Europäische Super League: Rascher Rückzug der Klubs

Die Pläne einer Super League stellen Europas Fussball vor eine Zerreissprobe. Doch nach heftigen Drohungen der Gegner wenden sich zunächst die beteiligten englischen Klubs ab. Es ist eine Totgeburt.

Nachdem Manchester City den Anfang gemacht hatte und auch Liverpool, Manchester United, Tottenham Hotspur und Arsenal gefolgt waren, gab Chelsea in der Nacht zum Mittwoch als letzter der sechs Topklubs aus England den Rückzug in einer Mitteilung auf der Klub-Homepage bekannt. Berichte darüber hatte es schon zuvor gegeben. Ausgestiegen ist ausserdem Inter Mailand.

Noch bevor weitere Klubs wie der FC Barcelona, Atlético Madrid oder Milan ebenfalls den Rückzug antraten, vermeldete Andrea Agnelli, der Präsident von Juventus Turin und zusammen mit Real Madrids Präsident Florentino Perez der Initiant des höchst umstrittenen Projekts, das Ende. Auf die Frage der Nachrichtenagentur Reuters, ob es mit der European Super League weitergehe, sagte er: "Um offen und ehrlich zu sein: Nein, das geht offensichtlich nicht." Mit bestenfalls fünf oder sechs Klub könne die Idee nicht umgesetzt werden, so Agnelli. "Ich bleibe aber überzeugt von der Schönheit dieses Projekts. Doch ich muss zugeben, dass dieses Projekt jetzt nicht mehr läuft."

In den Stunden zuvor hatten Perez und Agnelli an ihrem Vorhaben noch festhalten wollen. "Wir schlagen einen neuen europäischen Wettbewerb vor, weil das bestehende System nicht funktioniert", hiess es in einem Statement der Organisation. Man sei weiter "überzeugt, dass unser Vorschlag vollständig mit den europäischen Gesetzen und Vorschriften in Einklang steht", wird darin betont. Die Super League sei davon "überzeugt, dass sich der Status quo des europäischen Fussballs ändern muss".

Diese Worte werden wohl nicht zur Makulatur verkommen. Druck erzeugt Gegendruck, und Gegendruck erzeugt nochmals Gegendruck. Es ist davon auszugehen, dass sich Top-Klubs wie Real Madrid, Juventus Turin oder Manchester City den Verbleib in den UEFA-Wettbewerben gut "bezahlen" lassen. Dank ihnen glänzt die Champions League, sie werden dafür sorgen, dass in dem ab 2024 reformierten Format ihre Prämien aufgebessert werden.

Einmischung der Politik

Bis am späten Dienstagabend mit Manchester City der erste (Domino-)Stein fiel, hatte Europas Klub-Fussball intensivste 48 Stunden erlebt - und beschäftigte auch die Top-Player der Weltpolitik. In England etwa drohte Premierminister Boris Johnson mit scharfen Sanktionen. Er kündigte in der "Sun" an, dem "lächerlichen" Milliardenprojekt die Rote Karte zu zeigen. Sein Sportminister Oliver Dowden stellte im Parlament drastische Ideen vor, um die "Big Six", die englischen Spitzenvereine, von einer Teilnahme abzuhalten. Sogar Prinz William, Präsident des nationalen Verbandes FA, mischte sich ein.

Auch die UEFA um ihren Präsidenten Aleksandar Ceferin hatte die Initiatoren der Super League scharf attackiert und mit harten Sanktionen gedroht. Die Klubs sollten aus der Champions League ausgeschlossen werden, ihren Nationalspielern drohte eine Sperre für die EM im Sommer. Die UEFA handelte mit ihren Drohungen nicht uneigennützig. Sie verdient an ihrem Premium-Produkt Champions League jährlich mehrere hundert Millionen Euro. Ob das Geld in dieser Höhe in Zukunft auch geflossen wäre, wenn ein Grossteil der Top-Klubs nicht mehr teilgenommen hätte, ist zu bezweifeln.

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