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Der ZT-Talk zur Ammann-Wahl: So sehen Guyer und Siegrist Zofingens Zukunft

Am 28. November wählt Zofingen einen neuen Stadtamann – oder erstmals eine Frau Stadtammann. Im Rennen sind Christiane Guyer (Grüne) und Peter Siegrist (parteilos). Im ZT-Talk sagen die beiden, warum sie Ammann werden wollen – und was sie voneinander im Fall eine Wahl erwarten.

«Für viele bin ich der Segi, der eine Beiz führt – viele wissen nicht, was ich vorher gemacht habe», sagt der Betreiber des «Key 69» in der Zofinger Altstadt auf die Frage, welche Voraussetzungen er für das Ammann-Amt mitbringe. Er habe bei beispielsweise bei der Volksbank (die es inzwischen nicht mehr gibt) ein Projekt geleitet, das den Grundstein für den heutigen Zahlungsverkehr gelegt habe. Er sei also nicht immer Gastronom gewesen, sondern habe in verschiedenen Positionen komplexe Projekte erfolgreich geleitet.

«Ich habe mir im Vorfeld die Frage gestellt, welche Kompetenzen es für das Amt braucht», sagt Christiane Guyer. «Das ist einerseits Führungskompetenz, das ist aber auch Sozialkompetenz, Organisationstalent und das Interesse an den Menschen, an Zofingen und der Region.» Mit ihrer Persönlichkeit bringe sie all diese Voraussetzungen mit. «Ich habe einen breiten Rucksack an Führungserfahrung und weiss, dass Führung, die vielleicht vor 30 Jahren richtig war, heute ganz anders aussieht.»

Im Talk äussern sich die beiden auch zum neuen strategischen Führungsgremium für das Seniorenzentrum, das der Stadtrat im Oktober installiert hat. Der Schritt wurde verschiedentlich kritisiert – auch, weil der wichtigste Posten mit Hans-Ruedi Hottiger besetzt wurde, der als Ammann Ende Jahr zurückritt. In so komplexen Dossiers wie dem Seniorenzentrum müsse man sich im Stadtrat gegenseitig stärker unterstützen, sagt Christiane Guyer. Wie es an der Spitze des Leitungsgremiums weitergehe, werde nach den Wahlen entschieden.

«Es geht nicht nur ums Seniorenzentrum», meint Peter Siegrist. Wenn Stadträtinnen oder Stadträte in ihren Dossiers in schwierige Situationen kommen, sei es wichtig, dass der Stadtrat früher als Gesamtgremium eingreife und die entsprechende Person unterstütze.  

Was erwartet Christiane Guyer von Peter Siegrist, falls dieser zum Stadtammann gewählt wird? «Dass er zuhören kann, die anderen Stadtratsmitglieder ernst nimmt und miteinbezieht in seine Entscheide», sagt sie im ZT-Talk. Und was erwartet Peter Siegrist von einer Frau Stadtammann Guyer? «Dass sie so bleibt, wie sie ist. Sie gehört neben mir vermutlich zu den kritischsten Personen im Stadtrat. Im Stadtrat darf eine gewisse Dynamik herrschen.» Das Zuhören basiere auf Gegenseitigkeit.