Roche-Chefs sorgen sich um digitalen Rückstand der Schweiz

Roche hat sich seit seinem 125-jährigen Bestehen vor allem durch eines ausgezeichnet: Innovation. Das betonen denn auch der Verwaltungsratspräsident Christoph Franz und CEO Severin Schwan an einem Medienanlass am Dienstag.

Allerdings stelle der Rückstand der Schweiz und der EU beim Thema Digitalisierung ein Problem für den weiteren Weg nach vorne dar. "Beim Thema Digitalisierung droht die Schweiz den Anschluss zu verlieren", sagte Schwan. Das stelle ein Problem dar. Denn auch wenn die traditionellen Disziplinen in der Forschung weiterhin wichtig seien, werde die Datenwissenschaft immer wichtiger. "Diese Daten werden aber in der Schweiz gar nicht erst erfasst."

Die Folge sei, dass viele Projekte in den USA oder China durchgeführt werden müssen, weil dort die nötige Infrastruktur vorhanden sei, sagte Schwan. "Gerade in der Schweiz reagieren die Menschen oft sehr verschreckt, wenn das Thema Datenerfassung aufkommen."

"Dabei verwechseln die Menschen mitunter die Datenerfassung in der Pharmaindustrie mit Facebook und Co.", fuhr Schwan fort. Der Pharmaindustrie gehe es eben überhaupt nicht um den Einzelnen. Vielmehr seien es die aggregierten Daten etwa aus Medikamentenstudien von allen Patienten zusammen, die wichtig für den Konzern seien. Zudem unterliege die Datenerfassung in der Branche sehr strengen Regeln.

Wie Präsident Franz weiter erklärte, ist Roche daher auch dabei, seine eigene Kompetenz bei der Digitalisierung weiter auszubauen. "Die Digitalisierung ist für Roche als Konzern aber auch allgemein eines der wichtigsten Zukunftsthemen."

Gescheitertes Rahmenabkommen belastet

Es ist aber nicht nur die fehlende Digitalisierung, die CEO Schwan derzeit mit Blick auf die Schweiz umtreibt. Wegen er geplatzten Verhandlungen mit der EU hat Roche nämlich den Status eines assoziierten Partners verloren. Die Folge: Die EU hat die Schweiz vom Förderprogramm "Horizon Europe" ausgeschlossen.

Für den Roche-CEO stellt das ein grosses Problem dar. Denn so könnten Schweizer Unternehmen zwar noch an Projekten teilnehmen, die Führung dürften sie aber nicht mehr übernehmen. Damit werde den Forschern ein Anreiz genommen.

Ein noch grösserer Anreiz, der nun wegfalle, seien die ERC-Grants, die es jetzt nicht mehr für Schweizer Forscher gebe, sagte Schwan. Diese Fördermittel werden für Projekte von einzelnen Forschern erteilt. "Für viele Forscher ist ein solcher Grant ein Qualitätssiegel, eine Auszeichnung."

Lob für den Standort Schweiz

Bei aller Kritik betonte Schwan aber auch, dass die Schweiz als Standort für Roche und die Pharmaindustrie generell weiterhin sehr attraktiv sei. Nicht zuletzt deswegen würde gut ein Viertel der insgesamt 12 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung in der Schweiz ausgegeben.

Präsident Franz will wegen des gescheiterten Rahmenabkommens denn auch keine zu pessimistischen Töne anschlagen. "Immerhin sind die Verhandlungen erst vor einigen Wochen gescheitert. Folgen lassen sich jetzt also noch nicht ausmachen", sagte Franz am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit AWP. Wichtig sei, nach vorne zu schauen, um zu vermeiden, dass wir nicht schrittweise mehr und mehr abgehängt werden."

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