Gute Noten für die BAG-Kampagne im Kampf gegen das Coronavirus

Die Präventionskampagne des Bundes im Kampf gegen das Coronavirus zeigt gemäss einer Umfrage Wirkung. Nicht nur sind die Verhaltens- und Hygieneregeln einem Grossteil der Bevölkerung bekannt, sondern sie werden auch akzeptiert und umgesetzt.

So haben 92 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz in den letzten Tagen und Wochen die Informationskampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wahrgenommen, wie die am Montag veröffentlichte Bevölkerungsbefragung der Forschungsstelle sotomo und Demo Scope zeigt.

Noch umfassender bekannt als die eigentliche Präventionskampagne seien die durch die Kampagne vermittelten Inhalte: 98 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass ihnen die Verhaltensregel "gründlich Hände waschen" voll und ganz bekannt sei. Aber auch die anderen Verhaltensregeln wie "Händeschütteln vermeiden", "in Taschentuch oder Armbeute husten und niesen", "bei Fieber und Husten zuhause bleiben" sowie "Abstand halten", seien bei über 95 Prozent der Befragten bekannt.

Weniger bekannt sei die Regel "nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation". Doch auch dort gaben mehr als neun von zehn Befragten an, die Regel zu kennen.

Dass die Inhalte der Präventionskampagne des BAG sogar noch etwas bekannter seien als die Kampagne selber mache deutlich, dass die Botschaften auch innerhalb der Gesellschaft aktiv weiterverbreitet würden.

Verhaltensregeln werden auch umgesetzt

Die Botschaft der Behörden ist gemäss der Studie in der Bevölkerung nicht nur angekommen, sie wird auch umgesetzt. Fast neun von zehn Befragten würden im öffentlichen Raum auf das Hände schütteln verzichten.

Mehr als vier von fünf Befragten würden in ein Taschentuch oder in die Armbeuge husten und niesen: Drei Viertel der Befragten hätten angegeben, sich die Hände gründlich zu waschen und fast 70 Prozent würden den vorgeschriebenen Abstand einhalten.

Im beruflichen Leben werde das Hände waschen sogar noch stärker befolgt als im öffentlichen Raum, während die Abstandsregeln etwas weniger konsequent eingehalten würden.

Sensibilisierung von Vorerkrankten

Weniger umfassend angekommen als bei den Älteren (90 Prozent) sei die zielgruppenspezifische Präventionsbotschaft bei Menschen mit einer Vorerkrankung (79 Prozent). Diese haben ein erhöhtes Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden.

Im Unterschied zu den Älteren seien sie im öffentlichen Raum jedoch kaum als Gruppe erkennbar und ihr Verhalten werde weniger thematisiert. Diese Gruppe sollte deshalb im Präventionskontext sinnvollerweise stärker sensibilisiert werden, heisst es.

Der grösste Teil der Befragten sehe sich derzeit der aktuellen und der kommenden Krise gewachsen, auch wenn sie von vielen als sehr bedrohlich eingeschätzt werde. Es bleibe allerdings abzuwarten, wie sich diese Einschätzungen veränderten, wenn die Krisensituation anhalte und damit auch vermehrt an die Substanz gehen werde, heisst es weiter.

Generell werde das Coronavirus im Tessin und auch in der Romandie als wesentlich bedrohlicher eingeschätzt als in der Deutschschweiz. Gleiches gelte für die persönliche Verunsicherung und die Angst: Die Die Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer schienen gegenwärtig deutlich gelassener zu sein. Bezüglich Zuversicht und Widerstandsfähigkeit zeigten sich jedoch keine sprachregionalen Unterschiede.

Gute Noten für das BAG

Insgesamt wird die Arbeit des BAG positiv bewertet. Auf einer Zehnerskala erhielt das BAG einen Durchschnittswert aller Befragten von 8,9. Fast neun von zehn Befragten hätten die Ansicht geäussert, dass das BAG mit seiner Informationskampagne angemessen beziehungsweise genau richtig informiere. Eine relativ kleine Minderheit von neun Prozent habe die Information als zu verharmlosend eingestuft. Kaum jemand sei derzeit der Ansicht, dass das BAG übertreibe.

Der Fragebogen wurde vom BAG gemeinsam mit der Forschungsstelle sotomo entworfen. Die Online-Befragung wurde vom 19. bis zum 23. März durch die Demo Scope AG durchgeführt. Für die Auswertung wurden die Angaben von 2079 Menschen verwendet, die nachträglich gewichtet wurden, um Repräsentativität für die Schweizer Wohnbevölkerung herzustellen. Die Messgenauigkeit für die gesamte Stichprobe wird mit plus/minus 2,1 Prozent bei 95 Prozent Sicherheit angegeben.

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