Neuer Heizkessel für historischen Genfersee-Raddampfer

Der letzte vollständig in der Schweiz gebaute Schaufelraddampfer wird derzeit in Lausanne restauriert. Am Dienstag wurde in die bald 100-jährige Rhône ein neuer 32 Tonnen schwerer Dampfkessel eingesetzt.

"Die Restaurierung, die zwei Jahre dauern wird, ist zur Hälfte fertiggestellt und verbindet die Erhaltung des historischen Erbes mit modernster Technologie", sagte Andreas Bergmann, Generaldirektor der Schifffahrtsgesellschaft des Genfersees (CGN), vor den Medien in der Werft von Lausanne. Die Reparatur des entlackten Metallrumpfs ist bereits abgeschlossen. Letztmals war das CGN-Flaggschiff 1969 umfassend überholt worden.

Das 1927 von Sulzer in Winterthur erbaute Schiff wird "so nah wie möglich am Originalzustand" restauriert, sagte der technische Direktor Irwin Gafner. Einige der Anpassungen, die im Laufe der Jahre gemacht worden waren, werden wieder zurückgenommen. Der Zugang zum Salon wird in seine ursprüngliche Position zurückversetzt, in eine zentralere Lage, und durch Bullaugen kann man von innen sehen, wie sich die Schaufelräder drehen.

Sicherer und sparsamer mit Energie

Doch es gibt auch Modernisierungen: So wird das Steuerhaus, der Arbeitsort des Kapitäns, um 20 Zentimeter höher gebaut, weil die Menschen heute grösser sind. Der Salon im Stil der Belle Epoque, die Schaufelräder und die Dampfmaschine aus dem Jahr 1927 werden sorgfältig konserviert und restauriert. Fast 200 Arbeiter mit 61 verschiedenen Handwerksberufen beteiligen sich an der Restaurierung des 68 Meter langen Schiffes.

Der 850 Personen fassende Dampfer wird auch sicherer - zum Beispiel im Brandfall - und wird weniger Energie verbrauchen. "Die restaurierte Rhône wird etwa 30 Tonnen weniger wiegen, was ihre Steuerbarkeit verbessern und ihren Verbrauch senken wird", sagte Gafner weiter.

Knapp 16 Millionen Franken

Die Kosten für die Restaurierung wurden auf 15,8 Millionen Franken veranschlagt und hauptsächlich von den Kantonen Waadt, Genf und Wallis finanziert. 1,7 Millionen Franken kommen vom Bundesamt für Kultur und 2,7 Millionen Franken vom Verband Dampferfreunde Genfersee.

"Wir hoffen, bis 2030 alle acht Belle-Epoque-Schiffe der CGN auf dem See zu sehen", sagte Maurice Decoppet, Präsident der Association des amis des bateaux à vapeur du Léman (ABVL). Einer der "grossen Brocken", der noch zu renovieren ist, ist die Helvetia, "die seit fast 20 Jahren nicht mehr gefahren ist".

"Für die exemplarische Erhaltung der Belle-Époque-Dampferflotte erhielt die ABVL 2014 den Europa-Nostra-Preis der EU für das Kulturerbe Europa.

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