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Amherds Rücktritt bewegt die Luzernerinnen

Die beiden einflussreichen Mitte-Politikerinnen Brigitte Hauser-Süess und Ida Glanzmann berichteten im Wiggertal von ihren Erfahrungen aus ihrem politischen Wirken.

Der Frühlingsanlass von Die Mitte 60+ vergangene Woche in Schötz bot eine spannende Begegnung mit der Bundesratsberaterin Brigitte Hauser-Süess und die Altishofer alt Nationalrätin Ida Glanzmann. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Klängen der Akkordeonistin Claudia Muff.

Nach der Begrüssung der vielen im Saal des Gasthofs St. Mauritz anwesenden Seniorinnen und Senioren  druch Marianne Kneubühler gelang es Moderator Rico de Bona mit Charme und Witz den beiden Frauen und politischen Schwergewichten einiges zu entlocken.

So erzählte die in Luzern geborene Oberwalliserin Brigitte Hauser-Süss über ihre Stationen, die sie zuerst ins Walliser Kantonsparlament, und über das Präsidium der CVP Frauen Schweiz bis zur persönlichen Beraterin von drei Bundesrätinnen, zuletzt Viola Amherd, führte. Natürlich interessiere sie sich auch noch nach ihrem Rücktritt für die Politik, sagte sie. Sie habe es auch immer sehr geschätzt, dass sie stets sehr gut mit allen Bundesräten diskutieren konnte. 

Druck auf Politikerinnen ist gewachsen

Leider habe der Druck auf die Politiker in den letzten Jahren immer stärker zugenommen. Sicher sei, dass es wegen der bedrohlichen Weltlage mehr Sicherheit brauche, was eben heisse, dass die Armee mehr Geld brauche. Der Rücktritt von Viola Amherd sei unerwartet gekommen. Der immer heftigeren Angriffe und die unsachliche Kritik der SVP, die gerade in ihrem Präsidialjahr stets zugenommen hat, seien sicher auch schuld an ihrem Entschluss gewesen.  Dabei habe sie ein Departement mit vielen offenen Baustellen von ihrem Vorgänger übernommen und es sei ihr gelungen, vieles aufzuarbeiten und in geregelte Bahnen zu leiten.

Ida Glanzmann fand, dass sie den Eindruck hatte, dass die Zusammenarbeit mit Amherd stets harmonisch verlaufen sei.  Leider hätten es aber die Frauen in der Politik schwerer und ihre Arbeit würde auch viel mehr kritisiert. So sei doch in der Sonntagspresse fast immer auch etwas gegen Viola Amherd zu lesen gewesen. Zum Glück sei es gelungen, für eine gute Nachfolge zu sorgen.

Alois Hodel verabschiedete und dankte dann Marianne Kneubühler die zum letzten Mal einen Event des Seniorenrats Die Mitte 60+ des Wahlkreises Willisau  organisiert und geleitet hat. Ihre Nachfolgerin wird nun Kantonsrätin Inge Lichsteiner. (he)

Marianne Kneubühler wird verabschiedet.
Bild: zvg