Bayer verbucht wegen Glyphosat-Klagen Milliardenverlust

Die Folgen der Übernahme des einstigen US-Rivalen Monsanto haben dem Agrarchemie-Konzern Bayer den höchsten Verlust seiner Geschichte eingebrockt. Die tiefroten Zahlen lagen vor allem an Rückstellungen für die US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Glyphosat.

Im vergangenen Jahr lag das Konzernergebnis von Bayer mit 10,5 Milliarden Euro im Minus, wie der Konzern am Donnerstag bekanntgab. 2019 hatte es noch einen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro gegeben.

Im Jahr 2016 leitete Bayer die Übernahme von Monsanto ein und hoffte auf einen Schub für profitable Geschäfte. Ein Kassenschlager von Monsanto ist der Unkrautvernichter Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat. Viele Landwirte setzen das Mittel ein, auch manche Schrebergärtner nutzen es.

Klagewelle in den USA

Bayer betont, dass Glyphosat bei sachgerechter Anwendung sicher sei, Kritiker warnen hingegen vor Gefahren für die Gesundheit. In den USA sorgte Glyphosat für eine Klagewelle. Inzwischen meldeten rund 125'000 Kläger Ansprüche an bei Bayer.

Die düsteren Wolken am Bayer-Himmel lichteten sich 2020 etwas, als es zu einer Einigung mit den Klägeranwälten kam - für bis zu 9,6 Milliarden Dollar will Bayer Ansprüche von bereits eingegangen Klageschreiben abgelten. Rund 90'000 Klagen sind bereits abgehakt. Drei Milliarden Dollar wurden bereits überwiesen, Tendenz steigend.

Verhandlungen zu 35'000 weiteren Klagen laufen aber noch. "Da sind wir auf einem guten Lösungsweg", sagte Baumann. Unter Zeitdruck sieht Baumann sein Unternehmen hierbei nicht. "Wir sind dann fertig, wenn wir fertig sind."

Die Einigung zu einem wichtigen separaten Strang steht noch aus: Es geht um Klagen, die erst in Zukunft eingereicht werden könnten. Hierfür legte Bayer 2 Milliarden Dollar auf die hohe Kante. Allerdings steht noch die Zustimmung eines US-Richters zu diesem Vertragswerk aus - dessen Entscheidung könnte nach den Worten von Baumann Ende März oder Anfang April verkündet werden. Am 31. März findet eine wichtige Anhörung vor dem Richter statt.

Vorsichtig im Ausblick

So düster die Bayer-Bilanz für 2020 angesichts der immensen Monsanto-Rückstellungen und wegen Abschreibungen auf das Agrargeschäft ausfällt, einen positiven Aspekt hat sie: Der Glyphosat-Ballast steht nun schwarz auf weiss in den Büchern. Der Konzern rechnet nicht damit, dass noch weitere Zahlungen hinzukommen könnten, die vom bisher geplanten Rechtsstreit-Budget nicht gedeckt wären.

Damit könnte sich auf dem Börsenparkett alsbald eine Sorge verflüchtigen, die gewissermassen Gift war für den Aktienkurs: dass der Glyphosat-Streit ein Fass ohne Boden ist. Am Donnerstag sank der ohnehin schon niedrige Börsenkurs. Das hing damit zusammen, dass die Bayer-Chefetage vorsichtig auf das laufende Geschäftsjahr blickt. Zudem soll die Dividende für 2020 sinken.

Ein Blick auf die Geschäfte des 100'000-Mitarbeiter-Konzerns: Die entwickelten sich 2020 insgesamt durchwachsen. So sackte der Umsatz um 4,9 Prozent ab auf 41,4 Milliarden Euro. Hauptgrund hierfür waren allerdings negative Währungseffekte - weil der Wert von Währungen in Lateinamerika sank, bekam Bayer weniger Euro in die Kasse. Ohne Währungseffekte und auf Basis des gleichen Portfolios wäre es sogar ein kleines Umsatzplus von 0,6 Prozent gewesen.

Die Geschäfte der unterschiedlichen Konzernbereiche hatten Licht und Schatten. Der Verkauf rezeptpflichtiger Arzneimitteln lief schwach, weil in Coronazeiten viele nicht dringliche Behandlungen verschoben wurden - dadurch sank der Bedarf an Bayer-Produkten. Bei rezeptfreien Mitteln wirkte sich Corona hingegen positiv aus - viele Menschen kauften Nahrungsergänzungsmittel, um ihre Gesundheit zu stärken.

Bayers Agrargeschäft zog nach einer Schwächephase zum Jahresende an, Währungen wie der brasilianische Real entwickelten sich aber schwach.

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