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Zwei Kultprodukte fusionieren, ein anderes wird auf Brücke verewigt – das sind die diesjährigen Aprilscherze aus der Schweiz

In der Schweiz wird zum 1. April wieder versucht, andere aufs Glatteis zu führen. Nachfolgend einige Themen, die wahr sein könnten, aber wohl als Scherz zu taxieren sind.

Neuer Name für Kornhausbrücke in Bern

Die Kornhausbrücke in Bern sei renoviert worden und heisse nun «Emmentaler Switzerland Brücke», teilte Emmentaler Switzerland mit. Nach einer der besten Skisaisons aller Zeiten würdige Bern damit die herausragenden Leistungen der Schweizer Skifahrerinnen und Skifahrer. Die Brücke ziehe mit ihrem «ikonischen Aussehen» eines riesigen Emmentalers und ihren berühmten Löchern alle Blicke auf sich und sei ein Tribut an die legendäre Skination Schweiz.

Eine Bauingenieurin aus dem Projektteam erklärt, man habe eine völlig neue Bautechnik mit luftdurchlässigen Materialien entwickelt, die dem Bauwerk nicht nur eine optische Authentizität verleihe, sondern auch eine unglaubliche Leichtigkeit – «ganz wie der echte Emmentaler!».

Revolution auf der Autobahn

Nachdem das Schweizer Volk den Ausbau mehrerer Autobahnabschnitte abgelehnt hat, will das Bundesamt für Strassen (Astra) den zentralen Grasstreifen aufwerten, wie der ehemalige Grüne Neuenburger National- und Staatsrat Fernand Cuche mitteilte.

Er möchte dort Obstbäume pflanzen lassen, aber auch Johannisbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren und sogar Wein. Selbstpflücker sollen die Früchte ernten. Dies würde die Staus in «Momente der Geselligkeit, der Begegnung und des Teilens» verwandeln, so der ehemalige Grünen-Politiker.

Bluescht-Feiertag im Thurgau

Thurgau feiert den ersten offiziellen «Bluescht-Fiirtig». Thurgau Tourismus teilt in diesem Zusammenhang mit: «Der Kanton Thurgau setzt ein starkes Zeichen für den Frühling und führt einen brandneuen Feiertag ein: den Bluescht-Feiertag! Erstmals am 4. April 2025 wird der gesamte Thurgau zum Stillstand kommen, damit sich alle uneingeschränkt der Schönheit der blühenden Obstgärten widmen können. Die Natur feiert – und die Thurgauerinnen und Thurgauer feiern mit!»

Genau so sollen Thurgauerinnen und Thurgauer den Bluecht-Fiirtig geniessen.
Bild: Thurgau Tourismus

Show-Metzgerei für Schulklassen in Zürich

Der «Tages-Anzeiger» weiss, wie der Schlachthof mitten in der Stadt Zürich nach der Schliessung im Sommer 2026 genutzt werden soll: Neben Spielplätzen soll in einem neuen Raum eine Show-Metzgerei eingerichtet werden. Dort sollen alle Schülerinnen und Schüler der Stadt mitverfolgen, wie ein Tier zu Fleisch verarbeitet wird.

Es soll ein geschärftes Bewusstsein für den Fleischkonsum geschaffen werden, zitiert der «Tages-Anzeiger» aus bislang unbekannten Dokumenten des Stadtzürcher Gesundheitsamtes und der Zürcher Hochschule der Künste. Das Projekt ist bei Eltern auf Kritik gestossen – die Stadt lädt nun vor dem Schlachthof zu einem Gespräch.

Dating-App für Verkehrsteilnehmende

Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) lanciert eine neue Dating-App für Verkehrsteilnehmer. Die App mit dem Namen «Green Date» berücksichtigt das persönliche Mobilitätsverhalten.

SUV-Fans müssten nun nicht mehr das Risiko eingehen, bei der ersten Begegnung festzustellen, dass die andere Person mit dem Fahrrad gekommen ist sei, schreibt der VCS.

Ovomaltine und Zweifel fusionieren

Geschmacklich würde dieses Produkt wohl nicht alle Schweizerinnen und Schweizer happy machen. Aber probieren müsste man es wohl. Zweifel und Ovomaltine künden am 1. April eine Zusammenarbeit an. Nur für kurze Zeit gebe es jetzt Ovo-Chips in den Regalen, heisst es von den beiden Unternehmen.

Neue Kleidungsstücke bei der Pfadi

Die Pfadibewegung Schweiz hat am Dienstag in einer Mitteilung zwei neue offizielle Kleidungsstücke angekündigt: weisse Turnschuhe und einen Regenschirm. Die neuen Kleidungsstücke sollen «das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und sind an den Alltag der Pfadfinder angepasst», heisst es.

Die weissen Turnschuhe symbolisierten den modernen Teamgeist und der Regenschirm unterstreiche die Wetterfestigkeit der Pfadfinder, schreibt die Pfadibewegung.

Hobby Horsing am Sechseläuten

Die GLP des Kantons Zürichs will laut einer Medienmitteilung das Pferdereiten am Sechseläuten verbieten. Die Partei schlägt stattdessen die Trendsportart Hobby Horsing vor. Dabei reiten die Reiterinnen und Reiter auf einem Steckenpferd. Die GLP sagt, das würde die Volksgesundheit erhöhen und das Unfallrisiko minimieren.

«Klimasünder» einfach ins Ausland verkaufen

Die Jungen Grünen haben es satt, gegen politische Widerstände zu rudern und bringen deshalb einige innovative Ideen ein, wie die Schweiz ihre Klimaziele erreichen kann. So sollen die Areale der 50 grössten inländischen Treibhausgasemittenten an die USA verkauft werden. Das Autobahnnetz wird zudem an Deutschland veräussert. Der Clou: Mit den Einnahmen kann der Bund in Frankreich Weideflächen für Schweizer Nutztiere kaufen. Und damit die Zahlen auch wirklich in Ordnung sind, sollen Treibhausgasemmissionen den Ländern angerechnet werden, welche die fossilen Brennstoffe fördern und in die Schweiz verkaufen.

(watson/cma/fox/pin)