Pentagon-Chef warnt vor Sicherheitsrisiken durch Klimawandel

Bei dem von US-Präsident Joe Biden einberufenen Klimagipfel hat Pentagon-Chef Lloyd Austin eindringlich vor den globalen Sicherheitsrisiken durch den Klimawandel gewarnt. "Der Klimawandel macht die Welt unsicherer und wir müssen handeln", sagte der US-Verteidigungsminister am Donnerstag.

"Die Klimakrise ist eine zutiefst destabilisierende Kraft für unsere Welt." Austin fügte hinzu: "Heute kann keine Nation dauerhafte Sicherheit finden, ohne sich mit der Klimakrise auseinanderzusetzen." Diese Krise sei von existenzieller Art. Biden setzt den Online-Klimagipfel mit Spitzenpolitikern aus aller Welt an diesem Freitag fort.

Am zweiten und letzten Tag des Treffens sollen erneut mehrere Staats- und Regierungschefs zu Wort kommen. Darunter sind die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, der polnische Präsident Andrzej Duda und der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta. Auch Unternehmensvertreter und andere Akteure wie etwa der Microsoft-Gründer und Co-Vorsitzende der Gates-Stiftung, Bill Gates, nehmen teil. Thematisch sollen nach Angaben der US-Regierung am Freitag die Bedeutung von Innovation und Technologie für den Kampf gegen die Erderwärmung sowie wirtschaftliche Chancen im Fokus stehen, die damit verbunden seien.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte am Donnerstag: "Die globale Erwärmung macht die Welt gefährlicher. Sie hat einen schwerwiegenden Einfluss auf unsere Sicherheit."

Pentagon-Chef Austin verwies auf das schmelzende Eis in der Arktis und den zunehmenden Wettbewerb um Ressourcen und Einfluss in der Region. In Afrika und Zentralamerika wiederum würden Millionen Menschen wegen steigenden Temperaturen und Wetterextremen, von Dürre, Hunger und Vertreibung bedroht, sagte er. Im Pazifik gefährdeten der steigende Meeresspiegel und häufigere und stärkere Stürme die Menschen. "Während Familien auf der Suche nach Sicherheit ihr Leben riskieren, macht die Massenmigration sie anfällig für Ausbeutung und Radikalisierung, was alles die Stabilität untergräbt."

Biden hatte am ersten Tag des Gipfels zu schnellem Handeln aufgerufen, um die Klimakrise einzudämmen. Er kündigte am Donnerstag neue Schritte an: Die USA wollen bis zum Ende des Jahrzehnts ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 mindestens halbieren. Biden holte bei dem Thema auch die Regierungschefs von Russland und China, Wladimir Putin und Xi Jinping, an den Tisch - trotz grosser internationaler Spannungen.

Mit dem neuen Klimaziel erfüllen die USA eine Vorgabe des Pariser Klimavertrags, in den Biden das Land am ersten Tag im Amt zurückgeführt hatte. Sein Vorgänger Donald Trump war aus dem Abkommen ausgestiegen. Es sieht vor, dass die Vertragsstaaten ihre Klimaziele alle fünf Jahre nachbessern. Bei der Weltklimakonferenz im November in Glasgow sollen dies alle Partner offiziell tun.

Der von Biden ausgerichtete zweitägige Online-Klimagipfel gilt als wichtige Vorbereitung für Glasgow. Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt.

Biden rief zu einem gemeinsamen Kraftakt auf und sieht insbesondere die grössten Volkswirtschaften in der Pflicht. "Die Zeichen sind unübersehbar. Die Wissenschaft ist nicht zu leugnen. Die Kosten des Nichtstuns werden immer höher", mahnte er. Biden appellierte an die Industriestaaten, Geld für den Klimaschutz zu mobilisieren, und kündigte selbst mehr US-Hilfen für Entwicklungsländer an. Biden hatte 40 Staats- und Regierungschefs zu dem Online-Klimagipfel eingeladen, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte am Donnerstag eindringlich eine globale Koalition für Treibhausgas-Neutralität. Teilnehmen müsse "jedes Land, jede Region, jede Stadt, jedes Unternehmen und jede Branche". Es brauche Steuern auf den Ausstoss von CO2, Kohle und Öl dürften nicht mehr subventioniert werden, das Verbrennen von Kohle müsse in den Industrieländern bis 2030 auslaufen. "Wir sehen ständig steigende Meeresspiegel, sengende Temperaturen, verheerende tropische Wirbelstürme und epische Waldbrände", mahnte Guterres. "Wir stehen am Rande des Abgrunds."

Anlässlich des US-Klimagipfels rufen die Aktivisten von Fridays for Future für diesen Freitag zu weltweiten Protestaktionen auf - auch in Deutschland. Unter dem Motto "No more empty promises" ("Keine leeren Versprechungen mehr") fordern sie mehr Einsatz für den Klimaschutz.

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