50. WEF-Ausgabe ging ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne

Das 50. Weltwirtschaftsforum ist ohne schlimme Unfälle oder Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Die Verkehrssituation präsentierte sich besser als auch schon. Hilfreich war hierfür auch das gute Wetter.

Vier Tage lang strahlender Sonnenschein: Zumindest vom Wetter her konnten sich die Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe des Weltwirtschaftsforums (WEF) nicht beklagen. Positiv wirkte sich die Witterung auch auf die Verkehrssituation auf den Davoser Strassen aus.

Hier kam es aufgrund der guten Strassenverhältnisse zu weniger Staus und Behinderungen als in vergangenen Jahren, wie WEF-Geschäftsführer Alois Zwinggi am Freitag zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

"Einheimische haben mir gesagt, dass das Verkehrsaufkommen am WEF dieses Jahr mit einem Spengler-Cup-Tag oder einem schönen Skitag am Wochenwende vergleichbar war", sagte Zwinggi weiter. Auch sei es - im Gegensatz zum Vorjahr - glücklicherweise zu keinen Zwischenfällen an den Bahnübergängen gekommen. 2019 hatten sich einige Automobilisten bei Barrieren mit ihrem Fahrverhalten selbst in Gefahr gebracht.

Fokus auf Greta Thunberg

Thematisch war das Forum dieses Jahr vom Thema Klimaschutz und dem Auftritt von Umweltaktivistin Greta Thunberg dominiert. Die Organisation selbst habe sich das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls auf die Fahnen geschrieben, sagte deren Geschäftsführer.

So habe man den CO2-Ausstoss sämtlicher Flüge und Anreisen ans WEF kompensiert - auch für Teilnehmer aus weit entfernten Ländern. Beim Essen habe das WEF auf saisonale und regionale Spezialitäten gesetztr.

Von Greta Thunberg gab es hierfür am Freitag an einer Pressekonferenz und einer anschliessenden Demo durch Davos immerhin verhaltenes Lob. Das Bestreben, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen mehr Gewicht zu geben, sei richtig. "Nach vielen Worten müssen jetzt aber Taten folgen", forderte Thunberg.

Im Gegensatz zu den Organisatoren kritisierte die junge Aktivistin mit deutlichen Worten die Teilnehmerschar am WEF. "Der generelle Optimismus, der in Davos verbreitet wurde, ist nicht angebracht", sagte die 17-Jährige. Die wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel müssten endlich berücksichtigt werden. Es sei an der Zeit, die Komfortzone zu verlassen.

WEF akzeptiert Proteste

Das WEF selbst hat grundsätzlich kein Problem mit Protestveranstaltungen, wie dieses Jahr etwa die Juso-Demo vom Dienstag oder der Winterwanderung vor der Veranstaltung. "Wir sind offen für andere Meinungen", hatte Zwinggi bereits am Mittwoch gesagt.

Es gebe viele Wege, die Probleme dieser Welt anzugehen. Solange sich alles im friedlichen Rahmen bewege, seien solche Anlässe "ein wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung in unserem Land und auch global".

Am Freitag ergänzte er im Gespräch mit Keystone-SDA, dass es daher umgekehrt auch kein Problem sei, wenn etwa US-Präsident Donald Trump bei seinem Besuch den Klimaschutz fast gar nicht thematisierte. "Das WEF ist eine Plattform, die divergierende Meinungen zulässt", sagte er. Diese Diskrepanz, die man von aussen wahrnehme, sei auch genau das, was die Diskussionen zwischen den Teilnehmern beflügle.

Trotzdem äusserte sich Zwinggi nicht grade euphorisch zum Auftritt des US-Präsidenten Donald Trump. Vor zwei Jahren habe Trump am WEF dargelegt, wie er Amerika in der Welt sehe. "Dieses Jahr merkt man, dass Wahlkampf ist." Der US-Präsident habe "nur paar wenige Botschaften für die globale Welt" gehabt.

WEF ärgert sich über Trittbrettfahrer

Ein richtiges Ärgernis gab es für die WEF-Organisatoren somit aus thematischer Sicht keines. Anders sah es hingegen im organisatorischen Bereich aus. Denn während des Weltwirtschaftsforums nisten sich rund um das Davoser Kongresszentrum immer mehr Organisationen ein, die mit dem Anlass nichts zu tun haben.

Den Veranstaltern sind solche Trittbrettfahrer schon länger ein Dorn im Auge. Zwinggi fand dafür im Interview mit Keystone-SDA bereits am Mittwoch deutliche Worte: "Die Situation mit Trittbrettfahrern hat sich in den vergangenen Jahren nicht verbessert. Das ist ein grosses Problem für uns." Irgendwann werde der Moment kommen, indem diese ungebetenen Gäste das Ökosystem von Davos zum Erliegen brächten. "Dann werden wir vielleicht gezwungen sein, Davos zu verlassen."

"Paralleluniversum ist gewachsen"

Die teilweise verstopften Strassen hätten nicht hauptsächlich mit dem WEF zu tun, betonen die Organisatoren immer wieder. Die Teilnehmerzahlen am Forum seien in den vergangenen Jahren konstant geblieben, belegt Zwinggi die Aussage. "Was gewachsen ist, ist das ganze Paralleluniversum um uns herum."

Das WEF-OK appelliert deshalb an seine Partnerorganisationen, die mithelfen sollen, die Situation vor Ort zu verbessern. Laut Zwinggi gibt es aber auch in Davos präsente Organisationen, mit denen das WEF nicht in Kontakt stehe. "Von denen wissen wir teilweise nicht, wer sie sind und was sie bezwecken."

Coronavirus - Schweiz

Hoher Zuspruch für Maskenpflicht in öffentlichen Räumen

08:57
Versicherungen

Allianz Suisse beteiligt sich am Softwareunternehmen Sobrado

08:56
Bayern

Ufa sucht Hauptdarsteller für Wirecard-Verfilmung

08:35
USA

Trump sät weiter Zweifel an "ehrlicher" Präsidentenwahl

08:33
Brasilien

Wegen Corona: Rio verschiebt weltberühmten Karneval

08:31
Banken

Julius Bär verliert im Streit um DDR-Vermögen auch am Bundesgericht

07:37
Basketball

Lakers vor Einzug in NBA-Finalserie

07:09
WM Imola

Stefan Küng will die Chance packen

05:30
Deutschland

Fridays for Future demonstriert trotz Corona wieder fürs Klima

04:59
Coronavirus

Rio de Janeiro verschiebt Karneval für unbestimmte Zeit

04:30
Grossbritannien

Ungewöhnlicher Rückzug im Vatikan: Kardinal Becciu tritt ab

04:24
Coronavirus

Vier Schüler in Visp positiv auf Coronavirus getestet

03:27
Kriminalität

Kantonspolizei Obwalden warnt vor gefälschten Webseiten

02:13
Steinschlag

Axenstrasse nach Steinschlagalarm am Gumpisch gesperrt

01:33
Autobranche

BMW zahlt wegen dubioser Verkaufszahlen Millionenstrafe in den USA

00:22
Europäischer Supercup

Bayern München siegt nach Verlängerung

23:34
Spanien

Spanien übertrifft die Marke von 700 000 Corona-Infektionen

23:18
Europa League

St. Gallen scheitert trotz guter Leistung an AEK Athen

22:35
Europa League

Basel verteidigt klaren Vorsprung knapp und ist eine Runde weiter

22:27
USA

New York: Eigene Prüfung einer Impfung - Kein Vertrauen in Trump

21:33
Zurich Film Festival

16. Zürich Film Festival mit "Wanda, mein Wunder" eröffnet

20:30
Klimawandel

Die Meere schwitzen immer häufiger

20:00
Umwelt

Polizei birgt Kanister mit Kohlenwasserstoff aus dem Lago Maggiore

19:24
Italien

Mit Mode-Patchwork gegen den Corona-Blues

19:00
China

Corona-Aufräum-Aktion bringt Mann in England fast 400 000 Pfund ein

18:40
Europa

Asylpaket entzweit die EU - Heftige Kritik aus Prag und Budapest

18:36
French Open

French Open ohne Bencic - Wawrinka startet gegen Murray

18:23
French Open

French Open ohne Belinda Bencic

18:23
Bergunfall

Drei Menschen bei Sturz in Eisspalte im Kanton Bern schwer verletzt

17:56
Detailhandel

Migros-Chef Zumbrunnen: 2020 könnte ein Rekordjahr werden

17:04
WM in Imola

WM-Silber für Marlen Reusser

16:38
Eidg. Abstimmungen

Überdurchschnittlich hohe Stimmbeteiligung zeichnet sich ab

16:03
Dieselskandal

Ex-VW-Chef Winterkorn muss auch wegen Marktmanipulation vor Gericht

15:39
WTA Strassburg

Jil Teichmann scheitert an Switolina

15:35
Organisierte Kriminalität

Pink-Panther-Räuber in Zürich zu Freiheitsstrafen verurteilt

14:25
Coronavirus

Forscher melden Entdeckung "hochwirksamer" Antikörper gegen Corona

14:18
Belarus

Mehr als 360 Festnahmen bei Belarus-Protest gegen Lukaschenko

14:02
Spanien

Sorge vor neuem Streit: Spaniens König sagt Auftritt in Barcelona ab

13:56
Australien

Letzte Rettungsversuche für gestrandete Wale in Australien

13:37
China

Bekannter Hongkonger Aktivist Joshua Wong festgenommen

13:29
Rad

Märwil übernimmt die Schweizer Meisterschaften

13:01
Deutschland

Mord an Kind - Mutmassliche Sekten-Chefin in Deutschland verurteilt

12:57
Indonesien

Urlauberinsel Bali will mit 4400 Influencern Tourismus ankurbeln

12:50
Locarno Filmfestival

Künstlerische Leiterin Lili Hinstin verlässt Locarno Filmfestival

12:40
Frankreich

Ermittlungen zu Sarkozys Wahlkampffinanzierung 2007 bestätigt

12:36
Degenerative Krankheiten

Innsbrucker Forscher beweisen Wirkung von Cannabinoid bei Parkinson

12:33
Coronavirus - Schweiz

391 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet

12:31
Europa

Migrationsvorschlag: EU-Abgeordnete warnen vor neuen Morias

12:31
Wildtiere

15 junge Bartgeier in der Schweiz ausgeflogen

12:23
Biotechnologie

Mini-Organe kommen aus dem 3D-Drucker

12:19
Verkehrsunfälle

Mehr schwere Unfälle mit E-Bikes - Hauptproblem Tempo

12:16
Coronavirus - Schweiz

Vor Sommerferien keine Häufung von Coronafällen an Zürcher Schulen

12:00
Luftverkehr

Lufthansa will Corona-Schnelltests für Passagiere anbieten

11:36
Gleichstellung

Historisches Museum Luzern macht Tour zu 50 Jahren Frauenstimmrecht

11:29
Rohstoffhandel

Schweiz fordert mehr Transparenz im internationalen Goldhandel

11:12
Geschlecht

Einfacherer Wechsel der Geschlechtsidentität in Griffnähe

11:02
Verträge

Parlament gegen mehr Schutz bei automatisch verlängerten Verträgen

11:00
Eidg. Parlament

Parlamentsmitglieder legen 160 Kilometer zurück

10:44
Prozess

Freispruch für Klimaaktivisten in der Waadt aufgehoben

10:30
Prozess

Zwölf Klimaaktivisten in der Waadt verurteilt

10:30
Prozess

Freispruch für zwölf Klimaaktivisten widerrufen

10:30
Arbeitsmarkt

Google ist weiterhin attraktivster Arbeitgeber in der Schweiz

10:27
Deutschland

Jedes zweite EU-Land nun teilweise Corona-Risikogebiet

10:16
USA

Fall Breonna Taylor: Polizisten bei Protesten in den USA angeschossen

10:12
Geldpolitik

SNB bestätigt Geldpolitik und erwartet weniger tiefe Rezession

09:31
Coronavirus - Schweiz

Im Kanton Zürich gilt weiterhin Maskenpflicht beim Einkaufen

09:09
Nahrungsmittelimporte

Lachs-Importe in den letzten Jahren um 25 Prozent gestiegen

09:07