Geplante Pro-Trump-Demo am US-Kapitol beunruhigt Polizei

Gut acht Monate nach der Erstürmung des Kapitols in Washington wollen Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump genau dort erneut aufmarschieren.

Für diesen Samstag (18.00 Uhr deutscher Zeit) ist vor dem Kongresssitz in der US-Hauptstadt eine Demonstration zur Unterstützung von Angeklagten geplant, die sich wegen der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar vor Gericht verantworten müssen. Das Gelände rund um den Kongresssitz wurde vorsorglich abgeriegelt. Die Polizei des Kapitols hat sich nach eigenen Angaben auf verschiedene Szenarien vorbereitet und auch für mögliche Gewalt gewappnet.

Trump-Anhänger hatten den Kongresssitz in der US-Hauptstadt am 6. Januar gewaltsam erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Die beispiellose Attacke auf das Herzstück der US-Demokratie löste damals national wie international einen Schock aus. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor bei einer Kundgebung aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde der Republikaner freigesprochen. Die Hintergründe des Angriffs werden im Kongress weiter untersucht.

Zaun vorübergehend wieder aufgebaut

Die Kapitol-Polizei war damals in die Kritik geraten, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten. Nun zeigte sich die Einheit überzeugt, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Ein leitender Beamter der Kapitol-Polizei, Sean Gallagher, sagte, die Vorbereitungen für die Sicherheitsvorkehrungen liefen seit mehreren Wochen. Einsatzkräfte anderer Einheiten, etwa von der Hauptstadt-Polizei und der Nationalgarde, stünden zur Unterstützung bereit. "Unsere Beamten sind vorbereitet", betonte Gallagher. Es gebe die Hoffnung, dass die Veranstaltung am Wochenende friedlich bleibe. "Aber unsere Einsatzpläne sind skalierbar, so dass wir bereit sind, alles zu bewältigen, was passiert."

Rund um das Kapitol wurde mit Blick auf die Demo vorübergehend wieder ein Zaun aufgebaut, um den Kongresssitz zu schützen. Der Zaun war nach der Attacke im Januar errichtet und erst im Juli wieder abgebaut worden. Nach Angaben des US-Verteidigungsministerium halten sich 100 Mitglieder der Nationalgarde bereit für den Fall, dass die Kapitol-Polizei Unterstützung anfordern sollte.

Der neue Chef der Kapitol-Polizei, Tom Manger, der erst im Juli seinen Posten angetreten hatte, sagte, es gebe Hinweise auf mögliche Bedrohungen rund um die Demonstration. Ob diese glaubhaft seien, sei schwer zu sagen, aber auch vor der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols Anfang Januar habe es ähnliches Online-Gerede gegeben. "Also gehen wir kein Risiko ein." Alle Hinweise würden ernstgenommen. Alles andere wäre töricht, betonte er.

700 Demo-Teilnehmer angemeldet

Manger sagte, die Polizei habe sich auf verschiedenste Szenarien vorbereitet und sichergestellt, dass ausreichend Einsatzkräfte und Ausrüstung vorhanden seien. Sollte es zu Gewalt kommen, so sei das wahrscheinlichste Szenario aus seiner Sicht, dass es zu Zusammenstössen mit Gegendemonstranten kommen könnte. Man tue aber alles, um das zu vermeiden. Drei Gruppen planten Gegendemonstrationen, sagte Manger.

Nach Polizeiangaben haben die Veranstalter 700 Teilnehmer für die Demo angemeldet. Wie viele am Ende tatsächlich kämen, sei unklar.

Organisator der Kundgebung ist ein früherer Mitarbeiter von Trumps Wahlkampfteam, Matt Braynard. Er sagte am Freitag, er und seine Mitstreiter lehnten Gewalt konsequent ab. Wer bei der Attacke auf das Kapitol Gewalt angewendet oder Sachbeschädigung begangen habe, müsse sich dafür verantworten. Seine Gruppe setze sich aber für jene ein, denen weder tätliche Übergriffe noch Sachbeschädigung vorgeworfen werde, die von den Strafverfolgungsbehörden aber mit unverhältnismässiger Härte behandelt und als "politische Gefangene" festgehalten würden. Auch Trump selbst hatte sich vor wenigen Tagen öffentlich solidarisch mit jenen gezeigt, die im Zusammenhang mit dem 6. Januar "so unfair verfolgt" würden. Kritiker werteten das erneut als Versuch, die Stimmung anzuheizen.

Braynard beteuerte, der Protest drehe sich nicht um Parteipolitik, sondern allein um Bürgerrechte. Bei der Kundgebung sollten unter anderem Familienangehörige von Inhaftierten zu Wort kommen, "und wir werden ein paar Lieder singen".

Der Polizei-Chef von Washington, Robert Contée, sagte, es gebe parallel mehrere andere Grossveranstaltungen. Die Polizei werde in der gesamten Stadt mit erhöhter Präsenz im Einsatz sein, um für Sicherheit zu sorgen.

Italien

Napoli dank spätem Tor weiter verlustpunktlos

20:43
Motorrad

Aegerter ist Weltmeister im Supersport

19:08
Sion - Basel 0:1

Späte Niederlage für Sion am Tag der Comebacks

19:03
St. Gallen - Servette 2:1

St. Galler Siegestor nach 93 Minuten

18:53
Irak

Hunderte protestieren im Irak gegen Wahlergebnis

18:39
Grossbritannien

Russischer Botschafter: Rückkehr ausgewiesener BBC-Reporterin möglich

18:37
Super League

Basel jubelt in Sitten spät - Lausanne gewinnt zum ersten Mal

18:35
Niederlande

Tausende Menschen demonstrieren in Rotterdam für bezahlbare Wohnungen

18:29
Haiti

Medien: US-Missionare in Haiti entführt

18:21
Schweiz

Genfer Syrien-Gespräche: Arbeit an Verfassungsentwurf soll beginnen

18:04
Rad

Küng und Reusser gewinnen Zeitfahren Chrono des Nations

17:24
Deutschland

0:5 nach 37 Minuten: Desillusion in Leverkusen

17:24
Afghanistan

Papst betet für Anschlagsopfer - Bischofsweihe im Petersdom

17:11
Rad

Gino Mäder verlängert beim Team Bahrain Victorious

17:04
Baden-Württemberg

Drei Tote bei Hubschrauberabsturz - "Das Trümmerfeld ist riesig"

16:59
Messen

Olma in St. Gallen mit rund 220'000 Besucherinnen und Besuchern

16:37
Italien

Sea-Watch rettet mehr als 60 Menschen im Mittelmeer aus Seenot

16:31
Deutschland

Grüne stimmen für Koalitionsverhandlungen mit SPD und FDP

16:25
Polen

Demonstranten fordern in Polen Solidarität mit Flüchtlingen

16:20
Lausanne - GC 3:1

Ausgerechnet gegen Contini: Lausanne-Sport gewinnt zum ersten Mal

16:19
Grossbritannien

Nach Attentat: Toxische britische Politikkultur in der Kritik

14:57
Energie

Guy Parmelin ruft zur Vorbereitung auf Strom-Mangellage auf

14:46
National League

Dustin Jeffrey muss unters Messer

14:26
Deutschland

Brinkhaus ruft Union zu Zusammenhalt auf - Kritik bei der JU

13:46
Verkehrsunfall

Fünf Verletzte bei Kollision von Auto und Wohnmobil auf Axenstrasse

12:48
Italien

Stichwahl in Italien - Ringen um Bürgermeisterposten in Rom

12:21
Dänemark

Skandinavische Fluggesellschaften schaffen regional Mundschutz ab

11:11
Algerien

Macron: Massaker von Paris 1961 unverzeihliches Verbrechen

11:04
Logistik

Galliker: Liefersituation in Schweiz deutlich besser als in Europa

10:07
Schweiz - EU

EVP-Resolution für ein besseres Verhältnis Schweiz-EU

10:00
Kasachstan

Nach Dreh auf der ISS: Russisches Filmteam zurück auf der Erde

09:13
ATP-Tour

Norrie und Basilaschwili spielen um den Titel

08:18
NHL

Grégory Hofmann mit erstem Skorerpunkt in der NHL

07:53
Deutschland

Vorfreude bei Seoane - auch wenn es gegen die Bayern geht

04:30
Super League

Tramezzani 3.0 wird vielleicht die beste Version

04:00
Kap

Venezuelas Regierung unterbricht Dialog mit Opposition

03:35
Frankreich

Lyon gewinnt nach Shaqiris Auswechslung

23:09
Zürich - Lugano 1:0

FCZ mit Geduld und Ceesay zum Sieg

22:40
National League

Überzeugendes Spitzentrio

22:26
National League

Zürcher bodigen Zürcher

22:10
Swiss League

Top-Duo Olten und Kloten im Gleichschritt

21:36
Italien

Erste Niederlage von Inter Mailand

21:05