Kremlgegner Nawalny beendet Hungerstreik im Straflager

Der im russischen Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat ein Ende seines seit drei Wochen andauernden Hungerstreiks angekündigt.

Angesichts "aller Umstände" beginne er damit, aus dem Streik auszusteigen, hiess es in einer Mitteilung am Freitag in seinem Instagram-Kanal. Zuvor hatten seine Ärzte ihm empfohlen, dringend wieder Nahrung zu sich zu nehmen.

Nawalny hatte mehr als 20 Tage lang die Nahrungsaufnahme verweigert, um so gegen unzureichende medizinische Versorgung zu protestieren. Der Oppositionspolitiker, der im vergangenen Jahr nur knapp einen Giftanschlag überlebt hatte, klagt bereits seit längerem über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in den Gliedmassen. Der russische Strafvollzug hingegen bezeichnete seinen Gesundheitszustand zwischenzeitlich als "zufriedenstellend".

Nawalnys Ärzte hatten am Donnerstag in einem offenen Brief an den Oppositionellen appelliert, seinen Hungerstreik sofort zu beenden. Sollte er weiter nicht essen, würde das seine Gesundheit weiter schädigen und im schlimmsten Fall zum Tode führen, hiess es. Die Ärzte hatten nach eigenen Angaben die Untersuchungsergebnisse ausgewertet. Nawalny selbst hatte berichtet, wie ein "Skelett" auszusehen. Seine Sprecherin Kira Jarmysch schrieb kürzlich: "Alexej stirbt."

Die Einschätzung von Medizinern, denen er "voll vertraue", nehme er ernst, erklärte der 44-Jährige nun. Er wolle deshalb langsam wieder mit dem Essen beginnen. Zudem habe er erfahren, dass vereinzelt Menschen aus Solidarität mit ihm ebenfalls in einen Hungerstreik getreten seien - und er wolle nicht, dass andere für ihn körperlich leiden müssten. Nawalny war laut seinem Team kürzlich in ein Krankenhaus östlich von Moskau ausserhalb seines Gefängnisses gebracht worden.

Dank "der riesigen Unterstützung guter Menschen" habe er ausserdem Fortschritte erzielt und unter anderem zwei Untersuchungen durch zivile Ärzte erwirken können, schrieb der Kremlgegner. Seine Forderung nach unabhängiger medizinischer Betreuung wegen der Taubheitsgefühle in seinen Gliedmassen bleibe aber weiter bestehen.

Nawalnys Schicksal hatte im Westen Anteilnahme ausgelöst. Die USA und die EU riefen die russische Führung auf, Nawalny medizinischen Zugang zu gewähren. Washington drohte sogar mit Konsequenzen, sollte Nawalny in Haft sterben. Der Kreml erwiderte, der Gesundheitszustand von Gefangenen in Russland habe im Ausland niemanden zu interessieren. Wegen der Haftbedingungen Nawalnys muss Russland sich bis Mitte Juli den Fragen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte stellen.

Am Mittwoch nahmen in ganz Russland Zehntausende Menschen an nicht genehmigten Kundgebungen teil, um ihre Solidarität mit Nawalny zum Ausdruck zu bringen. Laut Bürgerrechtsportal ovdinfo.org wurden dabei mehr als 1900 Menschen festgenommen. Vor den Demonstrationen am Mittwoch hatte die Polizei mehrere Nawalny-Unterstützer festgenommen und Büroräume seiner Mitarbeiter durchsucht.

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