Stefan Küng will die Chance packen

Stefan Küng setzt an der Rad-WM in Imola alles auf eine Karte. Der Thurgauer verzichtet auf das Strassenrennen und strebt stattdessen im Zeitfahren als einer der Mitfavoriten eine Medaille an.

Nach seinem Coup vor einem Jahr, als er in der nordenglischen Region Yorkshire als erster Schweizer seit 1999 in einem WM-Strassenrennen eine Medaille gewinnen konnte, strebt der Schweizer Zeitfahr-Meister nun auch in seiner eigentlichen Paradedisziplin das WM-Podest an. Nach seinem vor Monatsfrist in Plouay errungenen EM-Titel gehört Küng in Italien zum ersten Mal bei internationalen Titelkämpfen zum Kreis der Favoriten.

"Das Selbstvertrauen stimmt, die Form auch", blickt er zuversichtlich auf seinen ersten persönlichen Saisonhöhepunkt voraus. Nach seinem frühzeitigen Ausstieg aus der Tour de France Mitte der letzten Woche hat der 26-Jährige vom Team Groupama-FDJ die vergangenen Tage vor allem zur Erholung genutzt. "Ich bin körperlich und mental sicher viel frischer, als wenn ich die Tour zu Ende gefahren hätte", bestätigte er. "Dann ging es aber auch darum, mich wieder ans Zeitfahr-Velo zu gewöhnen."

Seit dem Saison-Neustart Anfang August haben sich für Küng die Möglichkeiten, sich im Kampf gegen die Uhr auf internationaler Ebene zu beweisen, in Grenzen gehalten. Bei seiner einzigen Gelegenheit, dem EM-Zeitfahren kurz vor dem Start der Tour de France, liess der Schweizer allerdings die gesamte Konkurrenz hinter sich. "Der EM-Titel war für mich eine Bestätigung der Fortschritte, die ich im Training gemacht hatte." Bereits der 10. WM-Rang im letzten Jahr sei nach dem erfolgten Positionswechsel auf dem Spezial-Velo "ein Schritt in die richtige Richtung gewesen".

Die Zeit ohne Wettkämpfe während der Corona-Pause im Frühling hat Küng intensiv genutzt, um das spezifische Zeitfahr-Training voranzutreiben. "Etwas, das während einer normalen Saison oft zu kurz kommt, wenn man noch andere Ziele verfolgt." Es gebe heutzutage Fahrer wie Victor Campenaerts, Filippo Ganna oder auch Rohan Dennis, die ihre Saisonplanung voll auf die Zeitfahren auslegen würden, so der Klassiker-Spezialist.

Lange Favoritenliste

Sie alle gehören für Freitag auf die lange Liste der Medaillenkandidaten. Während der Australier Dennis nach seinen Siegen 2018 und 2019 den Titel-Hattrick anstrebt, schielen andere wie der formstarke Belgier Wout van Aert, der Brite Geraint Thomas, der Franzose Remo Cavagna oder der Däne Kasper Asgreen ebenfalls aufs Podest. Auch der Niederländer Tom Dumoulin, der Zeitfahr-Weltmeister von 2017, darf sich in Imola gute Chancen ausrechnen.

Der flache WM-Parcours durch die Region Emilia-Romagna, dessen Start und Ziel sich auf der Formel-1-Rennstrecke befinden, dürfte aufgrund seiner Länge (31,7 km) und dem Profil (nur 200 Höhenmeter) den starken Roller-Qualitäten von Küng entgegenkommen. "Der erste Teil der Strecke ist ohne grosse Schwierigkeiten und mit vielen Geraden. Erst auf den letzten fünf, sechs Kilometern wird es welliger und technisch anspruchsvoller", erklärte Küng.

Trotz seines Status als Favorit hat sich für ihn im Vergleich zu den letzten Jahren nicht viel geändert. "Klar, die Ungewissheit ist weg. Der EM-Titel hat mir Selbstvertrauen gegeben. Ich weiss, wenn ich meine Leistung abrufen kann, bin ich vorne dabei."

Bleibt noch die Frage nach dem nicht geplanten Einsatz im WM-Strassenrennen vom Sonntag. "Das Herz hat 'ja' gesagt, der Verstand 'nein'", erläuterte der letztjährige WM-Dritte seinen Entscheid. Küng hat die Strecke analysiert und aufgrund des hügeligen Profils als zu schwierig empfunden.

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