Bei Leichtwind ist der Kleinste der Grösste

Der Windsurfer Mateo Sanz Lanz gilt als Leichtwind-Spezialist und stellt das in den ersten Tagen der olympischen Segelwettkämpfe unter Beweis. Auch bei auffrischendem Wind kann er aber nun mithalten.

Es war ein Paukenschlag: Mateo Sanz Lanz eröffnete seine zweiten persönlichen Olympischen Spiele mit zwei Laufsiegen. Und zwar in einer so dominanten Art und Weise, dass es der Konkurrenz zu denken geben muss. Selber nahm der spanisch-schweizerische Doppelbürger das Ganze jedoch relativ gelassen: "Es war ein traumhafter Auftakt, aber die Serie dauert noch lange. Ich nehme einfach Tag für Tag."

Die bescheidene und zurückhaltende Art zeichnet das 27-jährige Ausnahmetalent aus. Für Tom Reulein, seit 2012 Teamchef der Schweizer Segler, ist Mateo Sanz Lanz manchmal sogar zu anständig: "Auf dem Brett hat er ein unglaubliches Gefühl für den Wind und die richtigen Bewegungsabläufe. Taktisch dürfte er dagegen manchmal etwas forscher ans Werk gehen", sagte der Deutsche. Gemeint sind insbesondere die Starts: Hier besteht bei Sanz Lanz durchaus noch Verbesserungspotenzial.

Von Formentera nach Rio

Aufgewachsen ist Mateo Sanz Lanz auf den Balearen, genauer gesagt auf der kleinen Insel Formentera. Sein Vater war Matrose und später Taxiboot-Kapitän zwischen Formentera und Ibiza. Seine Mutter kommt ursprünglich aus dem oberaargauischen Huttwil - "Huttu", wie Sohn Mateo lachend sagt. Seine Schweizerdeutsch-Kenntnisse halten sich sonst allerdings in Grenzen.

Die Herkunft seiner Mutter und seine damit verbundene Doppelbürgerschaft sind jedoch dafür verantwortlich, dass Sanz Lanz für die Schweiz am Start ist. Sein spanischer Trainer Asier Fernandez - Sanz Lanz begann als 12-jähriger Junge mit dem Windsurfen und wurde von seinem Trainer schon bald als Talent erkannt - erhoffte sich auf dem Weg an die Olympischen Spiele in Rio 2016 mehr Unterstützung vom schweizerischen Verband und fädelte den entsprechenden Nationenwechsel ein.

Tatsächlich segelte Sanz Lanz schon bei der WM 2014 in Santander (ESP) erstmals mit einem SUI im Segel und sicherte der Schweiz 2015 an der WM in Al Mussanah den Quotenplatz für Rio 2016.

Die Spiele unter dem Zuckerhut endeten für Mateo Sanz Lanz allerdings enttäuschend. Er verpasste sein Minimalziel, das Medal Race, relativ deutlich und konnte sein Potenzial erst gegen Ende der Regatta andeuten. "Ich machte zu viele Fehler", gab sich Sanz Lanz in der Analyse selbstkritisch. Allerdings war er auch nicht vom Glück begünstigt: Kurz vor seinem ersten Einsatz schwächte ihn eine virale Erkrankung, zudem waren die Windbedingungen für den nur 62 kg schweren – respektive leichten – Athleten meist am oberen Limit.

Vom Leichtgewicht zum Modellathleten

Die Erkenntnisse von Rio waren klar: Um wirklich gegen die Besten der Welt mithalten zu können, musste Sanz Lanz körperlich zulegen. Nur wenn es gelingen würde, bei mehr Wind den Abstand zur Weltspitze in Grenzen zu halten, konnte ein wirklich grosser Erfolg anvisiert werden.

"Es war eine Gratwanderung", erzählt Tom Reulein rückblickend. "Mateo musste an Muskeln zulegen, ohne sein Gefühl für das Brett und die Bewegungsabläufe zu verlieren. Und ohne das normale Training zu vernachlässigen." Tatsächlich suchte Sanz Lanz während einiger Zeit seine Form und sicherte erst im zweiten Anlauf bei der WM 2019 im italienischen Torbole den Schweizer Quotenplatz für Tokyo 2020.

Dafür doppelte er im gleichen Jahr noch nach und schaffte mit einem hervorragenden 6. Platz beim Testevent in Enoshima in Japan auch gleich das geforderte persönliche Selektionsresultat.

Heute bringt Mateo Sanz Lanz gut 68 kg auf die Waage. Damit ist er immer noch einer der leichtesten im Kreise der Favoriten für die Medaillen in Enoshima. Aber er hat die Substanz, um auch an Tagen mit auffrischendem Wind vorne mit dabei zu sein. Nach der Hälfte des Wettkampfes liegt Sanz Lanz auf dem vielversprechenden 2. Zwischenrang.

Und nachdem der Taifun No 8 an Tokio vorbei in nördlicher Richtung weitergezogen ist, sehen die Prognosen für die nächsten Tage nicht übermässig viel Wind vor. Für das abschliessende Medal Race der RS:X-Windsurfer am kommenden Samstag sind sogar ausgesprochen leichte Windverhältnisse angesagt.

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