Steve Wozniak wird 70

Der erste brauchbare Personal Computer, der Apple I, wurde von einen einzigen Menschen erfunden und entwickelt: Steve Wozniak. Der Tüftler, der nun 70 Jahre alt wird, bildete beim Aufbau von Apple den Gegenpol zu seinem visionären Kumpanen Steve Jobs.

Die Computerrevolution begann für Apple-Mitbegründer Steve Wozniak in der Garage eines arbeitslosen Ingenieurs im Silicon Valley. "Es passierte im März 1975 beim allerersten Treffen einer merkwürdigen, schrulligen Truppe von Leuten, die sich Homebrew Computer Club nannte." Diese Nerds träumten davon, dass Computertechnologie für die Allgemeinheit erreichbar sein sollte. Menschen sollten es sich leisten können, einen eigenen Computer zu besitzen und damit zu arbeiten oder zu spielen. Und dank des Genies von Wozniak, der vor 70 Jahren am 11. August 1950 in Sunnyvale (Kalifornien) geboren wurde, sollte es kein Traum bleiben.

Anfang der 70er Jahre gab es noch keine Personal Computer. Über schrankgrosse Rechenanlagen, die für normale Menschen unbezahlbare Technikmonster waren, verfügten nur wenige Unternehmen, einige Universitäten und das Militär. Im Homebrew Computer Club redeten sich die Hobbybastler aber darüber die Köpfe heiss, wie man die Technologie erschwinglich machen kann.

Wozniak wuchs mit elektronischen Bauteilen als liebstes Spielzeug auf. Als Teenager lötete "Woz", wie er von allen Freunden genannt wurde, gerne an Schaltkreisen herum. Er las alles, was er in die Hände bekam, um an diese unzugänglichen Maschinen zu gelangen.

Auf der High School lernte Woz den fast fünf Jahre jüngeren Steve Jobs kennen, der seine Begeisterung für Computer teilte. Trotz des Altersunterschieds fanden sie schnell gemeinsame Interessen - von den "elektronischen Sachen" bis hin zum Spass an ulkigen Scherzen.

"Woz war der erste Mensch, den ich traf, der mehr über Elektronik wusste als ich", sagte Jobs später. Wozniak brachte ihm die Songs von Bob Dylan nahe, gemeinsam jagten sie Mitschnitten seiner Live-Auftritte nach. Und sie verabschiedeten eine Abschlussklasse an ihrer Highschool mit einem riesigen Stinkefinger-Transparent, das sich plötzlich von einem Balkon entrollte. Dieser Streich habe ihre Freundschaft besiegelt, erzählte Jobs später.

Das erste gemeinsame technische Projekt der beiden Freunde war eigentlich kriminell. Sie waren darauf aufmerksam geworden, wie das Telefonsystem der USA so manipuliert werden konnte, dass man kostenlos Telefonate führen konnte. Alle Steuerfrequenzen waren in einem öffentlich zugänglichen Handbuch aufgeführt. Während der Telekom-Riese AT&T sich daran machte, die Handbücher schleunigst aus den Bibliotheken zu entfernen, schlichen sich die Freunde an einem Sonntag in eine geschlossene Bücherei und sicherten sich das Buch.

Schon beim "Blue Box Hack" zeichnete sich die Aufgabenteilung ab, die später bei Apple galt: Jobs war der weitsichtige Geschäftsmann, der die Box möglichst vielen verkaufen wollte, Woz der geniale Tüftler. Sie nutzten das Gerät aber vor allem zum Spass, um selbst kostenlose Ferngespräche zu führen. Einmal riefen sie aus einer Telefonzelle den Vatikan an, Wozniak gab sich als US-Aussenminister Henry Kissinger aus und verlangte, dringend den Papst zu sprechen. Zum Kirchenoberhaupt wurden sie nicht durchgestellt - doch die Box funktionierte.

Im Januar 1973 trat Wozniak eine Stelle bei Hewlett-Packard (HP) an, um am Design von Schaltkreisen zu arbeiten, die für Rechenmaschinen und Taschenrechner verwendet wurden. In seiner Freizeit sicherte er sich einen Platz in der Geschichte der Computerspiele, denn in nur vier Tagen programmierte Woz die Spielelektronik für das legendäre Game "Breakout" von Atari. Bis heute ist nicht klar, ob Steve Jobs seinen Freund bei dem von ihm vermittelten Gig übers Ohr gehauen hat. Wozniak schreibt in seiner Autobiografie "iWoz", er habe von Jobs die Hälfte der 700 Dollar erhalten, die er nach seinen Angaben dafür bekommen habe. "Später erfuhr ich, dass er doch etwas mehr für die Arbeit bekommen hatte, als er mir damals gesagt hatte - etwa ein paar Tausend Dollar (...) Er war nicht ehrlich mit mir, und ich war verletzt. Aber ich machte daraus keine grosse Sache." Jobs dementierte später, dass er Woz übervorteilt hat.

Geld und ökonomischer Erfolg spielte im Universum von Wozniak aber ohnehin eine untergeordnete Rolle: "Ich wollte immer nur Ingenieur sein", und seine Arbeit mit Freunden teilen, sagte er. Das Design des ersten brauchbaren Personal Computers, des Apple I, wollte Woz ursprünglich für andere Bastler offenlegen. Jobs musste ihn überreden, daraus eine Firma aufzubauen.

Sein Meisterstück lieferte Wozniak 1977 mit dem Apple II. Jobs liess dafür ein Plastikgehäuse entwerfen, um auch Anwender ausserhalb der Bastlerszene anzusprechen und kümmerte sich um entsprechende Produktionskapazitäten. Er sorgte auch dafür, dass die nötigen Gelder zu Verfügung standen, indem er Investoren wie Mike Markkula und Arthur Rock mit ins Boot holte.

Beim Design der Platine des Apple II erwies sich Woz als Genie, denn ihm gelang es, mit unvorstellbar wenigen Bauteilen auszukommen. Der Apple II konnte Farben und Grafiken darstellen, zudem war er vielseitig erweiterbar. Der Rechner von Woz erwies sich für Apple als riesiger kommerzieller Erfolg. Er sorgte dafür, dass Apple Computer zu einer weltweit bekannten Marke wurde. Der Börsengang von Apple im Jahr 1980 machte Wozniak und Jobs zu Millionären.

Die Zusammenarbeit der beiden Steves dauerte aber nicht mehr lange: Im Februar 1981 verunglückte der Hobby-Pilot Wozniak beim Start eines Kleinflugzeugs. Er wurde am Kopf verletzt und litt wochenlang unter Gedächtnisstörungen. Danach nahm sich Woz eine Auszeit von Apple, organisierte zwei Festivals mit Musik und Technologie. 1983 kehrte er zurück - nur um sich 1985 endgültig zu verabschieden. Formal ist Woz bis heute Angestellter von Apple und bezieht ein symbolisches Gehalt.

In den Zeiten vor der Corona-Pandemie jettete Wozniak als Legende aus den Anfangszeiten der PC-Branche um die Welt, um auf Tech-Shows und anderen Events zu sprechen. Er tanzte aber auch ungelenk durch die TV-Show "Dancing with the Stars" im US-Fernsehen und tauchte als er selbst in der Serie "Big Bang Theory" auf. In jüngster Zeit konnten die US-Fernsehzuschauer ihn zusammen mit seiner Frau Janet in der Fox-Show "Celebrity Watch Party" sehen, wie sie in ihrem Wohnzimmer sich andere Fernsehsendungen anschauen und witzig kommentieren.

Frankreich

Macron wirft politischen Kräften im Libanon Verrat vor

20:53
Belgien

Belgien: Tausende demonstrieren gegen geplante Regierung

20:40
Belarus

Uniformierte gehen mit Grossaufgebot gegen Lukaschenko-Gegner vor

20:26
Israel

Israelische Soldaten müssen in Corona-Krise in Stützpunkten bleiben

19:49
French Open

Wawrinka lässt Murray keine Chance

19:25
French Open

Jil Teichmann scheitert in der 1. Runde

19:01
Super League

St. Gallen ganz vorne, Basel fürs Erste hinten

18:04
Deutschland

Klare Niederlage der Bayern gegen den Neffen von Uli Hoeness

17:42
Kampfjets

Stimmvolk sagt hauchdünn Ja zum Kauf neuer Kampfjets

17:04
Kampfjets

Stimmvolk sagt knapp Ja zum Kauf neuer Kampfjets

17:04
Wolf

Stimmvolk lehnt Änderung des Jagdgesetzes mit 51,9 Prozent ab

16:57
Wolf

Stimmvolk lehnt Änderung des Jagdgesetzes ab

16:57
WM Imola

Hirschi als Dritter auf dem Podest - WM-Titel an Alaphilippe

16:44
WM Imola

Hirschi auf dem Podest - WM-Titel an Alaphilippe

16:44
Kommunale Abstimmung

In Zürich kann ein neues Fussballstadion gebaut werden

16:42
Kommunale Abstimmung

In Zürich zeichnet sich ein Ja zum Fussballstadion ab

16:42
Kantonale Abstimmungen GE

In Genf verdienen alle künftig mindestens 23 Franken pro Stunde

15:51
Kantonale Abstimmung NW

Nidwalden bleibt für Unternehmen bei Steuern global top

15:06
Kantonale Abstimmung SZ

Im Kanton Schwyz gibt es keine zweisprachige Sekundarschule

15:01
Formel 1

Bottas' Sieg - Hamiltons leichtsinniger Fehler

15:00
Kommunale Abstimmung

Stadt Bern leistet Pionierarbeit bei Parteienfinanzierung

14:52
ATP Hamburg

Fünfter ATP-Titel für Andrej Rublew

14:42
Kantonale Abstimmung LU

Luzerner wollen mehr Transparenz bei Wohnungsmieten

14:16
Frankreich

Mediziner fordern "drastische Massnahmen" in Frankreich gegen Corona

14:07
Strassenverkehr

Zehn Kilometer Stau vor dem Gotthardtunnel

13:54
Armenien

Papst Franziskus ruft zu Frieden im Südkaukasus auf

13:33
Motorrad

Tom Lüthi verpasst die Top Ten

13:00
Australien

Corona-Lockerungen in Australien: Victorias Ausgangssperre aufgehoben

12:55
Deutschland

Ex-Wirtschaftsminister und NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement tot

12:48
Kinderbetreuung

Vom Parlament aufgestockte Kinderabzüge bestehen nicht vor dem Volk

12:05
Kinderbetreuung

Hochrechnung: 64 Prozent Nein zu höheren Kinderabzügen

12:05
Kinderbetreuung

Hochrechnung: 65 Prozent Nein zu höheren Kinderabzügen

12:05
Kinderbetreuung

Volk sagt gemäss Trendrechnung Nein zu höheren Kinderabzügen

12:05
Vaterschaftsurlaub

Hochrechnung: 61 Prozent Ja zu zwei Wochen Vaterschaftsurlaub

12:04
Vaterschaftsurlaub

Stimmvolk sagt gemäss Trendrechnung Ja zum Vaterschaftsurlaub

12:04
Zuwanderung

Volk und Stände verwerfen SVP-Begrenzungsinitiative wuchtig

12:01
Zuwanderung

Hochrechnung: 62 Prozent Nein zur SVP-Begrenzungsinitiative

12:01
Zuwanderung

Hochrechnung: 63 Prozent Nein zur SVP-Begrenzungsinitiative

12:01
Zuwanderung

Stimmvolk sagt gemäss Trendrechnung Nein zur Begrenzungsinitiative

12:01
Israel

Israels Präsident ruft zum Gedenken an Corona-Tote auf

11:29
Armenien

Schwere Gefechte in Berg-Karabach - Armenien ruft Kriegszustand aus

11:28
Deutschland

Schalke 04 stellt Trainer Wagner frei

10:51
USA

Biden: Trump lügt wie Goebbels

10:20
Belarus

Macron: "Es ist klar, dass Lukaschenko gehen muss"

10:19
Mexiko

Haftbefehle gegen Soldaten wegen verschleppter Studenten in Mexiko

10:17
NHL

Dallas Stars erzwingen Spiel 6

08:19
Basketball

Los Angeles Lakers erstmals seit 2010 im NBA-Final

07:49
WM Imola

Die Schweizer Medaillenhoffnungen ruhen auf Marc Hirschi

07:39
Botanik

Ein Viertel aller fleischfressenden Pflanzen weltweit ist bedroht

06:28
Super League

Lausanne und Vaduz fordern die Arrivierten

06:00
Coronavirus

Epidemiologe Salathé sieht Silberstreifen am Horizont

05:19
Abstimmungen

Stimmvolk muss sich zum bilateralen Weg äussern

04:30
Israel

Trotz Corona-Lockdown demonstrieren Tausende in Israel

03:00
International

Stoltenberg: Nato muss sich mehr auf Klimawandel einstellen

00:32
Unfall

E-Bike-Fahrer in Lugano nach Kollision mit Auto schwer verletzt

00:27
USA

Trump nominiert Barrett für Ginsburg-Nachfolge am Obersten Gericht

23:54
Venezuela

Proteste gegen Versorgungsengpässe in Venezuela

21:55