Empfehlungen für weniger Foodwaste in Herstellung und Handel

Jeder Schweizer Haushalt wirft pro Jahr Lebensmittel im Wert von 600 Franken weg. Grösser als im Privaten ist aber das Sparpotenzial in Produktion und Handel. Die Uno will bis 2030 die Lebensmittelverschwendung halbieren. WWF und Foodwaste.ch zeigen, wie es geht.

Laut dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) gehen jährlich 963’000 Tonnen Food Waste auf das Konto der Lebensmittelverarbeitung und 279'000 Tonnen auf jenes des Gross- und Detailhandels. Darin sind Nahrungsmittelverluste in vor- und nachgelagerten Bereichen der Lebensmittelkette noch nicht einmal enthalten, denn verlässliche Mengenangaben fehlen in der Schweiz.

Haushalte sind gemäss WWF und Foodwaste.ch für 28 Prozent der Nahrungsmittel-Verschwendung verantwortlich, die Gastronomie für 7 Prozent. Eine Reduktion in diesen beiden Sektoren würde sich schon allein durch Massnahmen ergeben, welche die vorgelagerten Sektoren ergreifen: die Verarbeitung von Lebensmitteln, die zu 35 Prozent verantwortlich ist für die Verschwendung, die landwirtschaftliche Produktion (20 Prozent) und der Einzelhandel (10 Prozent).

Die Halbierung der Lebensmittelverluste bis 2030 ist erklärtes Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, welche die Schweiz 2015 unterzeichnet hat. "Um dies zu erreichen, sind Massnahmen auf allen Stufen der Lebensmittelkette notwendig", schreiben WWF und Foodwaste.ch in einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag. Sie haben eine Broschüre mit Empfehlungen für Verarbeitungen und Handel herausgegeben.

Wie viel wird überhaupt verschwendet?

Die Vorschläge gehen in drei Stossrichtungen: Messung, Massnahmen und Umsetzung. Erst einmal muss überhaupt quantifiziert und offengelegt werden, wie viele Lebensmittel verschwendet werden. Gemäss einem aktuellen Report des United Nations Environment Programme erhebt die Schweiz derzeit keine Daten in zureichender Qualität, um die Veränderung von Food Waste bewerten zu können. Standardisierte und transparente Berichte zum anfallenden Food Waste sind deshalb die Grundvoraussetzung zur Beurteilung der Massnahmen.

Zur Frage, wie Massnahmen auf Unternehmensebene durchgesetzt werden könnten, nennt die Foodwaste-Broschüre Norwegen als Fallbeispiel: Dort haben 42 Unternehmen aus der Lebensmittelkette mit der Regierung die Vereinbarung getroffen, Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren. Die Vereinbarung ist freiwillig, aber für die Vertragsparteien verbindlich.

Haltbarkeitsdaten besser kommunizieren

Noch am wenigsten fortgeschritten ist offenbar die Umsetzung des Ziels: "Viele mögliche Massnahmen sind bekannt und müssen verstärkt, vergrössert oder von zusätzlichen Akteuren umgesetzt werden. Andere Massnahmen werden noch entwickelt, getestet und auf ihre Wirksamkeit evaluiert", heisst es.

Möglich wäre etwa die Kennzeichnung von Frischprodukten wie Gemüse und Fleisch mit Angaben, wie und wie lange sie gelagert werden können beziehungsweise mit welchen Methoden der Zerfall verzögert werden kann. Auch eine bessere Vorhersage der möglichen Absatzmengen - beispielsweise durch Computerprogramme - könnte bei der Abfallvermeidung helfen.

Zählen auf Freiwilligkeit der Branche

Im Herbst 2021 soll der Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung vom Bundesrat verabschiedet werden. "Der Entwurf enthält zahlreiche freiwillige Massnahmen der Branche" schreiben WWF und Foodwaste.ch. Sollten die Wirtschaftsakteure diesbezüglich kein Einsehen haben, wären regulative Eingriffe unausweichlich.

Doch soweit müsse es nicht kommen. Gemäss einer aktuellen Umfrage der ETH Zürich wären Konsumentinnen und Konsumenten bereit, einen Mehrpreis zu bezahlen, wenn entlang der Lebensmittelkette nachweisbar Food Waste reduziert wird.

https://bit.ly/3BLzamb

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