Israels Armee tötet hochrangigen Militärkommandeur im Gazastreifen

Eine Woche nach Beginn des erneuten bewaffneten Konflikts zwischen Israel und militanten Palästinensern gehen die Kampfhandlungen unvermindert weiter.

Israels Armee tötete am Montag nach eigenen Angaben gezielt einen ranghohen Militärkommandeur der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen. Militante in dem Küstengebiet beschossen in der Folge die südlichen israelischen Städte Beerscheva, Aschkelon und Aschdod. Acht Israelis erlitten leichte Verletzungen, bestätigte der Rettungsdienst Magen David Adom.

Der Angriff auf den palästinensischen Militärkommandeur galt den Angaben zufolge Hasem Abu Harbid, dem Leiter des nördlichen Kommandos des Islamischen Dschihad. Er sei für mehrere Anschläge auf israelische Zivilisten und Soldaten sowie für Raketenangriffe auf Israel verantwortlich, hiess es. Bei einem anderen gezielten Luftangriff Israels auf ein Auto im Gazastreifen wurden Medienberichten zufolge drei Palästinenser getötet. Ein Armeesprecher sagte, man prüfe den Bericht.

Der militärische Arm der islamistischen Hamas im Gazastreifen feuerte am Montag nach eigenen Angaben mehrere Raketen auf die Ortschaft Urim in der Negev-Wüste ab. Dort wird eine Einrichtung der Eliteabteilung 8200 des israelischen Militärgeheimdiensts vermutet. Israelische Stellen kommentierten dies zunächst nicht. Aus Urim wurde aber Raketenalarm gemeldet.

In der Nacht zum Montag griff das israelische Militär erneut das ausgedehnte Tunnelsystem der Hamas im Gazastreifen an. An dem Einsatz seien 54 Kampfflugzeuge beteiligt gewesen, attackiert worden seien 34 Ziele, teilte die Armee mit. Getroffen worden seien etwa 15 Kilometer des sogenannten "Metro-Systems". Auch Häuser von neun hochrangigen Hamas-Kommandeuren wurden in der Nacht beschossen.

Wie Armeesprecher Jonathan Conricus am Montag in einer Video-Konferenz mit Reportern darlegte, könnte das israelische Militär bislang Tunnelanlagen in einer Länge von schätzungsweise rund 100 Kilometern zerstört haben. Nach Angaben der Armee hatte die Hamas das Tunnelsystem über Jahre aufgebaut. Einem Armeevertreter zufolge hat es eine Länge von Hunderten Kilometern.

Es werde unter anderem dafür benutzt, um innerhalb des Gazastreifens Kämpfer, Munition und Lebensmittel zu bewegen, teils auch mit Fahrzeugen. Zuletzt seien strategisch wichtige Stellen des Netzes wie etwa Knotenpunkte beschossen worden. Die "Metro" liegt zu grossen Teilen unter der Stadt Gaza im Norden des Gazastreifens. Conricus bezeichnete sie unlängst als "Stadt unter der Stadt".

Der jüngste Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hatte sich an Spannungen in Jerusalem entzündet. Dazu trugen drohende Zwangsräumungen für palästinensische Familien in dem von Israel annektierten Ost-Jerusalem ebenso bei wie heftige Zusammenstösse auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in der Altstadt von Jerusalem. Die religiösen Stätten in der Altstadt sind sowohl Juden als auch Muslimen heilig.

Eskaliert war der Konflikt am Montagabend vor einer Woche. Nach Angaben des Militärs feuerten militante Palästinenser seither mehr als 3150 Raketen auf Israel ab. Etwa 460 der abgeschossenen Raketen seien noch in dem Küstengebiet niedergegangen.

Zehn Menschen wurden bislang in Israel in Folge von Beschuss getötet. Das Abwehrsystem Eisenkuppel ("Iron Dome") soll eine Abfangquote von etwa 90 Prozent aufweisen. Zum Vergleich: Während des 51-tägigen Gaza-Krieges im Jahr 2014 wurden insgesamt 4481 Raketen auf Israel abgefeuert.

Das israelische Militär griff nach eigenen Angaben bisher mehr als 1180 Ziele im Gazastreifen an. Mehr als 130 Mitglieder von Hamas und Islamischem Dschihad seien getötet worden. Das Gesundheitsministerium in Gaza bezifferte die Zahl Getöteten seit Beginn der Eskalation auf 200, darunter 59 Kinder. Verletzt worden seien 1300 Menschen.

Nach UNRWA-Angaben verliessen bislang rund 42 000 Palästinenser wegen der massiven Luftangriffe ihre Häuser. Sie suchten Schutz in Schulen des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA).

Grossbritannien

Britischer Ex-Parlamentspräsident Bercow tritt zu Labour über

11:41
Bachmannpreis

Nava Ebrahimi aus Österreich gewinnt den Bachmann-Preis 2021

11:39
Österreich

Studienabbrecher und Extremsportler: Kickl führt rechte FPÖ

11:36
Todesfall

Unfall-Fotograf Arnold Odermatt ist im Alter von 96 gestorben

11:34
Belgien

Fünf Tote bei Einsturz eines Schulneubaus in Antwerpen

10:52
USA

Weltstadt mit Schlagseite - New York wählt einen neuen Bürgermeister

10:06
USA

Der "Boss" zurück am Broadway - Bruce Springsteen bleibt unermüdlich

10:05
Formel E

Mortaras zweiter Podestplatz in dieser Saison

09:49
USA

Mark Hamill gratuliert Carrie Fisher zu Stern auf dem "Walk of Fame"

09:17
Israel

Netanjahu will Amtssitz in Jerusalem erst in drei Wochen räumen

09:14
Frankreich

Regionalwahlen in Frankreich sind angelaufen

09:09
Europa

Nach Wahlsieg im Iran: Raeissi gibt erste Pressekonferenz

09:06
Golf

McIlroy und DeChambeau bringen sich in Stellung

07:26
Wetter

Tropennacht zum vorläufigen Abschluss der Hitzeperiode

07:25
Basketball

Milwaukee nach Thriller dritter Playoff-Halbfinalist

07:18
NHL

Islanders schaffen gegen die Lightning den 2:2-Ausgleich

07:12
Armenien

Nach Krieg um Berg-Karabach: Armenien wählt ein neues Parlament

06:19
Brasilien

Über eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien

06:13
EM 2021

Senol Günes muss wieder das Unmögliche schaffen

06:00
EM 2021

Wales für einen Punkt, Italien für die Dynamik

06:00
Coronavirus

Impfstoffe wirken gut gegen Delta-Variante des Coronavirus

05:19
USA

Joe Bidens Schäferhund Champ ist tot

04:39
Nationalmannschaft

Vor dem letzten Schweizer Gruppenspiel ist der Trainer gefordert

04:00
Aussenpolitik

Cassis schliesst Neuauflage des Rahmenabkommens nicht aus

01:44
USA

Will Smith bringt seine Memoiren heraus

00:29
EM-Gruppe E

Weitere Fragezeichen hinter Spaniens EM-Einsatz

23:00
Motorrad

Tom Lüthi mit Negativrekord

21:08
Comics

Preise für beste Comic-Alben gehen an Frauen aus Zürich und Genf

20:48
Parteien

Juso wollen Vermögen auf 100 Millionen Franken begrenzen

20:15
Nationalmannschaft

Siegen und warten

20:08
Gruppe F

Deutschland schlägt Portugal nach 0:1-Rückstand 4:2

19:59
Spanien

Memphis Depay wechselt zum FC Barcelona

19:21
Triathlon

Max Studer erstmals Europameister

18:53
Belgien

Schulneubau in Antwerpen eingestürzt: Mindestens fünf Tote

18:41
Super League

Basel engagiert jungen Verteidiger aus Burkina Faso

18:17
Nahost

200 Personen demonstrieren in Lausanne für Palästina

18:01
Äthiopien

Berichte: Dutzende Rebellen in Äthiopiens Oromo-Region getötet

17:38
Bootsunfälle

Polizei rettet in Not geratene "Aareböötler" aus dem Wasser

17:35
Russland

Flugzeug mit Fallschirmspringern in Russland abgestürzt - Vier Tote

17:20
Europa

Alles neu? Zukunftskonferenz soll die EU auf Trab bringen

17:12
EM-Gruppe F

Weltmeister Frankreich von den Ungarn gebremst

17:01
EM 2021

"Unsere Chancen sind gering"

16:43
Automobil

Der WM-Leader startet vor dem Weltmeister

16:32
Myanmar

UN-Vollversammlung fordert Ende von Waffenlieferungen nach Myanmar

16:06
Österreich

Herbert Kickl ist neuer FPÖ-Chef

16:01
Bergunfall

Berggängerin bei Ahornenalp in Näfels GL tödlich verunglückt

15:32
Armenien

Krise in Armenien: Präsident ruft zu friedlicher Wahl auf

15:26
Unfall

Velofahrer nach Unfall in Biel verstorben

15:03
Parteien

Lilian Studer Nachfolgerin von Marianne Streiff an der EVP-Spitze

14:37
Kriminalität

Betrügerin soll Senior um 160'000 Franken erleichtert haben

14:01
Ungarn

Orban will Macht des EU-Parlaments einschränken

13:27
Portugal

Lissabonner nehmen Corona-Abriegelung gelassen hin

13:25
Parteien

Sozialliberale SP-Mitglieder gründen Verein

13:14
WTA Berlin

Bencic spielt um ihren fünften Titel

13:02
Europa

EU-Aussenbeauftragter Borrell drängt auf Regierungsbildung im Libanon

12:24
Russland

Erneut Rekordwert an Corona-Neuinfektionen in Moskau

12:23
Iran

Ebrahim Raeissi - Irans neuer erzkonservativer Präsident

12:20