Raketen aus Gaza - Israel will Einsatz mit "voller Wucht" fortsetzen

Trotz internationaler Bemühungen um eine Waffenruhe dauert der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen an.

Auch in der Nacht auf Montag griff Israels Militär nach eigenen Angaben grossflächig Ziele in dem Küstengebiet an. So beschoss die Armee Häuser von neun hochrangigen Hamas-Kommandeuren. Einige seien auch als Waffenlager genutzt worden, hiess es. Aus Gaza flogen Raketen auf angrenzende Gebiete in Israel.

"Unsere Kampagne gegen die Terrororganisationen wird mit voller Wucht fortgesetzt", sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag. Die Armee habe bislang mehr als 1500 Ziele im Gazastreifen attackiert. Der Einsatz "werde noch einige Zeit dauern". Von palästinensischer Seite hiess es, es seien die bisher schwersten Luftangriffe in dem dicht besiedelten Küstengebiet gewesen.

Nach massiven Raketenangriffen aus dem Gazastreifen auch auf die Metropole Tel Aviv attackierte Israels Luftwaffe am Wochenende Vertreter der Hamas-Führung. Angegriffen wurde unter anderem das Haus des dortigen Chefs der islamistischen Palästinensergruppe, Jihia al-Sinwar.

Angesichts der zunehmenden Gewalt mit vielen Toten beriet sich US-Aussenminister Antony Blinken am Sonntag mit seinem saudischen Amtskollegen Faisal bin Farhan al-Saud. Nach Angaben des US-Aussenministeriums ging es dabei vor allem um die fortlaufenden Bemühungen, die Spannungen in Israel, im Westjordanland und im Gazastreifen abzubauen und die Gewalt zu beenden.

Die Versuche internationaler Vermittler, eine Waffenruhe zu erzielen, blieben bislang erfolglos. UN-Generalsekretär António Guterres warnte bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York vor unkontrollierbaren Folgen des Konflikts für den gesamten Nahen Osten.

Israels Luftwaffe zerstörte am Wochenende auch ein Hochhaus mit Büros von Medienunternehmen im Gazastreifen. Berichten zufolge waren die Bewohner zuvor telefonisch gewarnt worden. Die von dem Vorfall betroffene Nachrichtenagentur AP zeigte sich entsetzt, Journalistenverbände protestierten.

In dem Hochhaus sei ein Geheimdienstbüro der Hamas untergebracht gewesen, das Angriffe auf israelische Zivilisten organisiert habe, sagte Netanjahu dem US-Sender CBS. Es sei also "ein völlig legitimes Ziel" gewesen.

Seit Beginn der Eskalation am Montag vergangener Woche wurden nach Armeeangaben mindestens 3100 Raketen auf Israel abgefeuert. Die Intensität des Beschusses sei so hoch wie nie zuvor in einem Konflikt mit der islamistischen Hamas. Seit der gewaltsamen Machtübernahme der Palästinenserorganisation im Gazastreifen 2007 haben sich Israel und die Hamas bereits drei Kriege geliefert.

Im Gazastreifen wurden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums seit Montagabend fast 200 Menschen getötet. Allein in der Nacht auf Sonntag kamen demnach bei Angriffen der israelischen Armee auf Häuser in dem Küstengebiet 42 Palästinenser ums Leben. In Israel wurden Rettungskräften zufolge durch den Raketenbeschuss seit Montagabend zehn Menschen getötet.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hatte sich während des muslimischen Fastenmonats Ramadan und nach der Absage der palästinensischen Parlamentswahl fortlaufend zugespitzt. Als Auslöser gelten Polizeiabsperrungen in der Jerusalemer Altstadt, die viele junge Palästinenser als Demütigung empfanden. Hinzu kamen drohende Zwangsräumungen für palästinensische Familien im Jerusalemer Viertel Scheich Dscharrah und heftige Zusammenstösse auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in der Altstadt von Jerusalem. Die Anlage mit Felsendom und Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam - und sie ist auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Die Hamas hat sich zum Verteidiger Jerusalems erklärt.

Auch im Westjordanland gab es schwere Zusammenstösse zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften, mehrere Menschen starben. In mehreren Städten im israelischen Kernland kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Juden und arabischen Israelis.

In Jerusalem wurden sechs Polizisten verletzt, als ein Fahrer sie mit einem Auto rammte. Zur Identität des Fahrers machte die Polizei zunächst keine Angaben, er sei "neutralisiert" worden.

Der jüngste Konflikt eskalierte während des Versuchs zur Bildung einer Regierung in Israel. Der bisherige Oppositionsführer Jair Lapid warf Netanjahu vor, den Konflikt dafür zu nutzen, um seinen Verbleib im Amt zu sichern. Der Ministerpräsident widersprach. Ihm war es zuvor nicht gelungen, eine Mehrheit für eine Koalition zu schmieden, sodass der Auftrag zur Regierungsbildung Lapid zufiel.

Iran

Präsidentenwahl im Iran angelaufen - Machtwechsel erwartet

04:42
Israel

"Reaktion auf Brandballons": Israel attackiert Ziele im Gazastreifen

02:20
Bahnverkehr

Polizei stoppt wegen Bombendrohung Zug in Däniken SO

00:38
Bahnverkehr

Polizei stoppt wegen Bedrohung Zug in Däniken SO

00:38
EM-Gruppe C

Niederlande nach zweitem Sieg bereits Gruppensieger

22:53
Handball

Pfadi Winterthur zum zehnten Mal Schweizer Meister

21:48
Wimbledon

Osaka erklärt für Wimbledon Forfait

21:28
Nationalmannschaft

Nationalteamchef Pierluigi Tami spricht nach dem Italien-Debakel

20:48
EM-Gruppe B

Dänemark verliert nach fulminanter erster Halbzeit

20:04
Auszeichnung

Europäischer Erfinderpreis geht an Pioniere der DNA-Speicher

19:40
China

Chinas Atomaufsicht bestätigt Probleme mit Brennstäben in Atomreaktor

18:53
USA

Oberster US-Gerichtshof weist Klage gegen "Obamacare" ab

18:39
Italien

Italien macht Weg für digitalen Corona-Pass frei

18:20
Frankreich

Hälfte der Franzosen sieht Erfolg von Le Pen nicht als Gefahr

17:33
Frankreich

Haftstrafe für Sarkozy im Prozess um Wahlkampfkosten gefordert

17:04
Börse

Leitindex SMI steigt erstmals über 12'000 Punkte

16:55
EM-Gruppe C

Ukrainer mussten nach 2:0-Führung bangen

16:53
Indonesien

Indonesien: Gesundheitsmitarbeiter trotz Impfung Corona-positiv

16:37
National League

Fünf oder sechs Ausländer ab der Saison 2022/23

16:27
Nationalmannschaft

Miserables Zwischenzeugnis für die Schweizer EM-Kampagne

16:18
Bachmann-Preis

Lesereigen in Klagenfurt mit Panne und Sex eröffnet

16:16
Grossbritannien

Neue Regierungschefs in Nordirland bestätigt

16:10
Türkei

Erdogan gegen Kursänderung bei Raketenabwehrsystem S-400

15:43
Libanon

Libanesen protestieren mit Generalstreik gegen schwere Krise

15:35
Super League

Gelson Fernandes wird Sions Vizepräsident

15:22
Sommerspiele

Jil Teichmann verzichtet auf Tokio

14:47
Wimbledon

Nadal verzichtet auf Wimbledon und Olympia

14:29
Super League

Österreichischer Aussenverteidiger für Luzern

13:40
Super League

Jordi Quintilla unterschreibt beim FCB

13:39
Coronavirus - Schweiz

BAG meldet 194 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

13:37
Italien

Buffon kehrt zu Parma zurück

13:29
Luftverkehr

Neue Lufthansa-Ferienflugmarke Eurowings Discover startet im Juli

12:18
Russland

Kreml lobt Gipfel von Putin und Biden als Treffen "mit Pluszeichen"

12:11
Kriminalität

Zürich: Tod nach Streit um parkiertes Auto - Schuldspruch bestätigt

12:06
Sozialversicherungen

Coronabedingt weniger AHV-Ergänzungsleistungen für Heimbewohner

11:41
Italien

Gennaro Gattuso bereits nicht mehr Trainer der Fiorentina

11:41
EM-Gruppe A

Türkei noch nicht so gut wie erhofft

11:28
Super League

Yannis Letard verlässt den FC St. Gallen

10:51
EM 2021

Eriksen bekommt nach Zusammenbruch ICD-Defibrillator

10:49
Deutschland

Studie sieht deutsche Gesellschaft gespalten

10:23
Justiz

Berner Hausbesetzende kommen mit bedingten Geldstrafen weg

10:13
Justiz

Gericht verurteilt Berner Hausbesetzer

10:13
Grossbritannien

Analyse: Corona-Infektionen in England steigen wieder stark

10:12
USA

US-Kongress macht Weg frei für Feiertag zum Ende der Sklaverei

10:08
Österreich

Österreich lockert weiter - Sperrstunde fällt weg

10:02
Geldpolitik

SNB bestätigt Kurs und erwartet raschere Erholung

09:37
Geldpolitik

SNB tastet Leitzinsen nicht an

09:37
Biodiversität

Stickstoff lässt Schweizer Schmetterlingsvielfalt verarmen

09:27
Aussenhandel

Schweizer Exporte im Mai auf neuem Allzeithoch

08:51
Coronavirus - Schweiz

Keine Ausnahmen für Covid-Zertifizierte bei Zugang zu Anlässen

08:48
Autoindustrie

Automarkt in der EU erholt sich weiter von Corona-Einbruch

08:48
Baden-Württemberg

Curevac-Impfstoffkandidat weniger wirksam als erhofft

08:38
Tourismus

Erstes Kreuzfahrtschiff in Mallorca seit 15 Monaten

08:30
Luxus

Uhrenexporte nähern sich im Mai dem Vor-Corona-Niveau an

08:12
China

Chefs von pro-demokratischer Zeitung in Hongkong festgenommen

07:41
Kultur

Solothurner Bildhauer Schang Hutter ist gestorben

07:38
Deutschland

Deutsche Grünen-Politiker besorgt über Lage in Slowenien

07:37
NHL

Montreal Canadiens mit Auswärtssieg in Spiel 2

07:35
Detailhandel

Shoppingcenter haben 2020 rund 1 Milliarde Umsatz verloren

07:13
Banken

SNB: Grossbanken gut aufgestellt für aktuelle Herausforderungen

07:01
EM 2021

Selbstbewusste Österreicher in Amsterdam

07:00
Basketball

Capela und den Hawks fehlt nur noch ein Sieg

06:55
Luftverschmutzung

Umea und Tampere haben die sauberste Luft in Europa

06:48
EM 2021

Die Dänen spielen für Christian Eriksen

06:00
China

Chinesische Astronauten starten zu neuer Raumstation

05:49