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Verdächtiger nach Schiffskollision in der Nordsee festgenommen

Nach einer Schiffskollision in der Nordsee hat die britische Polizei Ermittlungen eingeleitet und einen Verdächtigen festgenommen. Gegen den 59-jährigen Kapitän des Containerschiffs bestehe der Verdacht der grob fahrlässigen Tötung im Zusammenhang mit der Kollision, teilte die Polizei in Humberside am Dienstag mit.

Der Eigentümer des Containerfrachters, die Reederei Ernst Russ, teilte mit, der Festgenommene sei der Kapitän des Schiffes. Er und das gesamte Unternehmen unterstützten aktiv die Ermittlungen, hiess es in der Mitteilung. Die britischen Behörden erklärten, die Ursache der Kollision werde untersucht.

Bei dem Unglück am Montag war das in Portugal registrierte Containerschiff «Solong» mit toxischen Chemikalien an Bord mit dem mit Flugzeugtreibstoff für das US-Militär beladenen Tanker «Stena Immaculate» kollidiert. Beide Schiffe fingen Feuer. Flugzeugtreibstoff aus einem beschädigten Tank lief in die Nordsee.

Die Küstenwache erklärte am Dienstag, die «Solong» stehe noch immer in Flammen, der Brand an Bord der «Stena Immaculate» sei dagegen stark zurückgegangen. 36 Besatzungsmitglieder wurden gerettet und an Land gebracht. Ein Besatzungsmitglied wurde noch als vermisst, ein galt jedoch als unwahrscheinlich, dass der Mann das Unglück überlebte.(dpa)