Söder ruft CDU-Chef Laschet zum Kanzlerkandidaten aus

Das Rennen um die christdemokratische Kanzlerkandidatur in Deutschland ist entschieden. Nach dem klaren Votum des CDU-Vorstands hat CSU-Chef Markus Söder CDU-Chef Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten der Union ausgerufen.

"Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union", sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München. Söder betonte, er werde, wie angekündigt, das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef akzeptieren und Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Nun gehe es darum zusammenzustehen. "Nur eine geschlossene Union kann am Ende erfolgreich sein."

Bei der sogenannten "K-Frage" in Deutschland geht es um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel, die nach vier Amtszeiten und fast 16 Jahren im Kanzleramt bei der Bundestagswahl am 26. September nicht noch einmal antritt. Merkels CDU und die bayerische Schwesterpartei CSU stellen bei Bundestagswahlen stets einen gemeinsamen Spitzenkandidaten auf, den sie gewöhnlich im Konsens ermitteln.

Söder zog nun rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter den seit mehr als einer Woche kochenden Machtkampf mit Laschet um die Kandidatur. In seinem kurzen Statement, bei dem keine Fragen möglich waren, dankte Söder seinen Unterstützern, gerade auch aus der CDU.

CSU-Generalsekretär Markus Blume betonte, Söder habe in den vergangenen Tagen eindrucksvoll bewiesen, welche Zugkraft er für die CDU/CSU entfalten könne. "Markus Söder war erkennbar der Kandidat der Herzen", sagte er. Aber am Ende entscheide in einer Demokratie die Mehrheit. Dies akzeptiere die CSU.

Ob aber die kontroverse Debatte um die Kanzlerkandidatur in der Union gänzlich beendet ist, bleibt abzuwarten. "Es wird sicher noch Diskussionen geben, aber wir jedenfalls werden unseren Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leisten", sagte auch Söder.

Mit Spannung erwartet werden daher insbesondere die Reaktion der CDU/CSU-Fraktion am Nachmittag im Bundestag sowie die Rückmeldungen von der CDU-Basis in den kommenden Tagen. Hier hatte es in den vergangenen Tagen auch grossen Zuspruch für Söder gegeben.

In einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands hatten in der Nacht zum Dienstag 31 von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für den eigenen Parteivorsitzenden Laschet als Kanzlerkandidaten plädiert (77,5 Prozent). Nur neun stimmten für Söder (22,5 Prozent), sechs enthielten sich.

Laschet hatte am Montagabend zum Auftakt der CDU-Vorstandssitzung seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur bekräftigt. "Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen", sagte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir sind heute in der Verantwortung, ein Zeichen zu setzen, wo der Wahlkampf hingeht." Viele Mitglieder hätten ihm in den vergangenen Tagen gesagt, er müsse "stehen", und ihn unterstützt.

Söder und die CSU hatten die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst am Montagnachmittag nach einem einwöchigen nervenaufreibenden Machtkampf in die Hand der CDU gelegt. Dies entscheide die CDU jetzt "souverän", hatte er gesagt. "Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung."

Die Union steht nicht nur wegen der internen Folgen des Streits fünf Monate vor der Bundestagswahl maximal unter Druck. Hinzu kommt, dass die Grünen - nach aktuellen Umfragen stärkste Kraft hinter der Union - Parteichefin Annalena Baerbock als ihre Kanzlerkandidatin präsentierten. Dass für die SPD Finanzminister Olaf Scholz antritt, steht seit längerem fest.

In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts INSA kommt die CDU/CSU auf 28 Prozent, die Grünen verbuchen 21 Prozent. An dritter Stelle steht der SPD mit 16 Prozent, gefolgt von der rechtspopulistischen AfD mit 12, der FDP (Liberale) mit 11 und der Linken mit 7 Prozent.

Ein solches Wahlergebnis könnte auf eine schwarz-grüne Koalition mit Laschet als Kanzler und Baerbock als Vizekanzlerin hinauslaufen. Aber auch eine "Ampel" aus Grünen, SPD und FDP wäre nicht mehr weit von einer Mehrheit entfernt. In einer solchen hätte Baerbock eine Chance auf das Kanzleramt.

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