Schweizer Bobfahrer wollen Heimvorteil nützen

Der Bob-Weltcup gastiert an diesem Wochenende in St. Moritz. Die Schweizer wollen den kleinen Vorteil der Heim-Bahn zu einem Topresultat nützen.

Riesig ist der Heim-Vorteil der Schweizer auf dem Olympia-Bobrun jeweils nicht. Erst zwischen Weihnachten und Neujahr konnten die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer einige Trainingsfahrten auf der einzigen Natureisbahn im Weltcup-Zirkus absolvieren. Die Deutschen haben auf ihren Heimbahnen jeweils schon im Oktober oder November hunderte Läufe hinter sich.

Dennoch ist die Freude gross, dass angesichts der wieder schlimmer gewordenen Corona-Situation überhaupt gefahren werden kann. "Es könnte auch sein, dass wir zuhause sitzen müssen", stellte Simon Friedli fest. Die bisherige Saison verlief aus Schweizer Sicht durchaus viel versprechend. Michael Vogt belegt im Gesamt-Weltcup den 3. Platz und fuhr in Sigulda in drei von vier Rennen auf das Podest. Mit Ausnahme eines negativen Ausreissers in Innsbruck klassierte er sich auch in den übrigen fünf Zweier-Wettkämpfen immer in den Top 7.

Der 23-jährige Schwyzer konnte als einziger Schweizer nicht von den Trainings in St. Moritz profitieren, da er Ende Jahr wegen eines Corona-Falles in seinem privaten Umfeld in Quarantäne musste. Dennoch gibt er sich zuversichtlich: "Das Ziel bleibt ein Platz in den Top 6." Er hat unterschiedliche Erinnerungen an die Olympiabahn von 1928 und 1948. Vor zwei Jahren war er in seiner ersten Weltcup-Saison Vierter, vor zwölf Monaten aber nur Achtzehnter.

Simon Friedli fuhr im Engadin noch gar nie im Weltcup. Der überraschende EM-Zweite des letzten Jahres etablierte sich in seiner ersten vollen Weltcup-Saison in der erweiterten Spitze und fuhr in sechs von neun Rennen in die Top 10. Das ist auch in St. Moritz das erklärte Ziel des 29-jährigen, ehemaligen Anschiebers aus dem Kanton Solothurn. "Wir sind auf gutem Weg", ist er überzeugt.

Besonders froh zeigte sich Friedli über die Trainingsmöglichkeiten mit dem grossen Schlitten. Wegen des Coronavirus wurden vor Weihnachten nur Wettkämpfe im Zweier ausgetragen, beim Debüt mit dem Vierer vor einer Woche in Winterberg zeigten die Schweizer noch Defizite bei der Abstimmung. Zudem hängen die Trauben seit dem Jahreswechsel und der Rückkehr der Kanadier und Amerikaner in den Weltcup wieder etwas höher. Das Mass aller Dinge bleiben aber auch in St. Moritz die Deutschen, die bislang jedes Rennen - bei Männern und Frauen - für sich entschieden haben.

Positiver Schweizer Konkurrenzkampf bei den Frauen

Bei den Frauen entwickelte sich in dieser Saison etwas überraschend ein Konkurrenzkampf um die Schweizer Nummer 1. Zum einen konnte Martina Fontanive ihr Potenzial wegen eines Muskelfaser-Einrisses im rechten Oberschenkel (noch) nicht ausschöpfen, zum anderen verblüffte die Weltcup-Debütantin Melanie Hasler mit einem 4. und zwei 5. Plätzen. Für die 22-jährige ehemalige Volleyballspielerin aus Berikon eröffnet sich damit überraschend sogar die Perspektive einer Olympia-Teilnahme bereits 2022. "Eigentlich war geplant, dass ich in diesem Winter noch Erfahrungen im Europacup sammle", erzählt die Aargauerin. "Jetzt läuft es besser als gedacht."

In St. Moritz, wo sie letztes Jahr als Vierte ihr Weltcup-Bestresultat erreichte, will nun auch Fontanive wieder angreifen. "Es wäre vermessen zu denken, das könne man so einfach bestätigen", warnt die 34-jährige Zürcherin zwar. "Aber athletisch bin ich wieder zu 100 Prozent fit, ich habe einfach noch ein bisschen Trainingsrückstand." Obwohl sie zum Teil sitzend starten musste, fuhr sie alle Rennen, um das Feingefühl in den Händen zu bewahren. Den Konkurrenzkampf sehen beide Pilotinnen positiv. Es geht in erster Linie darum, zwei Startplätze für Peking 2022 zu sichern.

Melanie Hasler und Michael Vogt werden nächste Woche für die Junioren-WM gleich in St. Moritz bleiben und den Weltcup in Königssee auslassen. Beim Finale in Igls werden auch Friedli und Fontanive fehlen, da sie wie Vogt und Hasler frühzeitig nach Altenberg reisen, um auf der WM-Bahn zu trainieren.

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