13:49
Mord im Berner Florapark

Wegen Mordes verurteilte Frau kann stationäre Therapie fortsetzen

13:09
Filmfestival

Leoparden 2020 für Mari Alessandrini und Lucrecia Martel

12:44
Formel 1

Hitze und Verstappen als Spielverderber für Mercedes?

12:41
Formel 1

Mercedes dominiert erstes Training in Montmeló

12:41
Nordkorea

Nordkoreas Machthaber ernennt neuen Premierminister

12:35
Gefährdete Tierarten

Pro Natura hat Biotope für gefährdete Gelbbauchunken angelegt

12:24
Coronavirus - Schweiz

268 neue Covid-19-Infizierte innerhalb von 24 Stunden

12:19
Evolution

Kehlkopf-Entwicklung bei Affen schneller als bei Fleischfressern

12:12
Strassen-EM

Küng fürs EM-Zeitfahren nachnominiert

11:43
Dacheinsturz

Teil des Daches in Einkaufszentrum in Crissier VD eingestürzt

11:38
Schweiz - Belarus

Gespräch zwischen Cassis und Aussenminister von Belarus

11:34
Automobil

Volkswagen-Konzern schafft es bei Verkäufen im Juli fast ins Plus

11:27
Transport

Easyjet verkauft Teil seiner Flugzeuge und least sie zurück

11:17
Immunologie

Wie unterscheidet eine Zelle zwischen Viren-DNA und der eigenen?

11:07
Automobil

Porsche ersetzt Neel Jani in Formel E durch Pascal Wehrlein

11:06
Bolivien

Bolivien legt Datum für Wahlen per Gesetz fest

10:36
Canyoning-Unglück

Suche nach Vermisstem ist wegen Regens unterbrochen

10:11
Neuseeland

Neuseeland verlängert Lockdown in Auckland - 30 Fälle seit Dienstag

10:06
Kampfjets

Neue Kampfjets sind laut SP und Grünen "unnötige Geldverschwendung"

10:00
Schweiz - Libanon

SKH schickt weiteres medizinisches Fachpersonal nach Beirut

09:39
Traditionen

Berner Zibelemärit findet in diesem Jahr nicht statt

09:37
Deutschland

Bewaffneter Deutscher stirbt nach Schüssen von Amsterdamer Polizisten

09:31
Zahlungsverkehr

Coronakrise führt zu starkem Anstieg der Kartenzahlungen

09:17
Transport

Hapag-Lloyd verdoppelt Gewinn dank niedrigerer Kosten

08:51
Mortalität

Zwei von drei Todesfällen vor dem 75. Altersjahr wären vermeidbar

08:44
Tötungsdelikt

Mutter wegen Kindstötung vor Bezirksgericht Bülach ZH

08:30
USA

US-Komikerin Amy Schumer: "Kann nie wieder schwanger sein"

08:27
Belarus

Freigelassene in Belarus berichten von schwersten Misshandlungen

07:52
Paläontologie

Hunderte Millionen Jahre alte Augen lassen Wissenschaftler staunen

06:55
Handelsstreit

USA ziehen positive Zwischenbilanz von Handelsabkommen mit China

05:54
Nordkorea

Nordkorea hebt Abriegelung von Kaesong auf - Flutschäden

05:48
Volkswirtschaft

Detailhandelsumsätze in China fallen überraschend

05:12
Israel

Weisses Haus macht Hoffnung auf mehr Fortschritte im Nahost-Prozess

05:02
Heute vor 44 Jahren

Der Schweizer Star trifft, der Weltstar verliert

04:00
USA

Trump macht Einreisestopp aus Europa zum Wahlkampfthema gegen Biden

03:33
Informationstechnologie

Chinesischer Google-Konkurrent Baidu enttäuscht mit Prognose

02:45
Belarus

Belarus lässt viele Gefangene frei - Minister entschuldigt sich

02:20
Informationstechnologie

Applied Materials steigert Umsatz deutlicher als gedacht

00:23
Informationstechnologie

"Fortnite"-Entwickler Epic Games im Clinch mit Apple

23:53
USA

Biden fordert landesweite Maskenpflicht zur Corona-Eindämmung

23:27
Champions League

Leipzig erreicht mit Lucky Punch die Halbfinals

23:04
US Open

Auch Titelverteidigerin Bianca Andreescu nicht am US Open

21:53
Peru

Gegen den Trend: Peru verschärft Corona-Massnahmen

21:35
Italien

Corona-Krise in Italien: Rund 200 Anzeigen gegen die Regierung

21:27