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Benjamin Giezendanner im ZT-Talk: «Sonst sind wir noch an Ostern im Lockdown»

  • Der SVP-Nationalrat und Aargauer Gewerbeverbandspräsident Benjamin Giezendanner fordert vehement, die Corona-Massnahmen zu lockern.
  • «Wenn wir nicht öffnen, kostet das Geld, es kostet Lehrstellen, es kostet Arbeitsplätze», sagt er im ZT-Talk.
  • Die Unterstützungshilfe im Umfang von 125 Millionen Franken, die der Aargau im Dezember beschlossen hat, werde Ende Februar aufgebraucht sein, so Giezendanner.

Privat hat die Pandemie für den Rothrister Transportunternehmer Benjamin Giezendanner auch gute Seiten. Er habe mit seinen zwei Töchtern noch nie so viel Memory gespielt wie in den letzten Monaten, sagt der SVP-Nationalrat, der im April zum dritten Mal Vater wird. Was er als Gewerbeverbandspräsident erlebt hat, habe ihn aber mitgenommen: Verzweifelte Kleinunternehmer, die nicht mehr weiter wissen, melden sich bei Giezendanner, der den Aargauer Gewerbeverband präsidiert. «Die Hauptforderung ist immer noch dieselbe wie von vor zwei Monaten», sagt er. «Wir müssen so schnell wie möglich wieder öffnen. All diese Entschädigungen oder eben nur Teilentschädigungen werden das Gewerbe ins Unglück stürzen.» Ein ausgedehntes Testregime an der Grenze, das auch sein Unternehmen betreffen würde, unterstützt er nur, falls im Gegenzug Restaurants und Läden wieder öffnen können. Giezendanner spricht sich dagegen aus, dass im Sommer nur Geimpfte an Veranstaltungen dürfen. «Wir müssen weiter die Hygiene- und Abstandsregeln befolgen, und natürlich auf der anderen Seite möglichst viel durchimpfen. Das ist die einzige Massnahme, die anscheinend wirkt», sagt er im ZT-Talk.